Die Expertin im Erfolgskongress-Interview

Renée Moore: Lass‘ Perfektion hinter dir

Dr. Renée Moore ist Positionierungs- und Motivationsexpertin und Top Keynote-Speakerin. Die gebürtige Texanerin promovierte in Neurowissenschaften, baute mit den Jahren millionenschwere Unternehmen in Europa, Asien und Latein Amerika auf und verkaufte diese erfolgreich. Als professionelle Motivationsrednerin begeisterte Renée bereits Zehntausende von Zuhörern in Australien, Taiwan, Japan, Indien, China, Brasilien und vielen anderen Ländern Europas, Lateinamerikas und der USA. Als Speakerin des Erfolgskongress 2021 hat Renée Moore uns im Interview verraten, was Erfolg für sie bedeutet und welche Tipps zu mehr Erfolg führen können.

Renée Moore, was ist für dich Erfolg?

Ich bin überzeugt davon, dass unser Erfolg in unseren eigenen Händen liegt. Wir können alles erreichen, wenn wir bereit sind, etwas dafür zu tun. An das Schnell-reich-werden glaube ich nicht. Was ich glaube ist, dass du ein großes Ziel brauchst, auf das du hinarbeiten kannst. 

Tipp Nummer eins: Träume groß. Ich erlaubte einfach niemandem, mich einzuschränken. Denn ich hatte immer den Gedanken, dass ich ein großartiges Leben führen möchte. Ich wollte etwas erreichen und habe wirklich groß geträumt. Be unstoppable in your goals! Setze dir große Ziele und mache jeden Tag einen kleinen Schritt in diese Richtung. Perfektion musst du hinter dir lassen, das ist der nächste Tipp. 

Wie startete deine persönliche Erfolgsgeschichte?

Wie viele wissen, bin ich ein Bauernmädchen aus Texas. Meine Familie war sehr arm, sodass wir manchmal nicht einmal genug zu essen hatten. Ich trug immer die alten Kleider von meinem Cousin oder andere Second-Hand-Kleidung. Ich erinnere mich, dass ich mit fünf Jahren sagte, dass ich ein anderes Leben führen möchte. Ein anderes als das, was das Schicksal mir gegeben hatte. So entschied ich einfach, mich nicht aufhalten zu lassen und meinen eigenen Weg zu gehen. Dieser Weg bedeutete für mich, die Universität zu besuchen. Doch die ist in den USA sehr teuer. Für einen Bachelorabschluss, zum Beispiel, kannst du mit 200.000 Dollar rechnen. Für uns absolut unbezahlbar. 

Ich wusste also, dass ich ein Stipendium bekommen muss, damit ich studieren und mir ein besseres Leben aufbauen kann. Dafür fing ich mit zwölf Jahren an zu arbeiten. In der sechsten Klasse bin ich um vier Uhr morgens aufgestanden, um ausgiebig zu lernen, da ich nicht die schlauste Schülerin in der Klasse war. Ich musste aber die besten Noten schreiben, da nur die Schulbesten in der zwölften Klasse das beste Stipendium bekommen. Deswegen stand ich in aller Frühe auf und lernte, um die besten Noten zu schreiben. Das habe ich geschafft: Zwischen der sechsten und zwölften Klasse war ich auf dem ersten Platz unter allen Schülern.  

Einer meiner ersten Jobs als 16-Jährige war die Kaltakquise am Telefon. Mit 17 Jahren war ich dadurch schon eine Expertin auf diesem Gebiet. Die erste Hälfte des Tages war ich Schülerin, von 15 bis 21 Uhr habe ich gearbeitet und bin dann um vier Uhr morgens wieder aufgestanden, um zu lernen. 

Was waren deine Höhen und Tiefen?

