Social Media gilt im Internet Business immer noch als DER Motor der Traffic Generierung und wird natürlich von jedem ehrgeizigen Unternehmer auch angewandt.
Doch mit der Einrichtung eines Profils bei Facebook, Xing und Co. ist es noch lange nicht getan, wenn man diese Medien auch erfolgreich nutzen will.

Es kommt auf die interaktive Kommunikation an und wie sehr man das Expertenwissen bei Problemen einsetzen kann um somit für sich selber werben zu können.

Dass sich dieses Verständnis sowie die Bemühungen je nach Land und inländischer Konkurrenz sehr stark unterscheiden, hat eine repräsentative Analyse von 60.000 Fanpages mit über 2,7 Mio. Fanposts über fast ein Quartal lang gezeigt und lüftet dabei interessante Fakten.

Die Ergebnisse im Überblick:

-Der Großteil aller Facebook Fanpages arbeitet mit Fanposts, denn nur 17% aller Befragten haben diese Funktion ausgeschaltet

-Eine weitere kommunikative Interaktion findet dabei meist nicht statt, da lediglich 28% der Posts kommentiert, geliked oder gelöscht werden. Ganze 72% der Fanposts werden dabei von den Fanpagebetreibern ignoriert.

Eine differenzierte Analyse der Fanpages, welche Fanposts zulassen, führte im Hinblick auf Antwortzeit und Servicelevel zu folgenden Ergebnissen:

Die Antwortzeit:

Wenn auf Posts reagiert wird, dann im Regelfall auch recht zeitnah, das beweisen 71%, welche innerhalb eines Tages auf Fanposts reagieren und 20% davon sogar binnen 2 Stunden.

Ein internationaler Vergleich zeigt, dass die Deutschen mit einer durchschnittlichen Antwortzeit von 12,2 Stunden absolute Spitzenreiter im schnellen Beantworten von Fanposts sind, dicht gefolgt von den Österreichern (12,3), Spaniern (13,1), Amerikanern (13,3) und den Briten (13,4).

Und wie sieht es unter den Deutschen selber aus?

Als absolut vorbildlich im schnellen Beantworten von Fanposts erweist sich die Finanzbranche, welche die Posts im Durchschnitt in 9,5 Stunden beantwortet. Ein Zehntel dieser Branche erledigt diese Aufgabe sogar in einer halben Stunde.

Am längsten lässt sich hierbei die Automobilindustrie Zeit mit durchschnittlich über 15 Stunden Reaktionszeit für einen Post.

Servicelevel:

Beim Servicelevel handelt es sich um einen prozentualen Wert, welcher Auskunft darüber gibt, wie viele Posts in Relation zur Grundgesamtheit auf einer Seite beantwortet werden.

Je höher der Wert ist, umso kommunikativer und bemühter ist der Fanpage-Betreiber also.

Bei allen Seiten, die Posts auf ihrer Seite zulassen, liegt ein durchschnittliches Servicelevel von 25% vor – ein Drittel der Seiteninhaber reagiert also erst gar nicht und verfügt somit über gar kein Servicelevel.

Grenzüberschreitend betrachtet bilden die Spanier mit über 50% die Elite des Servicelevels.

Deutschland hingegen befindet sich hierbei jedoch „nur“ auf Platz 5, bei einem Wert von 25%.

Überraschend aber ist, dass die USA – als Federführer der Social Media Etablierung – abgeschlagen auf dem letzten Platz liegen und lediglich ein Servicelevel von 11% haben.

Konstant bleibt jedoch die inländische Platzierung, bei der die Finanzbranche an erster Stelle mit einem überragenden Wert von 77% steht und somit um ein Mehrfaches besser ist als Musiker/Bands, welche im Durchschnitt nur auf einen Wert von 1% kommen.

Interdependenzen:

Ein abschließender Vergleich hat die Zusammenhänge zwischen der Anzahl der Fanposts und der Antwortzeit deutlich werden lassen.

Zunächst erscheint es sehr logisch, dass „kleine“ Fanpages eine engere Kooperation zu den Fans pflegen und somit immer wieder schnell auf Posts reagieren.

Doch die Realität beweist das Gegenteil!

Desto höher die Postrate auf einer Seite, umso schneller wird auf die Posts reagiert und die Antwortzeit sinkt somit mit steigender Anzahl an Posts.

Wie ist das zu erklären?

Laut des Herausgebers der Analyse ist davon auszugehen, dass ab einem Grenzwert von 50 Posts pro Woche, die Seitenbetreiber sich auf einen Dialog spezialisiert haben oder eben Lerneffekte eingesetzt haben, dass wenn die Fans auf positive Resonanzen stoßen, auch ihre Postbereitschaft enorm zunimmt.

Die Kehrseite dessen ist jedoch, dass der Aufwand immer größer wird und einem oftmals über den Kopf wachsen kann, sodass viele Posts leider unbeantwortet bleiben.

Weitere Daten der Analyse belegen das deutlich und geben auch Ihnen die Chance herauszufinden, wie gut Ihr Service in Wirklichkeit ist.

Finden Sie es heraus!

Mit besten Grüßen,
Fabian Strohdiek
Content Manager Gründer.de

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