Erfolgreiches Start Up Gründen

Gründen ist furchtbar einfach – zumindest in der Theorie. Du hast eine gute Idee, entwickelst einen Business-Plan, und schon kann das Geld verdienen losgehen. In der Praxis sieht es dann aber ganz anders aus: Was einfach schien, wird immer komplexer, bis du schließlich nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht.
Viele Start-ups machen den Fehler, sich schon ganz zu Beginn nicht auf das Wesentliche zu konzentrieren, sondern sich in aktuellen Trends zu verzetteln. Am Ende bieten sie vieles ein bisschen an, aber nichts richtig.
Damit du diesen Fehler nicht machst, gilt deshalb eine einfache Regel: Streiche restlos alles, was nicht dein Kernangebot ist.

Das steckt hinter dem KISS-Prinzip

KISS ist die eingängige Abkürzung für „Keep it simple, stupid“, zu Deutsch in etwa „Halte es einfach, Dummkopf“. Und es greift ein häufiges Problem auf, in das wir uns alle immer wieder stürzen: Je größer eine Herausforderung ist, desto komplizierter wird unser Lösungsansatz. Und genau deshalb funktionieren diese Lösungen nie.
Das Prinzip mit dem einschlägigen Namen sagt also aus, dass du für eine Herausforderung eine möglichst einfache Lösung suchen sollst. Denn nur, wenn du durch nichts abgelenkt wirst, kannst du dich mit ganzer Kraft darauf konzentrieren, eine Herausforderung zu meistern.

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Weshalb komplex nicht gut ist

Wie sieht dein Elevator Pitch aus? Zählst du auf die Frage hin, was genau du machen willst, eine ganze Reihe von Dingen auf? „Ich starte ein Marketing-Unternehmen, kümmere mich um Werbekampagnen, versorge die Social-Media-Präsenzen meiner Kunden, programmiere Apps, coache die Mitarbeiter und helfe meinen Kunden bei ihrer Website-Gestaltung“?
Diese Aufzählung hat zwar die Länge eines guten Elevator Pitches, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon wieder auf. Denn mit diesem Plan wirst du kein erfolgreiches Start-up gründen, sondern dich verzetteln und letztendlich scheitern. Je mehr verschiedene Aufgaben du übernehmen willst, desto oberflächlicher wirst du jede einzelne davon angehen. Und mit Oberflächlichkeit lässt sich kein erfolgreiches Unternehmen gründen.

Überschätze nicht deine Kapazitäten

Ein Start-up zu gründen, ist keine Kleinigkeit, sondern muss sorgfältig geplant werden. Die ersten Monate und manchmal Jahre kosten viel Zeit und Energie. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Gründer 60 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten, um ihr Start-up zum Laufen zu kriegen.
Das ist natürlich keine Dauerlösung. Ohne Pausen zum Regenerieren rennst du mit einer permanenten Überlastung geradewegs auf einen Burnout zu. Dein mittel- und langfristiges Ziel ist es also, ein gut laufendes Unternehmen aufzubauen, das dich nicht auszehrt.
Beflügelt von der ersten Idee machen aber viele Gründer den Fehler, sich zu viele Aufgaben zu suchen. Gerade am Anfang ist man noch voller Motivation und merkt gar nicht, wie viel Kraft es kostet, alles auf einmal zu erledigen. Welcher Belastung sie sich damit aussetzen, merken sie oft erst zu spät.

Du musst nicht alles können!