Ich denke, dass man klug arbeiten muss und dabei alles geben sollte, was nötig ist, um sein Ziel zu erreichen. Mit 27 promovierte ich als Neurobiologin. Ich war das erste Mädchen an der Universität in San Antonio, Texas mit einem Doktortitel in Neurobiologie. Danach arbeitete ich in der Pharmaindustrie als “Deal Closer”. Meine Aufgabe war es, Geschäfte im Wert von mehreren Millionen Euro zum Abschluss zu bringen. Mit 28 Jahren entdeckte ich, was unsere Kunden brauchten, damit sie ein Angebot annehmen. Positionierung spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Im Alter von 32 Jahren hat mich ein Mitbewerber nach Deutschland geholt. So bin ich für diesen Job gemeinsam mit meiner Katze und einigen Koffern von Austin, Texas, nach Solingen, NRW, gezogen. Dieser Job war sehr hart und zunächst eine Katastrophe für mich. Die Firma, die mich abgeworben hatte, besaß keine Niederlassung in Deutschland, sprich, ich habe mich anderthalb Jahre als Ausländerin illegal in Deutschland aufgehalten. Hinzu kam, dass die Arbeit sehr schwer war. 18 Monate später saß ich an meinem Arbeitstisch und habe meinen Puls gemessen. Es war ein Dienstagnachmittag, 13 Uhr, und mein Puls, der normalerweise 62 Herzschläge pro Minute beträgt, war in diesem Moment bei 106 Schlägen pro Minute. Ich hatte so viel Stress, dass ich meinen Job kündigte. 

Ich war nun arbeitslos und lebte als “illegal Alien” in Deutschland, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Was sollte ich jetzt tun? Den Schwanz einziehen und wie ein geprügelter Hund nach Texas zurückgehen? Dort sagen: „Es tut mir leid, es war ein Fehler. Darf ich mein Haus, meinen Job und meinen Mann zurück haben?“ Dafür war ich zu stolz. Das war keine Option. Eine Überlegung war, mir einen Job zu suchen, der weniger gut bezahlt wird. Immerhin hätte ich dann wieder einen Job. Oder aber, ich mache mich selbstständig. 

Was passierte dann?

Ich entschied mich für die letzte Variante, sodass ich mit 35 Jahren meine eigene GmbH in der pharmazeutischen Industrie aufbaute. Ich hatte eine super Idee in einem Nischenmarkt. Es gab in Europa sehr viele kleine Firmen meiner Art, aber ich hatte als Einzige die Idee, eine Firma für klinische Forschung in “Emerging Markets” aufzubauen. Die erste Firma hatte ich in Deutschland, weil ich dieses schöne Land liebe und auch dort bleiben wollte. Danach baute ich eine neue Firma in Indien auf. Es folgten weitere in Argentinien, Chile, Indien, Hongkong, Panama, Mexiko und der Schweiz. Ich habe zwischen meinen 35. und 39. Lebensjahr insgesamt zehn verschiedene Firmen in neun Ländern aufgebaut und mit 40 Jahren für einen guten Preis verkauft. Ich weiß also, wie Big Business geht. Als ich die Firma verkauft hatte, fragte ich mich: „Was mache ich jetzt? Ich kann nicht einfach nur in der Hängematte liegen bis ich 65 Jahre alt werde.“ 

So hatte ich die Idee, mehr für die Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu tun. Ich gründete eine Unternehmerakademie und bot Sprecher-Workshops an, sodass ich meine Geschäftserfahrung zusammen mit meinen Werkzeugen weitergeben konnte. Ich wollte meine eigenen Systeme weitergeben, mit denen ich als Frau in Deutschland so erfolgreich geworden war. Seit meiner Kindheit bin ich es gewöhnt, als Moderatorin auf der Bühne zu stehen – kein Witz. Das erste Mal betrat ich die Bühne im Kindergarten und habe mein Talent dafür entdeckt. Das hat sich weiter durchgesetzt – ich bin bis heute auf den Bühnen unterwegs, war bisher schon in 23 Ländern und halte seit 17 Jahren professionelle Vorträge als Top-Speakerin. 

Welche Strategien verfolgst du, um langfristig erfolgreich zu sein?

