Erstellung eines E-Books

Geld verdienen im Internet mit digitalen Infoprodukten III

Im ersten und zweiten Teil der Blogserie „Geld verdienen im Internet mit digitalen Infoprodukten“ haben ich Ihnen dargestellt, wie Sie eine Idee finden und den Markt dafür unter die Lupe nehmen. Heute wird es nun Zeit, mit der Erstellung Ihres ersten E-Books loszulegen.

Schreiben Sie Ihr erstes E-Book

E-Books sind digitale Bücher. Der Hauptvorteil von E-Books besteht für den Kunden darin, dass er diese ganz bequem und schnell aus dem Internet herunterladen kann und sie umgehend nach der Bezahlung nutzen kann – anders als zum Beispiel bei echten Büchern, bei denen er noch zunächst auf den Versand warten muss usw.

Für den Verkäufer von E-Books – also Sie – gibt es weitere ganz entscheidende Vorteile. Zum einen sind E-Books aufgrund Ihrer digitalen Beschaffenheit natürlich (nach einmaliger Erstellung) unendlich oft kopierbar und daher ohne weitere Kosten zu verkaufen. Zum anderen können Sie als Anbieter von E-Books den gesamten Ablauf von der Bestellung, über den Zahlungsprozess, bis hin zur Auslieferung der Ware komplett automatisieren.

Das bedeutet, dass wenn Sie sich ein E-Book-Projekt einmal fertig aufgebaut und eingerichtet haben, Sie fortan vollkommen automatisch Geld damit verdienen können.

Sie müssen sich immer vor Augen halten, dass nicht so sehr der Inhalt und/oder die Qualität eines Produktes entscheidend dafür ist, wie gut es sich verkaufen lässt, sondern vielmehr das Marketing, mit dem es promotet wird. Natürlich sollte der Inhalt so sein, dass er das Problem der Kunden löst, jedoch sollten Sie kein Perfektionist sein.

Schritt 1: Der Titel des E-Books

Zu Beginn sollten Sie sich überlegen, welchen Titel Sie Ihrem E-Book geben. Es sollte ein Titel sein, von dem Sie überzeugt sind, dass dieser auch tatsächlich das Interesse der späteren Kunden wecken wird.

Hier ist es erst einmal vollkommen nebensächlich, ob das jetzt schon der Titel ist, den das fertige E-Book dann später auch tragen wird. Es geht nur darum, dass der Titel inhaltlich passt und aussagekräftig genug ist, damit Sie im Folgenden damit weiterarbeiten können.

Schritt 2: Verkaufssätze für die Landingpage
Eine Sales Page fokussiert nur ein einziges Produkt und beschreibt die Vorzüge, die der potentielle Kunde hat, wenn er dieses kauft. Ganz entscheidend bei einer Sales Page ist es also die Frage zu beantworten, die sich jeder Besucher der Sales Page stellen wird: „Was springt für mich dabei heraus, wenn ich das Produkt kaufe?“

Doch was bedeutet das nun für die Erstellung unseres E-Books? Ganz einfach: Nehmen Sie sich nun am besten ein Blatt Papier und schreiben Sie nun etwa 10 bis 20 Verkaufssätze auf, die genau diese Frage beantworten.
Schreiben Sie dabei nicht einfach Sätze herunter, die irgendwie zu Ihrem Thema passen, sondern versuchen Sie, diese Sätze so zu formulieren, dass diese Ihre Interessenten auch wirklich neugierig machen.

Schritt 3: Die ersten Kapitel Ihres E-Books sind bereits fertig

Wenn Sie Schritt 2 wie oben geschildert komplett durchgearbeitet haben und nun etwa 10 bis 20 Verkaufssätze gebildet haben, dann haben Sie jetzt im Idealfall – ohne es gemerkt zu haben – 20 Hauptkapitel Ihres künftigen E-Books fertiggestellt. Alle diese Sätze bilden eigene Überpunkte, zu denen Sie sich jetzt jeweils noch einige Unterpunkte ausdenken sollten.

