Sind seine Bitcoin-Tweets Mitschuld?

Elon Musk ist nicht mehr der reichste Mensch der Welt

Der Höhenflug an der Börse beflügelte lange Zeit nicht nur die Tesla-Aktie, sondern auch das Konto von Elon Musk. Nachdem die Tesla-Aktie 2020 einen rasanten Kurssprung hinlegte, galt der 49-Jährige im Januar 2021 offiziell als reichster Mensch der Welt – und überholte damit Amazon-Gründer Jeff Bezos. Doch nun sorgte die Tesla-Aktie dafür, dass Musk wieder auf Platz 2 abrutscht. Spielen hier auch Musk’s Tweets über Bitcoin eine Rolle?

Erst Anfang Januar hatte die Tesla-Aktie ihn zum reichsten Mensch der Welt gemacht. Nun sorgt der Kurs der Aktie dafür, dass Elon Musk den Platz 1 auf der Liste der Superreichen wieder an Jeff Bezos verliert. Denn Bezos besitzt einen nicht ganz unbeachtlichen Anteil an Tesla-Aktien. Jedoch lag die Tesla-Aktie im Januar noch bei über 800 Euro. Nun ist sie allerdings auf rund 700 Euro gefallen. Da sowohl bei Musk als auch bei Bezos die jeweiligen Privatvermögen stark an die jeweiligen Erfolge der Unternehmen geknüpft sind, sorgt dies für einen Wechsel auf der Pole-Position. Denn während Elon Musk innerhalb weniger Wochen somit über acht Millionen Dollar an Vermögen verlor, blickt Bezos auf eine stabile Entwicklung zurück.

Da der Vermögensunterschied schon im Januar mit „nur“ 1,5 Millionen „recht knapp“ war, kann sich Jeff Bezos nun wieder über den Titel als reichster Mensch der Welt“ freuen. Das Vermögen von Jeff Bezos wird auf rund 187 Milliarden Dollar geschätzt – Musk’s Vermögen nun „nur noch“ auf 180 Milliarden.

Sorgten Musk’s Bitcoin-Tweets zu dem Absturz?

Die Frage, die nun aufkommt: Warum stürzte die Tesla-Aktie so schnell um etwa 20 Prozent ab? Dies kann natürlich mit dem ganz typischen Markteffekt zusammenhängen: Nach einem monatelangen sehr guten Verlauf der Tesla-Aktie, haben sicher viele Anleger Gewinne mitgenommen und ihre Aktien verkauft. Vielleicht aber auch aus Sorge vor einem möglichen Kurs-Sturz nach diesem rasanten Höhenflug. Doch auch Elon Musk könnte eine Teil-Schuld am Abwärtstrend der Tesla-Aktie besitzen. Denn nicht selten twittert Elon Musk über verschiedenste Investments und sorgt dafür gerne mal für kurzfristige Kurssprünge an der Börse. Dies tat er zuletzt nicht nur bei der GameStop- und Etsy-Aktie, sondern sorgte kürzlich für einen starken Aufschwung des Bitcoins. Erst Anfang Februar investierte Tesla 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoins und kündigte an, Bitcoin zukünftig als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Analysten wie Dan Ives befürchteten, dass Anleger der Meinung sein könnten, dass Tesla und Bitcoin „an der Hüfte zusammengewachsen“ sind. Auch der sehr bekannte amerikanische Investor Peter Schiff machte Musk auf Twitter Vorwürfe, Gelder seiner Anteilseigner in Bitcoin investiert zu haben:

