Wann lohnt sich die Gründung oder der Kauf?

Eine GmbH fürs Trading gründen

Im Zeitalter von Niedrig- und Negativzinsen hat sich Online-Trading zu einer attraktiven Investmentmöglichkeit entwickelt. Aus steuerlichen Gründen kann diesbezüglich sogar die Gründung einer Trading-GmbH infrage kommen. Was ist eine Trading-GmbH genau und wann lohnt sich die Gründung oder der Kauf?

Was ist Online-Trading?

Im Allgemeinen wird der Kauf und Verkauf von Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten über das Internet als Online-Trading bezeichnet. Dabei greifen die Kunden in den meisten Fällen über eine Breitband- oder mobile Internetverbindung auf die Website eines Brokers zu. Das Handeln kann in Browserfenstern oder mit speziellen Smartphone-Apps erfolgen.

Beim Online-Trading erfolgen Kauf und Verkauf eines Finanzinstruments normalerweise am selben Tag oder sogar mehrmals im Laufe eines Tages. Mit der richtigen Strategie kann das Ausnutzen bereits kleinster Kursbewegungen durchaus lukrativ sein.

Einsteiger sollten sich speziell vor dem Handel mit Devisen jedoch gut informieren und sich an Leitfäden wie Trading-fuer-anfaenger.de/forex/ orientieren.

Was ist eine GmbH?

Die Abkürzung GmbH steht für Gesellschaft mit beschränkter Haftung – die Teilhaber können demnach nicht mit ihrem Privatvermögen für Schäden haftbar gemacht werden. Die Haftungsbeschränkung ist der Hauptgrund, warum viele Unternehmensgründer diese Rechtsform für ihr Unternehmen wählen.

Die GmbH gehört wie die Aktiengesellschaft (AG) zu den sogenannten Kapitalgesellschaften. Ihre Anteilseigner werden als Gesellschafter bezeichnet. Eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) ist das gemeinwohlorientierte Gegenstück zu einer normalen GmbH.

Bei der Gründung einer GmbH sind die folgenden Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Das Stammkapital einer GmbH muss mindestens 25.000 Euro betragen.
  • Mindestens 12.500 Euro des Stammkapitals müssen bei Gründung auf das Geschäftskonto eingezahlt werden.
  • Es muss mindestens ein Geschäftsführer benannt werden.
  • Eine ladungsfähige Adresse ist erforderlich, die aber auch mit einem virtuellen Büro realisiert werden kann.
  • Notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags und die Beantragung der Eintragung der Gesellschaft beim Handelsregister über den Notar.

Die Geschäftstätigkeit kann bereits im Zeitraum zwischen der Gründung und der Eintragung der Gesellschaft aufgenommen werden. Die beteiligten Personen haften dann allerdings persönlich. Die Bestimmungen für die GmbH werden erst mit der Eintragung wirksam, die in der Regel bis zu drei Wochen dauern kann. Ab diesem Zeitpunkt sind die Gesellschafter vor jeglicher persönlichen Haftung geschützt.

Was ist eine Trading-GmbH?

Zunächst einmal ist eine Trading-GmbH eine gewöhnliche GmbH, die sich allein durch ihren Geschäftszweck von anderen Unternehmen mit dieser Gesellschaftsform unterscheidet. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Gründung, Haftung oder des erforderlichen Stammkapitals sind dieselben wie bei jeder anderen GmbH.

Auch die Besteuerung erfolgt bei Trading-GmbHs nach den üblichen Regeln. Indessen wird privaten Tradern aufgrund bestimmter Änderungen im Steuerrecht seit Januar 2021 die Verrechnung von Verlusten erschwert. Das betrifft insbesondere den Handel mit Aktien oder Termingeschäften.

Die Nutzung einer Trading-GmbH kann sich für Trader und andere Anleger als besonders vorteilhaft erweisen, da sich damit die Steuerlast effektiv senken lässt. Wer möglichst gewinnträchtig arbeiten möchte, sollte sich also dahin gehend näher informieren.

Gründe für die Gründung einer GmbH für das Trading

Wie bereits erwähnt, kann die Gründung einer Trading-GmbH steuerlich attraktiv sein. Das gilt speziell für den Handel mit Aktien. Gewinne, die durch den Verkauf von Unternehmensanteilen entstehen, unterliegen nämlich einer erheblichen steuerlichen Bevorzugung.

Darüber hinaus lassen sich auch bisher private Aufwendungen in die GmbH verlagern und damit steuerlich absetzen. Dazu gehören etwa die Kosten für ein Auto, die Anschaffung von zum Trading genutzter Hardware oder der Internetzugang.

Vorteile einer Trading-GmbH

  • Möglichkeiten, die Steuerlast stark zu reduzieren
  • Teile einer Trading-GmbH können Dritten übertragen werden
  • Haftung eines einzelnen Traders ist auf die Höhe seiner Stammeinlage begrenzt

Nachteile einer Trading-GmbH

  • es besteht Buchhaltungspflicht
  • Entrichtung von Gewerbesteuer und IHK-Beiträgen
  • erwirtschaftetes Kapital steht dem Inhaber der Trading GmbH sofort und ohne Bedingungen zur Verfügung

Fazit: Trading-GmbH

Da eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gewerbliche Einkünfte erwirtschaftet, gilt der beschränkte Verlustausgleich für sie nicht. Verluste können somit auch weiterhin uneingeschränkt geltend gemacht werden. Sowohl für traditionelle Anleger als auch für Trader kann die Gründung einer Trading-GmbH daher aus steuerlicher Sicht attraktiv sein.

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