Gründer FAQ: Die EXIT-Formen im Überblick

Der EXIT: Wie kann ich meine Anteile zu Geld machen?

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Es ist das Traumziel vieler Gründer – der Exit. Der verdiente Lohn für Jahre voller harter Arbeit, kurzer Nächte und finanzieller Entbehrungen. Doch welche Möglichkeiten bieten sich Gründern ihre Anteile zu Geld zu machen? Wir klären dich auf.

Der Exit: Diese Möglichkeiten gibt es

Als Exit wird allgemein ein Ereignis bezeichnet, bei dem der Gesellschafter eines Startups (z.B. ein Gründer oder ein Investor) seine Unternehmensanteile verkauft. Hierbei kann es sich um einen Teilverkauf der Beteiligung handeln oder die gänzliche Veräußerung aller Anteile. Des Weiteren fällt unter den Begriff des Exits auch der Komplettausstieg wegen Geschäftsaufgabe (Liquidation) oder der Rückkauf extern gehaltener Anteile durch Gründer (Buy Back). Wir wollen dir nachfolgend diejenigen Exit-Formen vorstellen, bei denen Gründer mit dem Verkauf ihrer Anteile unmittelbar Geld verdienen können:

Der Börsengang

Der Börsengang wird in Startup-Ökosystemen oftmals nur IPO genannt (Kurzfassung des englischen Synonyms Initial Public Offering). Er gilt für Anteilseigner als der Königsweg des Exits. Bei einem Börsengang werden die Anteile der Gesellschafter in öffentlich handelbare Aktien umgewandelt. Je nach vertraglicher Vereinbarung sind die Unternehmensanteile nach dem Börsengang sofort liquidierbar und können den Gründern und Investoren einen großzügigen Zahltag bescheren.

Secondary Purchase

Bei einem sogenannten Secondary Purchase werden Unternehmensanteile des Gründerteams oder des Investors an einen (Finanz)-Investor verkauft. Im Unterschied zur Durchführung einer Kapitalerhöhung (Primary) werden demnach keine neuen Anteile ausgegeben, sondern die bestehenden Unternehmensanteile wechseln den Besitzer. Häufig kommt es vor, dass frühe Kapitalgeber wie Business Angel oder Seed-Venture Capital Fonds im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde ihre Beteiligung an einen anderen Venture Capital Fonds verkaufen. Für Gründer besteht hingegen die Möglichkeit durch einen Teilverkauf bereits ein wenig Geld vom Tisch zu nehmen. Somit können sie sich für die bisherigen Erfolge bereits finanziell „belohnen“.

Trade Sale

Bei einem Trade Sale verkaufen die Gesellschafter des Startups ihre Anteile an einen (strategischen) Investor. Bei dem Käufer handelt es sich häufig um ein kapitalstarkes, etabliertes Unternehmen, welches beispielsweise seine Markposition ausbauen, Synergiepotentiale nutzen oder auf dem Wege der Akquisition einen potentiellen Wettbewerber aus dem Verkehr ziehen möchte. Durch die strategische Motivation sind die Investoren oftmals bereit einen attraktiven Preis für die Übernahme des Startups zu zahlen. Daher ist der Trade Sale eine besonders beliebte Exit-Form, die sich in der Praxis häufig antreffen lässt.

Fazit

Gründern und Investoren stehen mit dem IPO, dem Secondary Purchase und dem Trade Sale attraktive Möglichkeiten zur Verfügung ihre Unternehmensanteile zu vergolden. Welche Exit-Form die Richtige ist, hängt mit den individuellen Rahmenbedingungen zusammen und sollten Experten für dich im Einzelfall überprüfen.

Du hast weitere Fragen zur Investorenansprache? Die Corporate Finance Mittelstandsberatung GmbH (CF-MB) hilft Startups passende Kapitalgeber zu finden und unterstützt dich bei sämtlichen Herausforderungen rund um das Thema Unternehmensverkauf und Finanzierungsberatung.

Nähere Informationen erhältst du auf www.cf-mb.de

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Über den Autor

Autorenprofil: Carsten Häming

Carsten Häming

Carsten Häming, Managing Partner der Corporate Finance Mittelstandsberatung GmbH, verfügt durch seine Tätigkeit in der Corporate Finance Beratung über eine mehrjährige Transaktionserfahrung im deutschsprachigen und internationalen Corporate Finance Markt. Er hat diverse Mandanten bei Finanzierungsrunden, Akquisitionen und Unternehmensverkäufen begleitet. Er war für Startups, Konzerne, für große und mittelständische sowie für öffentliche Unternehmen sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite beratend tätig.

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