Elon Musk war der reichste Mensch der Welt im Januar 2021

Du liest hier nun den ursprünglichen Artikel vom 08. Januar 2021

Lange Zeit schien der erste Platz der Superreichen unantastbar. Denn seit Oktober 2017 besaß der Amazon-Chef Jeff Bezos die Pole-Position der Bloomberg-Liste. Und auch bei Bezos lief das Jahr 2020 nicht wirklich schlecht. Er besitzt ein Vermögen von 187 Milliarden Dollar – satte 72 Milliarden Dollar mehr als noch vor einem Jahr. Doch für den Auto-Pionier Elon Musk lief das Jahr 2020 sogar noch besser – und das, obwohl die Weltwirtschaft in einer Rezession steckt. Wie aus dem aktuellen „Billionaires Report“ von der UBS und PwC hervorgeht, beläuft sich Musk’s Vermögen auf derzeit 188,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 153,7 Milliarden Euro). Grund dafür ist der imposante Kursanstieg der Tesla-Aktie: Allein in den vergangenen 12 Monaten ist sie um 700 Prozent angestiegen. Da Elon Musk 18 Prozent der Anteile von Tesla gehören, sorgt dies nun für den Machtwechsel an der Spitze der Superreichen.

Doch auch dem Rest der besonders Vermögenden geht es nicht schlecht: Während viele Unternehmer durch die Corona-Krise um ihre Existenz bangen, stieg das Vermögen der 2.189 Milliardäre seit April 2020 um rund 28 Prozent auf insgesamt mehr als 10.000 (!) Milliarden. Die 10 Reichsten der Welt besitzen sogar 40 Prozent mehr.

Elon Musk muss sich an seine Rolle als reichster Mensch der Welt offenbar noch etwas gewöhnen. Er findet es selbst „seltsam“ und machte sich daher lieber direkt wieder an die Arbeit…

Rückblick November 2020: Elon Musk überholt Bill Gates

Schon Ende November 2020 gab es den ersten Machtwechsel: Das Vermögen des im Silicon Valley ansässigen Tech-Pionier Elon Musk betrug vor 2 Monaten noch 127,9 Milliarden Dollar (108 Milliarden Euro). Im Laufe des Jahres 2020 hatte es bis November um 100,3 Milliarden Dollar zugelegt. Im November 2020 wuchs Musks Vermögen, dank eines erneuten Kurs-Sprungs der Tesla-Aktie, um 7,2 Milliarden Dollar. Somit überholte Elon Musk laut des Milliardärs-Ranking „Bloomberg Index“ Microsoft-Chef Bill Gates auf der Liste der Superreichen und landete auf Platz 2. Doch Musk und Gates lieferten sich ein Kopf um Kopf rennen um Platz 2. Im November betrug das Gates Vermögen laut Bloomberg 127,7 Milliarden Dollar. Interessanter Fakt: Würde Gates nicht so viel seines Vermögens spenden, wäre ihm der zweite Platz im November noch sicher gewesen.

Stolz kann Musk jedoch auch auf die Tatsache sein, dass Tesla trotz der bisher eher geringen Produktionszahlen und Gewinne, der mit Abstand am höchsten gehandelte Autobauer der Welt ist. Auch in Grünheide bei Berlin baut Elon Musk derzeit die erste Tesla-Fabrik in Deutschland.

Zu beachten bei dieser Meldung zu den drei Superreichen ist jedoch, dass es sich bei Rankings wie dem „Bloomberg Billionärs Index“ oder auch den „Forbes-Listen“ um Schätzwerte handelt. Diese basieren auf öffentlich einsehbaren Informationen wie etwa Aktien, Immobilien, Kunstobjekten sowie anderen Luxusgütern. Daher rankt Elon Musk in der aktuellen Forbes-Liste z.B. weiterhin auf den vierten Platz – mit einem Vermögen von 110,5 Milliarden Dollar.

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Über den Autor

Autorenprofil: Katharina Schell

Katharina Schell

Bereits gut die Hälfte ihrer Lebenszeit ist Katharina als Journalistin aktiv, denn sie startete mit 15 Jahren als freie Journalistin in der Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau. Nach ihrem Abitur 2010 folgte ein sehr praxisnahes Bachelorstudium der Medienwissenschaft an der Universität Siegen. Während des Studiums absolvierte sie Stationen bei Bild.de sowie in Fernsehproduktionen für ARD und ZDF. Danach entschied sie sich 2013 für ein Volontariat bei inside-digital.de und baute in den Jahren danach als Chefredakteurin unter anderem das Magazin von handy.de auf. Seit Dezember 2019 verantwortet sie als Redaktionsleitung und Portalmanagerin die redaktionelle Gestaltung von Gründer.de.

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