Ethereum, IOTA und Co. im Check

Welche Alternativen gibt es zu Bitcoin?

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Mit Bitcoin begannen die Kryptowährungen. Als erste aller virtuellen Coins genießt Bitcoin einen besonderen Ruf und wird von vielen Personen verehrt. Unterstützt wird das durch das Mysterium um den Entwickler, der bis heute nicht mit hundertprozentiger Sicherheit feststeht. Doch schon früh entstanden weitere Kryptowährungen, wie zum Beispiel der Litecoin im Jahre 2011. Mittlerweile vergeht keine Woche, in der nicht mindestens eine neue Kryptowährung ihr Glück versucht – meist mit nur geringem Erfolg.

Dass Kryptowährungen gekommen sind, um zu bleiben, bestreitet fast niemand. Jeder, der sich mit der Finanzwelt ein wenig auskennt, weiß, dass Kryptowährungen das Leben auf dieser Erde langfristig mitbeeinflussen werden – auch aufgrund ihrer Vorteile für Unternehmen. Diskussionen gibt es aber bei der Frage, welche Währung sich durchsetzen wird und welche Währungen in den Abgrund versinken. Selbst bei Bitcoin gib es Rufe, dass die Währung sich nicht ewig halten können wird. Was genau passieren wird, lässt sich selbstverständlich nicht vorhersagen. Deshalb lohnt es sich aber umso mehr, einen Blick auf alternative Kryptowährungen zu werfen. Gerade für Personen, die Bitcoin als Geldanlage verwenden, ist es sinnvoll, sich breiter aufzustellen und zusätzlich in Alternativen zu investieren. Dabei gibt es ein paar sogenannte Altcoins, die aus unterschiedlichen Gründen vielversprechend sind.

Ethereum

Ethereum ist die bekannteste Alternative zu Bitcoin und ging 2015 an den Start. Mit der dazugehörigen Währung Ether hat sich das System auf dem zweiten Platz etablieren können, wenngleich der Abstand zu Bitcoin noch immer sehr groß ist. Wie Bitcoin handelt es sich bei Ethereum um ein dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk, welches auf der Blockchain-Technologie basiert. Die Währung Ether wird unter dem Kürzel ETH gehandelt. Als Alternative zu Bitcoin ist Ethereum vor allem aus zwei Gründen interessant. Zum einen wegen des mittlerweile hohen Wertes und zum anderen, weil das System noch weit mehr Möglichkeiten bietet, als nur die Funktion, anonym und sicher Geld zu transferieren.

Im Mittelpunkt steht bei Ethereum die Möglichkeit, Smart-Contracts zu erstellen. Bei diesen Verträgen handelt es sich um Skripte, die automatisch darin festgeschriebene Aktionen ausführen, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Der Vorteil dieser Verträge ist, dass sie schnell und ohne hohe Kosten ausgeführt werden können. Ein weiterer Vorteil liegt in der schnelleren Transaktionsgeschwindigkeit, die bei Ethereum im Sekundenbereich liegt. Aufgrund der unterschiedlichen Anwendungsgebiete ist Ethereum damit aber nicht unbedingt eine Konkurrenz, sondern könnte sich in Zukunft parallel zu Bitcoin weiterentwickeln.

Yuan Chain Coin

Der 2018 eingeführte Yuan Chain Coin ist in der Welt der Kryptowährungen eine absolute Besonderheit, denn diese virtuelle Währung wird durch die chinesische Regierung unterstützt. Im ersten Moment wirkt das widersprüchlich. Schließlich war der eigentliche Zweck der Kryptowährungen, dass man sich damit unabhängig von Staaten macht. Zudem ist China eher dafür bekannt, Kryptowährungen zu verbieten. Doch die chinesische Regierung hat schon früh die Vorteile einer digitalen Währung erkannt und will sie als Zahlungsmittel einführen. Die Unterstützung der Regierung zielt darauf ab, den Yuan Chain Coin als gängiges Zahlungsmittel zu etablieren. Das führt zum einen zu mehr Stabilität und zum anderen dafür, dass diese Währung ein sehr hohes Potenzial hat – auch weil die meisten anderen Kryptowährungen in China verboten sind.