Aber verschenkst du nicht zu viele Aufträge, wenn du dich so stark einschränkst? Schließlich brauchst du Kunden für dein Start-up. Und je mehr du anbietest, desto mehr Kunden sprichst du an.
Dieser Gedankengang ist so nachvollziehbar wie falsch. Denn je mehr du abdecken willst, desto unspezifischer wirst du. Du hast weder die Kapazitäten, für jedes einzelne Angebot eine gründliche Strategie zu entwickeln, noch kannst du dauerhaft den Aufwand leisten, alles zu erledigen. Das wissen auch deine möglichen Kunden und, ebenso wichtig, Banken und Investoren.
Deine Kunden werden skeptisch sein, wenn ein Start-up erscheint und in Anspruch nimmt, alles leisten zu können. Eine solche Komplettlösung klingt immer zu schön, um wahr zu sein – und am Ende wählen deine Kunden andere Unternehmen mit einem realistischeren Angebot.
Banken und Investoren werden deine Gründung nur finanziell unterstützen, wenn du ihnen einen ausgearbeiteten Business-Plan vorlegen kannst. Damit dieser überzeugt, muss er plausibel darlegen, dass du dein Angebot auch tatsächlich leisten kannst. Ein breitgefächertes Angebot ohne solide Strategie dahinter wird kaum überzeugen.

Arbeite mit anderen Experten zusammen

Du hast trotzdem Sorgen, dass du Kunden verlierst, wenn du dich zu sehr einschränkst? Dann finde andere Experten die das Wissen mitbringen, das dir fehlt. So kannst du deinen zukünftigen Kunden vermitteln, dass du ein Profi in deinem Bereich bist, aber durch die Zusammenarbeit mit anderen Experten genau zu ihnen passt.
Diese Transparenz schafft Vertrauen. Denn du vermittelst von Beginn an, dass du genau weißt, wo deine Kompetenzen liegen und dort alles für deine Kunden gibst. Auch zu wissen, was man nicht leisten kann, zeichnet einen Experten aus.

KISS anwenden und erfolgreich sein

In der Theorie ist KISS ziemlich einfach. Du suchst eine Idee aus, welche die Kernkompetenz deines Start-ups ausmachen wird. In diese investierst du deine Energie, und so wird dein Unternehmen erfolgreich.
Aber wie gehst du vor, wenn du vor einem großen Stapel guter Ideen stehst und dich entscheiden musst? In diesem Fall stellst du einen mehrstufigen Plan auf:

  1. Du wählst die Idee, die sich am besten umsetzen lässt und am schnellsten so viele Gewinne generiert, dass dein Unternehmen sich trägt. Diese Idee ist die Kernkompetenz deines Unternehmens. Entwickle dabei von Anfang an einen Arbeitsprozess, der dich effizient arbeiten lässt. Denn wenn das Geschäft läuft, musst du Zeit für weitere Projekte haben.
  2. Wenn dein Unternehmen grundlegend läuft, wählst du die nächste Idee und arbeitest sie aus. Da das Kerngeschäft läuft, kannst du ohne Deadline arbeiten und dann ein fertiges Angebot auf den Markt bringen. Teste, wie viele Kapazitäten dir bleiben, wenn dieses neue Angebot angenommen wird.
  3. Wiederhole diesen Schritt und erweitere so das Portfolio deines Unternehmens Stück für Stück. Finde andere Experten und outsource alles, was du nicht selbst erledigen kannst. Du musst nicht selbst Grafiker sein, wenn du gute Grafiker kennst, die mit dir zusammenarbeiten.

KISS in allen Bereichen

In Punkt 1 wird bereits deutlich, dass es nicht nur um deinen Business-Plan geht. Viel eher sollen alle Bereiche deines Start-up einfach gestaltet sein. Je einfacher ein Arbeitsprozess ist, desto weniger Zeit kostet er. Eine effiziente Arbeitsweise erlaubt dir also, nach und nach mehr Projekte aufzubauen. Bei ein oder zwei Angeboten mag es noch funktionieren, etwas mehr Zeit zu investieren. Aber dann merkst du, dass du dich selbst ausbremst. Implementiere also von Beginn an eine schlichte und effiziente Arbeitsweise, um keine Zeit zu verschwenden.

Fazit: Ganz einfach zum Erfolg

Auch große Herausforderungen – und da gehört eine Gründung zu – brauchen keine komplizierte Lösung. Definiere dein Ziel, und dann streiche alles, was dich davon ablenkt. Statt zu viel auf einmal zu wollen, arbeite das Kernangebot deines Start-ups heraus und überzeuge damit deine Kunden. Das Angebot erweitern kannst du später schließlich immer noch.

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