Erziehe Deinen Chef

Das Verhalten deines Chefs lässt teilweise zu wünschen übrig und die Stimmung im Unternehmen leidet darunter? Der Chef hält sich an keinerlei vorab getroffene Absprachen oder er kontrolliert jeden deiner Arbeitsschritte? Ein Verhalten, das auf Dauer ziemlich demotivierend sein kann und dich und deine Kollegen „herunterziehen“ kann. Kein Problem: Mit den nachfolgenden 5 Tipps zeigen wir dir, wie du deinen Chef ein Stück weit „umerziehen“ kannst. Erst einmal möchten wir die den Begriff, der mit dieser „Erziehung“ einhergeht, näher erläutern.

„Cheffing – die Führung von unten“

Als „Cheffing“ wird die so genannte Führung von unten, also von den Personen, die dem Chef unterstellt sind, bezeichnet. Dabei beinhaltet das Cheffing den Versuch, den Vorgesetzten auf gewisse Weise zu beeinflussen und sein Verhalten in deine Richtung zu lenken. Allerdings solltest du berücksichtigen, dass es kaum einen Job gibt, der perfekt ist. Deshalb nehme gewisse Dinge nicht persönlich, lerne im gewissen Maße damit umzugehen. Generell solltest du erst einmal reflektieren, ob deine Unzufriedenheit ein Handeln nach sich zieht oder ein „Herunterschlucken“ die bessere Wahl ist.

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# 1: Werde aktiv und ändere deine Arbeitsbedingungen

Beantworte dir anfangs die Fragen, was dich an deinem Job am meisten stört, beziehungsweise, was du vermisst. Statt sich bei den Kollegen oder Freunden über diese unschönen Arbeitsbedingungen auszulassen, werde aktiv. Setze dich für die Dinge und Bedingungen ein, die für dich und dein produktives Arbeiten wichtig sind. Im ersten Schritt solltest du die Abarbeitung der Hauptkriterien angehen, die kleineren Baustellen kannst du auch noch später angehen.

# 2: Erinnere deinen Chef an Termine

Gerade wenn dein Chef in Bezug auf die Termineinhaltung sehr chaotisch ist, kannst du etwas unternehmen. Abgesprochene Termine, die nicht eingehalten werden – und das nicht nur intern, sondern auch beim Kunden, wirft ein schlechtes Bild auf das gesamte Unternehmen. In diesem Fall kannst du deinen Chef bei der Einhaltung der Termine unterstützen. Allerdings solltest du dabei darauf achten, dass du dich nicht selbst zum persönlichen Assistenten machst und dein Chef sich zukünftig auf dich verlässt. Kleine Erinnerungen mit dem Wortlaut: „Findet der Termin morgen früh mit dem Kunden statt?“ kann dem Chef immer wieder mal auf die Sprünge helfen. Oder vergisst der Chef, die versprochenen Unterlagen dem Kunden zuzuschicken? Du kannst ihn entweder daran erinnern oder dich anbieten, diese Aufgabe zu übernehmen.

# 3: Verhindere, dass dein Chef sinnlose Aufgabe verteilt

Nicht jeder Chef hat den Überblick, womit sich sein Team tagtäglich beschäftigt und welche Aufgaben wie lange dauern, bis sie abgearbeitet sind. Und so kann es vorkommen, dass der Chef in seiner Unwissenheit vollkommen sinnfreie Aufgaben verteilt. Klar, dass du ihn nicht darauf hinweisen kannst, dass seine erteilte Aufgabe nicht gerade sinnvoll ist. Allerdings kannst du deinem Chef deine Aufgabenliste zeigen und ihn fragen, welche dieser Aufgaben du nach hinten schieben oder sogar gänzlich streichen sollst. Es kann tatsächlich sein, dass dein Chef seine Aufgabe fallen lässt und du dich weiterhin auf die wesentlichen und wichtigen Aufgaben konzentrieren kannst. Wenn diese Strategie nichts bringt, könntest du deinen Chef fragen, wie viel Zeit du für seine Aufgabe aufbringen sollst. Eventuell kannst du ihm die Frage stellen, welchen Sinn und Zweck diese Aufgabe für dein Team, beziehungsweise das Unternehmen hat. Unter Umständen kann dies dazu führen, dass dein Chef seine Aufgabe in Frage stellt und den Sinn reflektieren lässt. Klappt dies ebenfalls nicht, kannst du aber von dir behaupten, alles Mögliche getan zu haben, um den Chef von dieser Aufgabe abbringen zu können.

# 4: Mit den eigenen Waffen schlagen

Nach einer gewissen Zeit im Unternehmen, weiß man, wie der Chef tickt. Du weißt, welche Strategien für ihn wichtig sind, welches Ziel er mit dem Unternehmen verfolgt. Betont der Chef zum Beispiel, dass ihm ein offenes und ehrliches Feedback jederzeit wichtig ist, dann kannst du ihn mit dieser Waffe schlagen. Dein Gespräch, in dem du ihm dein Feedback mitteilen möchtest, kannst du genau so beginnen. Schließlich ist es genau das, was er stets betont und in dem Falle wäre ein Ausweichen von seiner Seite ein „Vergehen“ gegen seine Aussagen. Allerdings solltest du darauf achten, dass der Rahmen des Gesprächs passt – ein Gespräch zwischen Tür und Angel eignet sich in der Regel nicht. Der Hinweis, dass du etwas hast, was du mit dem Chef gerne besprechen würdest und wie lange es ungefähr dauert, ist ein guter Gesprächseinstieg. Das ideale Ziel deines Gesprächs mit dem Chef ist, dass ihr zu konkreten Absprachen und Aussagen kommt. Denn darauf kannst du dich eventuell berufen. Das Ganze schriftlich zu fixieren, ist in manchen Fällen eine gute Möglichkeit, um spätere Differenzen zu vermeiden.

# 5: Kläre deine Situation zeitnah

In vielen Unternehmen stehen zum Jahresende die Jahresgespräche zwischen Chef und den Mitarbeitern an. Allerdings solltest du keinesfalls mit deiner Kritik warten, bis dieses Gespräch auf dem Terminkalender steht. Dadurch kann sich dein Unmut aufstauen und das Gespräch kann unter Umständen in die falsche Richtung gehen. Sinnvoller ist es, die Kritikpunkte gegenüber deinem Chef zeitnah anzusprechen. Allerdings ist es in manchen Situationen besser, erst einmal eine Nacht über die Situation zu schlafen, bevor man das direkte Gespräch mit dem Chef sucht. In dem Gespräch darauf hinzuweisen, dass dir die Arbeit im Unternehmen Spaß macht, kommt zwar dem „Süßholz-raspeln“ ziemlich nah, kann allerdings die Wertschätzung gegenüber deinem Chef und dem Unternehmen zeigen.

Fazit:

Mit diesen fünf Punkten kannst du „indirekt“ deinen Chef etwas erziehen und dir deinen Job und Arbeitsalltag etwas angenehmer gestalten. Natürlich gibt es auch die andere Kategorie der Chefs, nämlich die, die ihre Mitarbeiter inspirieren.

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