Wie Ethereum erlaubt auch der Yuan Chain Coin Smart-Contracts und kann somit auch für andere Zwecke verwendet werden, nicht nur als Zahlungsmittel. Der Kauf dieser Coins ist allerdings – zumindest aktuell – noch etwas kompliziert. Denn im Moment ist es nicht möglich, China´s Yuan Coin mit Fiatgeld zu kaufen. Stattdessen ist der Kauf nur über Umwege möglich, zum Beispiel, indem Du Dir vorher Bitcoins kaufst und mit diesen den Yuan Chain Coin erwirbst.

Monero

Das Besondere an dem Altcoin Monero ist, dass hier absolut anonyme Transaktionen möglich sind. Das ist der Grund dafür, dass viele Personen eine positive Zukunft für diese Kryptowährung sehen. Schließlich erlaubt sie das, was viele eigentlich von dem Bitcoin erwartet haben. Die Anonymität und bessere Privatsphäre geht damit einher, dass die Blockchain weniger transparent ist. Dafür ist es möglich, die Identität und den Betrag bei einer Transaktion zu verbergen. Eine maximale Menge der Währung gibt es, anders als bei Bitcoin, nicht. Stattdessen wird sie um eine festgelegte Zahl – 0,3 Monero pro Minute – konstant erweitert. Damit lassen sich auch Coins ausgleichen, die durch das Vergessen oder Verlieren von Passwörtern verloren gehen.

Ein weiterer Vorteil von Monero ist, dass die Währung das effiziente Schürfen auf normaler Hardware ermöglicht. Das Mining ist weniger rechen-, dafür mehr speicherintensiv. Das erlaubt es Nutzern, das Mining auch mit dem eigenen klassischen Computer zu betreiben. Eine spezielle Mining-Hardware, wie sie zum Beispiel beim Bitcoin-Mining zum Einsatz kommt, hat dagegen kaum einen Mehrwert. Das hat zwei Vorteile: Zum einen wird die Nutzergemeinde dadurch gleichgestellt und zum anderen wird die Anhäufung größerer Währungsmengen bei wenigen Akteuren – die Bildung eines Oligopols – vermieden.

IOTA

Eine weitere Alternative zu Bitcoin ist IOTA. Entwickelt wurde diese Kryptowährung speziell für das Internet-of-Things. Durch das rasante Wachstum dieser Branche hat IOTA eine große Chance, an die Spitze der Kryptowährungen zu gelangen. Anders als die meisten Kryptowährungen setzt sie allerdings nicht auf die Blockchain. Stattdessen basiert sie auf dem mathematischen System mit dem Namen Tangle und geht damit einen gänzlich anderen Weg. Anonym ist die digitale Währung allerdings trotzdem. Der Verzicht auf die Blockchain ist notwendig, da bei Tangle das aufwendige Mining nicht notwendig ist. So lassen sich hohe Transaktionskosten, die im Internet-of-Things zu einem Problem werden können, vermeiden.

Um eine Transaktion durchführen zu können, muss ein Teilnehmer stattdessen zwei fremde Transaktionen validieren, wodurch das Mining wegfällt. Hier zeigt sich auch ein ganz klarer Vorteil gegenüber anderen virtuellen Währungen. Je mehr Personen IOTA nutzen, desto schneller können Transaktionen durchgeführt werden. Auch die Zahl der Transaktionen, die pro Zeitraum getätigt werden können, ist in der Theorie unendlich.

Fazit

Bitcoin steht im Mittelpunkt der Kryptowährungen, weil es die erste Währung dieser Art war. Und auch wenn Bitcoin einige Vorteile hat, gibt es mittlerweile viele Alternativen, die dem Pionier – zumindest in manchen Bereichen – überlegen sind. Wenn Du Kryptowährungen nutzen möchtest oder in eine investieren willst, dann kann es sich lohnen, einen Blick auf diese Altcoins zu werfen. Sie alle haben ihre Vor- und Nachteile, die sich je nach Verwendung nutzen lassen.

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