Auch diese bringen Sie wieder zu Papier um Sie festzuhalten. Gehen Sie dabei am besten wir folgt vor: Nehmen Sie sich jeden einzelnen Verkaufssatz vor und überlegen Sie sich dazu passende Begriffe und Sätze (Aussagen), die zum Hauptthema passen. Schreiben Sie diese Unterpunkte dann unter die jeweilige Oberkategorie.

Schritt 4: Formulieren Sie Fragen aus Sicht des Lesers

Im vorletzten Schritt sollten Sie nun die zuvor gefundenen Unterpunkte in Fragen umformulieren. Der Grund warum Fragen das Interesse des Lesers besonders gut wecken, ist der, dass sich der interessierte Leser genau diese Fragen selbst ja auch stellt, wenn er ein bestimmtes Problem hat.

Die Antworten auf diese Fragen geben dann im Endeffekt die Ausführungen und Inhalte in Ihrem E-Book, welches der Interessent ja kaufen soll.

Wenn Sie so mit allen Unterpunkten verfahren und davor auch alle anderen Schritte wie beschrieben durchgeführt haben, dann haben Sie bereits – ohne es gemerkt zu haben – ein komplett fertiges Inhaltsverzeichnis mit Überschriften.

Schritt 5: Das E-Book wird mit Inhalten gefüllt

Der letzte Schritt besteht eigentlich nur noch daraus, dass Sie sich nacheinander jedes Kapitel vornehmen und zu jeder Frage (Unterpunkte) eine ausführliche Antwort schreiben.

Diese Arbeit soll die Lösung des vorhandenen Problems sein, nach der Ihr Leser und Interessent, also der Kunde, gesucht hatte.

Wenn Sie Ihr Buch geschrieben haben, so müssen Sie den Text nur noch ins PDF-Format übertragen und ein ansprechendes Cover erstellen.

Fazit

Die Erstellung eines E-Books ist gar nicht so schwer wie es manch einer glaubt. Gehen Sie einfach nach den eben geschilderten Schritten vor und Sie werden schon bald Ihr erstes E-Book fertigstellen!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Erstellung Ihres ersten E-Books! Im nächsten und letzten Teil dieser Blogserie werden Sie erfahren, wie Sie einen Videokurs erstellen.

Mit besten Grüßen,
Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de

PS: Ich würde mich über Ihre Kommentare freuen. Sie können diesen Beitrag natürlich auch teilen und ihm einen Facebook-Like geben 😉

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Über den Autor

Autorenprofil: Thomas Klußmann

Thomas Klußmann

Thomas Klußmann durchlief eine klassische kaufmännische Ausbildung als Industriekaufmann und schloss anschließend sein Studium mit dem Abschluss Bachelor of Arts in Business Administration und Vertriebsmanagement ab.
Bereits seit 2002 spezialisierte sich Thomas Klußmann auf Online-Marketing. Er leitete Teams, etablierte eigenständige Projekte und erwarb fundierte Fachkenntnisse bei 7 verschiedenen Unternehmen vor, während und nach seinem Studium.

Vor der Gründung der Gründer.de GmbH verantwortete er einen hohen 6 stelligen Jahresumsatz für ein stark expandierendes Internet-Unternehmen. Im Januar 2011 wurde Thomas Klußmann als „Google Adwords Qualified Individual“ zertifiziert. Zeitgleich erhielt die Gründer.de GmbH den Status „Google Adwords Certified Partner“.

Seit August 2011 ist Thomas Klußmann als Gast-Referent für die Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn und Bielefeld tätig. Weiterhin war er u.a. Referent auf dem Paderborner Wirtschaftsforum, der Conversion und Traffic Konferenz in Düsseldorf sowie der Affilidays Networking Conversion auf Mallorca. Insgesamt nahmen bereits über 40.000 Personen an den Online- und Offline-Events von Thomas Klußmann teil.

Im Jahre 2012 war er Gründungsmitglied der Andes Media GmbH und initiierte die Gründer.de Spendenaktion, welche hilfsbedürftigen Kindern in Paderborn zugute kam. Im Frühjahr 2013 initiierte er die Conversion und Traffic Konferenz in Düsseldorf.

