Firmen dürfen ihren Mitarbeitern 3000 Euro steuerfrei auszahlen

Inflationsprämie: Das musst du als Unternehmer wissen

Sie ist Teil des 3. Entlastungspakets der Bundesregierung: Die Inflationsprämie. Sie soll Entlastung bringen, denn die Lebenshaltungskosten explodieren. Im September 2022 sind die Preise in sämtlichen Bereichen nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts um 10 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Folge: Das Einkommen vieler Menschen schwindet. Doch wer bekommt die Prämie überhaupt und welche Besonderheiten birgt das Konzept? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema!

Die Inflationsprämie, auch Arbeitgeber-Pauschale, ist eine der zahlreichen Maßnahmen des 3. Entlastungspakets und wurde am 30. September 2022 vom Bundestag beschlossen. Die Idee der Bundesregierung ist im Grunde einfach: Arbeitgeber sollen demnächst eine steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 3000 Euro an jeden Beschäftigten gewähren können. Der Ausgleich ist bis zum 31. Dezember 2024 befristet. Sie soll grundsätzlich der Corona-Prämie ähneln.

Wie viel bekommen Arbeitnehmer?

Arbeitnehmer sollen im Rahmen der Inflationsprämie eine sozialversicherungs- und steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 3000 Euro von ihrem Arbeitgeber erhalten können. Die Prämie ist optional als Einmalzahlung oder wahlweise in Teil- bzw. Mehrfachzahlungen auszuzahlen. Allerdings hat die Arbeitgeber-Pauschale am Ende mehr Appell-Charakter: Denn ob und wie viel Geld fließt, entscheidet allein der Arbeitgeber. Die Auszahlung ist jedem Unternehmen freigestellt. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch darauf.

Wer hat Anspruch auf die Inflationsprämie?

Noch ist unbekannt, wer die Prämie erhalten kann. Somit ist es denkbar, dass auch Minijobber, Werkstudenten und Teilzeitkräfte die Einmalzahlung bekommen können.

Wie wird die Inflationsprämie ausgezahlt?

Wie bereits erwähnt, ist die Arbeitgeber-Pauschale an die Corona-Prämie angelehnt. Die Prämie ist wie damals zusätzlich zum Lohn zuzahlen. Corona-Prämien bis zu 1.500 Euro waren bis Ende März 2022 steuer- und sozialversicherungsfrei.

Wann wird die Prämie ausgezahlt?

Noch ist kein genaues Datum bekannt, ab wann die Inflationsprämie ausgezahlt werden darf. Denkbar ist, dass erste Zahlungen bereits im Januar stattfinden könnten. Jedoch stellt Finanzminister Christian Lindner bereits ein Ende des Auszahlungszeitraums in Sicht: Jahresende 2024.

Wie stehen Unternehmen zu der Prämie?

Viele Unternehmen sehen die Inflationsprämie kritisch. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen geben an, dass sie aktuell kein Budget für derartige Einmalzahlungen übrig hätten. Schließlich litten auch die Unternehmen beispielsweise unter steigenden Energiekosten. Wichtiger sei es, Arbeitsplätze überhaupt zu erhalten, so Kritiker. Die schwierige finanzielle Lage vieler Unternehmen ist somit eine der größten Herausforderungen hinsichtlich der geplanten Prämie. Bereits die Corona-Prämie haben am Ende viele Beschäftigte nicht erhalten.

Es gibt jedoch auch einige Befürworter. Schon über 50 Prozent der 40 DAX-Konzerne überlegen, die Sonderzahlung zu leisten. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz befürwortet die Auszahlung. Er wolle alles dafür tun, dass es auch zur Auszahlung komme. Und immerhin: Bereits diesen Herbst erhalten alle Beschäftigten zunächst eine Energiepauschale in Höhe von 300 Euro. Diese wird allerdings direkt versteuert.

DRX

Kristin Geiger & Michele Vidorno

XING E-Recruiting / Onlyfy

Wenn der Arbeitsmarkt den Takt vorgibt: Innovationsgeist im Recruiting am erfolgreichen Beispiel des onlyfy Talentservices.

Häufige Fragen (FAQ) zu Inflationsprämie

Was ist die Inflationsprämie 2022?

Die Inflationsprämie, auch Arbeitgeber-Pauschale, ist eine der zahlreichen Maßnahmen des 3. Entlastungspakets und wurde am 30. September 2022 vom Bundestag beschlossen. Arbeitgeber sollen danach eine steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 3000 Euro an jeden Beschäftigten gewähren können. 

Wie hoch ist die Inflationsprämie?

Arbeitnehmer sollen bis Ende 2024 von ihrem Arbeitgeber eine sozialversicherungs- und steuerfreie Sonderzahlung von bis zu 3000 Euro erhalten können. Der Arbeitgeber entscheidet, ob und wieviel Geld auszahlt wird.

Themenseiten

Du brauchst Hilfe bei deiner Gründung?

Wir unterstützen dich bei deinem Vorhaben!

Erhalte ein kostenloses Beratungsgespräch mit einem unserer Experten.

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.

Über den Autor

Autorenprofil: Luisa Kleinen

Luisa Kleinen

Luisa wurde 1996 in Bonn geboren und studierte nach ihrem Abitur Rechtswissenschaften mit Abschluss des ersten Staatsexamen (Schwerpunkt Internationales Strafrecht und Medienstrafrecht) an der Universität zu Köln. Parallel zu ihrem Studium war sie einige Jahre als Studentische Hilfskraft in der Forschungsstelle für Medienrecht an der TH-Köln tätig. Dadurch erhielt sie einen tiefen Einblick in das Medien-, IT- und Datenschutzrecht und sammelte erste redaktionelle Erfahrungen. Später arbeitete sie als Assistenz der Geschäftsführung in einem Gastronomiebetrieb und erweiterte hier ihre Kenntnisse im Personal- und Projektmanagement. Nach ihrem Praktikum in der Redaktion von Gründer.de, ist sie seit Juli 2022 als Junior Legal Managerin bei Digital Beat und Gründer.de tätig.

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Sitemap

schliessen
vom 01. bis zum 24. Dezember
vom 01. bis zum 24. Dezember
Es warten viele tolle Preise im Gesamtwert von über 100.000€

und viele mehr…

Du brauchst Hilfe bei deiner Gründung?

Wir unterstützen dich bei deinem Vorhaben!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.