Die Finanzen fest im Griff

Gründer-Tipps für mehr Planungssicherheit

Geldsorgen können die Innovationskraft eines Startups massiv schmälern. Wer sich in der Gründungsphase mit Liquiditätsengpässen beschäftigen muss, kann sich schließlich schlechter auf das Kerngeschäft konzentrieren und wird im Handeln negativ beeinflusst. Existenzgründer können jedoch einiges dafür tun, um langfristig zahlungsfähig zu bleiben. Entscheidend sind ein guter Überblick, Kontrolle und ein sparsamer Umgang mit dem Guthaben.

Bedarf ermitteln und für Transparenz sorgen

Viele Gründer wissen nicht genau, wie viel Geld sie benötigen, um ihre privaten Kosten zu decken. Obwohl diese Summe ihren Mindestlohn kennzeichnet. Diejenigen, die ihren finanziellen Bedarf sorgfältig berechnen, können jedoch auch die Umsatzplanung wesentlich durchdachter angehen und planen, welche Gewinne sie zur Kostendeckung erzielen müssen. Hochgerechnet auf ein Geschäftsjahr ergeben sich so konkrete Zahlen. Auch wenn im Rahmen des Businessplans viele Berechnungen durchgeführt werden, geht die Kostenkontrolle in vielen jungen Betrieben mit der Zeit verloren. Für mehr Planungssicherheit braucht es eine kontinuierliche Übersicht über den Finanzbedarf – sowohl betrieblich als auch privat.

Tipp: Gründer, die den Überblick bereits verloren haben oder endlich Ordnung in ihre Finanzen bringen möchten, finden diverse Finanz-Tools für das Ausgabenmanagement. Darunter Spendesk und Spend (Microsoft).

Jegliche Kosten auf einem geringen Niveau halten

Ob Miete, Strom, Fuhrpark oder Kontogebühren: In den ersten Jahren nach der Gründung ist es besonders wichtig, die Ausgaben auf ein Minimum zu senken. Schließlich ist die Entwicklung oft völlig ungewiss und damit auch die regelmäßigen Einnahmen. Damit es am Monatsende finanziell nicht knapp wird, sollten sämtliche Posten kritisch unter die Lupe genommen werden. Denn das Einsparpotenzial ist nicht zu unterschätzen:

  • Wer sich beispielsweise für günstige Coworking-Spaces oder das Homeoffice entscheidet, statt ein teures Büro in zentraler Lage zu mieten, spart monatlich viele hundert oder gar tausend Euro – je nach Anzahl der Mitarbeitenden.
  • Aber auch scheinbar unwichtige Ausgaben wie die Gebühren für das Geschäftskonto können jährlich erhebliche Einsparungen bringen. Während teure Kreditinstitute beispielsweise allein für die Kontoführung zwischen 10 und 50 Euro monatlich verlangen und selbst beim beleglosen Online-Banking Gebühren für Transaktionen erheben, bieten Unternehmen ohne Filialnetz kostenlose Alternativen. In einem unabhängigen Geschäftskonto Vergleich lassen sich Angebote digitaler Banken schnell überblicken. Darunter Konten für Selbstständige von Kontist, Fyrst, Commerzbank und Co.
  • Auch beim Gewerbestrom ist eine jährliche Ersparnis im vierstelligen Bereich möglich – allein durch einen Anbieterwechsel. Hinzu kommt das Sparpotenzial durch den Umstieg von Energiefressern auf energiesparende Lösungen wie LEDs und effiziente Elektrogeräte. Auch die Verwendung von Notebooks bringt Vorteile: „Bei gleicher Nutzung ist ein Laptop in der Regel wesentlich energieeffizienter als ein Desktop-PC. Ein Laptop hat nur einen Stromverbrauch von 15 Watt bzw. 22 kWh pro Jahr“, erklärt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf dem Onlineportal der Kampagne Deutschland macht’s effizient in einem Multimedia-Ratgeber.

Nur Unverzichtbares finanzieren!

Kredite sind wichtig und bei der Gründung von Unternehmen für viele ein Muss, um den Start überhaupt realisieren zu können. Um den finanziellen Druck trotz aller Notwendigkeiten zu senken, sollten jedoch ausschließlich unumgängliche Investitionen mit Fremdkapital getätigt werden. Gemeint sind Anschaffungen wie Maschinen für die Produktion oder Computer zur Erledigung der täglichen Aufträge.

Alles, was jedoch keinen wertschöpfenden Einfluss hat und damit keine Einnahmen bringt, sollte nicht finanziert und möglichst gemieden werden. Das könnte zum Beispiel ein neues Mobiltelefon sein, das lediglich aus Designgründen angeschafft wird, der überdimensionierte Geschäftswagen oder die exklusive Einrichtung des Büros.

Achtung Steuerfalle!

Damit nach einigen Monaten oder gar Jahren nicht die existenzbedrohende Steuerkeule zuschlägt, sollten sich Gründer ausführlich über fällige Steuern informieren. Nicht selten kommt es zu hohen Nachzahlungen, die bei mangelnden Rücklagen das Aus für einen Betrieb bedeuten können. Clevere Gründer beugen vor und sind über Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Co. stets informiert. Details rund um die Steuern für Unternehmen lassen sich der Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern entnehmen.

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.
Das könnte dich auch interessieren ...

Über den Autor

Autorenprofil: Redaktion

Redaktion

Hier schreibt das studierte Redaktionsteam aus Köln für dich an den neusten News sowie Ratgebern- und Magazin-Artikeln aus der Gründer- und Startup-Szene.

Sitemap

schliessen

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.