Thomas Klußmann denkt, lebt und handelt nach einem Zitat von Dan Millman: „Frage dich in jeder schwierigen Situation: „Was würde der stärkste, mutigste, liebevollste Teil meiner Persönlichkeit jetzt tun?“ Und dann tue es. Tue es richtig. Und zwar sofort.“

16 Antworten

  1. Hi Thomas,

    nichts ist wichtiger als ein Buch zum Aufbau von Reputation. Ich habe hier mal eine kleine Geschichte dazu geschrieben, die zeigt, wie man damit seine Kunden von seinem eigenen Experten-Status z. B. als Berater überzeugen kann: Schreiben Sie ein Buch und werden Sie (eine) Autor(ität)

    Und dabei ist es unerheblich, ob es ein „echtes“ in einem Verlag erschienenes Buch oder ein E-Book ist, was ich dann bei BoD oder bei Amazon CreateSpace drucken lasse. Wichtig ist, dass der Kunde etwas in die Hand bekommt.

    Und natürlich kann man es auch verkaufen und einfach damit Geld verdienen … aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten.

    Danke, dass ihr hier ein paar aufgezeigt habt.

    LG
    Uwe

    1. Hallo Uwe,

      danke für die Informationen. Demnächst wird bei uns auch ein Artikel zum Thema „Buch schreiben und Glaubwürdigkeit steigern“ erscheinen.

      Ein Buch ist in der Tat eine mächtige Visitenkarte und ich kann es nur jedem empfehlen, ein kurzes Buch zu dem Thema zu schreiben, in dem man sich besser als andere auskennt.

  2. Hallo Anton,
    besten Dank für den Artikel.
    Dieser hat mich gerade dazu motiviert, endlich mit meinem Ebook anzufangen, welches ich schon seit längerem in meiner Ideenschublade habe. Leider habe ich es bisher immer herausgeschoben.

    Deine aufgeführten Punkte finde ich gut und vorallem die Kapitelfindung ist auf diese Weise sehr einfach.

    Eine Frage habe ich allerdings;
    Wieviele Kapitel oder Seiten sollte ein Ebook haben, damit es nicht überladen wirkt?

    Besten Dank.

    Gruss
    Marcello

    1. Hallo Marcello,

      man kann so nicht allgemein sagen, wie viele Kapitel ein Buch haben sollte. Ich würde mich vielleicht an etwa 10 Kapiteln orientieren. Je nach dem, kann man diese dann auch nochmal in Unterkapitel unterteilen.

      Die Anzahl der Kapitel sagt aber nichts über die Länge des Buches aus, denn auch ein Buch mit 20 Kapiteln könnte nur 20 Seiten lang sein. Da muss man eben schauen, wieviele Informationen man weitergeben möchte.

  3. Ein wirklich schöner Artikel mit den 5 Schritten zum eignen E-Book.
    Ich wünsche mir noch mal einen Artikel von Dir, über eine einfache Technik wie man interessant Schreiben kann, damit mein E-Book, an dem ich gerade schreibe, nicht so langweilig wird.

    Ich kann jedem der ein E-Book schreibt nur empfehlen, schreibe mindestens ein Kapitel pro Tag. Das hört sich vielleicht viel an, ist es aber in Wirklichkeit nicht und Du wirst sehen (Übung macht den Meister), dass Du nach kurzer Zeit auch viel mehr schaffst.
    Wenn Du langsam schreibst, sollte Dein Kapitel 500 Wörter haben, zwei Kapitel davon ergeben schon eine Artikel von 1000 Wörtern. Mache das 14 Tage, dann hast Du schon ein tolles E-Book in Rohform fertig.

  4. Hallo, danke für den interessanten Artikel! Spiel schon seit einiger Zeit mit der Idee ein Ebook zu erstellen. Aber nicht für die direkte Vermarktung sondern eher zur Neukundengewinnung bzw. Kundenbindung. Der Artikel hat meine Idee wieder geweckt. Mal sehen wann ich mir für mein Ebook einmal Zeit nehmen werde.