Das Alpha und Omega von Business-Erfolg ist die Positionierung. Wir müssen unsere Glaubwürdigkeit aufbauen und Ergebnisse zeigen. Positionierung ist entscheidend für den Geschäftserfolg. Ich arbeite mit unterschiedlichen Marketing-Strategien, beispielsweise mit Newslettern. 2005 habe ich schon Newsletter an die pharmazeutische Industrie geschickt, bevor andere Leute wussten, was das überhaupt ist. Allerdings sind Newsletter nicht mein Nummer eins Marketing-Werkzeug.

Meine Nummer eins ist seit ewigen Zeiten “Speaking” – und damit auf der Bühne zu sein. Also sprechen, sprechen, sprechen. Die ganze Welt ist eine Bühne. Wichtig zu wissen ist, wie du einen Vortrag so aufbaust, dass du Kunden gewinnst. Ich weiß, wie man einen Vortrag hält und das bringt die Kunden im nächsten Schritt zu mir. Wie gesagt, die komplette Welt ist eine Bühne, ebenso wie ein Kundentreffen, ein Webinar, ein Vortrag und auch ein Interview. So bringe ich die Kunden Schritt für Schritt in Kontakt mit mir. Dann pflege ich diese Beziehungen und bringe die Kunden dazu, mit mir zusammenzuarbeiten. 

Wie hilfst du Anderen erfolgreich zu werden?

Ich habe einen 10-teiligen Online-Video-Kurs, eine CD als digitales und eine Unternehmerakademie als Online-Produkt. Ich biete Präsenzseminare und Workshops zum Thema Positionierung, Speaking und Vertrieb an, die es auch als digitales Produkt online gibt.

Es gibt Leute, die Präsenzseminare lieben und vor Ort dabei sein wollen und es gibt Leute, die lieber zuhause für sich allein, in ihrem eigenen Tempo das Online-Produkt durcharbeiten wollen. Sie möchten ihren eigenen Rhythmus bestimmen. Somit gibt es für mich zwei spezifische Zielgruppen für meine Produkte. Hier ist es sehr wichtig beide Gruppen zu bedienen, denn die Zukunft liegt in beiden Gruppen und nicht nur bei der digitalen.

Wichtig ist auch, dass du deine Umgebung wahrnimmst. Umgib’ dich mit Leuten, die dich unterstützen. Das ist ein großer Fehler, den die Menschen machen. Wir haben viele Leute in unserer Umgebung, die neidisch sind und uns deswegen nicht unterstützen. Wir müssen in unserer Umgebung Menschen haben, die uns lieben, unterstützen und zu besseren Menschen machen. 

Gibt es einen Unterschied zwischen privatem und beruflichem Erfolg? Oder geht beides Hand in Hand?

Für mich ist alles eins und es gibt keinen Unterschied zwischen privatem und beruflichem Erfolg: beides geht beides Hand in Hand.

Was sind die ultimativen Erfolgstipps einer Renée Moore?

Entdecke zuallererst das, was dich so einzigartig macht. Deine Einzigartigkeit ist sehr wichtig und diese musst du in deine Positionierung mit einbringen. Wir brauchen eine Positionierung im Expertenstatus. Dein Expertenstatus und deine Glaubwürdigkeit haben mit deiner Einzigartigkeit zu tun. Entdecke also, was dich so einzigartig macht und drehe die Lautstärke hoch. 

Lasse das Thema Perfektionismus hinter dir. Setze dir große Ziele und schreite mit “Imperfect Action” in Richtung deiner Ziele. Du bist wunderbar, du bist wertvoll, dein Traum ist wertvoll. Mache einfach dein Ding. Was ist deine Botschaft an die Welt? 

Benutze Online-Marketing und Social Media und nutze jede Bühne, um deine Botschaft zu verbreiten und an dein Publikum zu adressieren. Jeder von uns hat etwas, das ihn einzigartig macht. Wenn du nicht weißt, was das ist oder du nicht weißt, wie du das in dein Geschäft einbringen kannst, finde einen Experten, der dir dabei hilft. Mut zu haben, ist ein wichtiges Thema. Mut zu haben, sein eigenes Ding zu machen. 

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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