    Viele Grüße
    Sandra

  5. Danke für den wirklich interessanten Artikel. Ich denke schon, dass man das Thema eBook professionell angehen sollte. Professionelles Schreiben, Korrekturlesen, Cover-Erstellung etc. Nur wenn man einen gewissen Standard einhält, wird das eigene eBook auch erfolgreich sein.

  6. Und ich denke das ist der Grund, warum viele denken, dass Sie irgendetwas im Netz verkaufen können. Tausende von E-Books über SEO, Geld verdienen, Frauen finden, usw. Der „arme Kerl“, der wirklich für so etwas Geld ausgibt und am Ende, mit unprofessionell erstellten Müll dasteht.

    Sorry, will keinen angreifen … vielleicht sollte erwähnt werden, dass ein gewisses Talent zum Texten auch vorhanden sein sollte!

    Liebe Grüße

    1. Sie sollten auf jeden Fall versuchen, das eigene E-Book auch über Affiliate Marketing zu vertreiben, genauso wie Sie fremde E-Books über sich vertreiben können.

      Mit besten Grüßen,
      Anton Nagatkin

  7. Ein eBook zu schreiben ist schon sehr viel Arbeit. Dann die Webseite erstellen mit einem guten Verkaufstext. Die Webseite bewerben. Ich weiss nicht! Dann weiss der Besucher meiner Seite nie, was er für ein ebook bekommt. Wenn man sich ansieht, welche Qualität viele ebooks haben, muss man sich schon fragen: wird sich das lohnen? Da würde ich lieber ohne großen Anlauf ins Internet-Geschäft starten. Ein fremdes Produkt auf meiner Seite bewerben. Das macht zumindest mal nicht soviel Arbeit. Und die Verkaufsaussichten scheinen mir doch deutlich besser. Sorry, dass ich der ebook-Sache so kritisch gegenüber stehe.

    1. Hallo Lothar,

      ja du hast nicht unrecht, dass die E-Book-Erstellung ein wenig Zeit kostet.
      Am Anfang ist es schon üblich, dass man mit der Vermarktung fremder Produkte (Affiliate Marketing) beginnt. Idealerweise sollte man auf mittelfristige Sicht trotzdem versuchen, ein eigenes E-Book zu schreiben und parallel zum Affiliate Marketing zu vertreiben.
      Wenn man als Experte auf seinem Gebiet gelten, möchte, so sind eigene Produkte unumgänglich.

      Mit besten Grüßen,
      Anton Nagatkin

      1. Ich denke man kann da mit einem guten Blog und ehrlichen Antworten viel mehr erreichen als wenn man ein ebook auf den Markt bringt. Dadurch erreicht man höchstens die Käufer und ein paar Interessenten, mit kostenlosen guten Informationen hingegen erreicht man alle interessierten die auf irgendeinem Wege auf die Seite kommen. Ich halte ebooks für überbewertet in dieser Hinsicht bezüglich des Expertentums

  8. Hallo Anton,

    super einfach umsetzbare Punkte.
    Schreibfehlern passieren jedem. Soll das geschriebene E-book durch jemand externen professionel Korrektur gelesen werden? Falls ja, worauf ist bei diesem Service zu achten, gegebenfalls Quellenangaben?

    Gruss
    Heinz Buser

    1. Hallo Heinz,

      eigentlich muss das E-Book nicht professionell korrekturgelesen werden, es reicht eigentlich schon, wenn sich das Buch jemand aus Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis durchlesen würde.

      Wie gesagt, das E-Book muss eben nicht perfekt sein! Wichtig ist vor allem, was drin steht.

      Aber wenn Sie glauben, dass Ihre Rechtschreibung absolut verwerflich ist, dann können Sie solch einen Service gerne in Anspruch nehmen 🙂

      Sollte es bei Ihnen soweit sein, können Sie sich nochmal bei mir melden unter: an(at)gruender.de – vielleicht können wir Ihnen mit dem Korrekturlesen weiterhelfen.

      Mit besten Grüßen,
      Anton Nagatkin

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