Jeder kann eine eigene Website erstellen Quelle: REDPIXEL - stock.adobe.com

Eine eigene Website zu erstellen klingt im ersten Moment kompliziert, doch mit der richtigen Vorgehensweise kann das jeder.

Jeder der sein eigenes Unternehmen gründen oder in die Selbstständigkeit starten möchte, braucht einen guten Internetauftritt, damit er auch von Kunden gefunden werden kann. Neben wichtigen Social Media-Plattformen ist vor allem eine eigene Website essentiell wichtig. Daher wollen wir dir in diesem Artikel einige Tipps geben, was du beim Erstellen deiner eigenen Website beachten solltest.

1. Die Art deiner Website auswählen

Zunächst musst du dir darüber bewusst werden, welche Art von Website du gerne haben möchtest. Hier gibt es im groben vier verschiedene Arten, zwischen denen du wählen kannst.

Einfache Homepage

Die einfache Homepage besteht im Großen und Ganzen aus nur einer Seite. Auf dieser einzigen Seite sind alle wichtigen Informationen gebündelt, die du deinen Kunden bzw. deinen Lesern vermitteln möchtest. Beispielsweise steht hier kurz eine Information darüber, wer du bist, was deine angebotenen Leistungen sind und alle wichtigen Kontaktdaten. Zudem sollten hier auch die Datenschutzerklärung und das Impressum nicht fehlen. Hierbei geht es also lediglich darum, deinen Lesern kurz und knapp alle wichtigen Informationen zu vermitteln – ohne große Spielereien.

Einfache Website

Eine einfache Website geht ein Stück über eine einfache Homepage hinaus. Diese besteht nicht nur aus einer einzelnen Seite, sondern gliedert sich nochmal in verschiedene Unterseiten. Diese Art von Website wird eher dazu genutzt, dein Unternehmen oder dich als Person etwas genauer vorzustellen. Beispielsweise könne hier noch Referenzen, Bildergalerien, Kontaktformulare, die Unternehmensgeschichte und Jobangebote mit eingebaut werden. Diese Art von Website kommt vor allem dann ins Spiel, wenn du vor hast, online Kunden zu gewinnen.

Komplexere Website

Die komplexere Website geht noch einen Schritt weiter als die einfache Website. Sie ist an sich größer, besteht somit aus noch mehr Unterseiten und bietet den Besuchern oft viele technisch fortgeschrittenere Funktionen. Das können beispielsweise ein Kommentarsystem, ein Forum, ein Mitgliederbereich, Newsletter-Funktionen oder verschiedene Schnittstellen zu anderen Diensten sein. Somit eignet sich die komplexere Website dann für dich, wenn du online Kunden gewinnen oder mit der Website an sich Geld verdienen willst.

Der Blog

Blogs sind mittlerweile weitaus mehr als nur einfache Seiten, auf denen man seine Gedanken niederschreiben kann. Es handelt sich hier nun auch um komplexere Websites, mit denen sich Produkte verkaufen und Kunden gewinnen lassen. Hier geht es nochmal besonders um die Optik des Blog, da die Besucher schließlich davon überzeugt werden sollen, sich die Inhalte des Blogs durchzulesen. Ein Blog zeichnet sich zudem dafür aus, dass die Inhalte in chronologischer Reihenfolge präsentiert werden.

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2. Das richtige Tool zum Erstellen deiner Website

Wenn du dich nun für eine Variante entschieden hast, solltest du dir nun überlegen, wie du deine Website erstellen möchtest. Hier gibt es im Grunde drei Varianten:

  1. Einen Homepage-Baukasten
  2. Ein Content-Management-System
  3. Selbst programmieren

Homepage-Baukasten

Die einfachste Variante, um sich eine eigene Website zu erstellen, ist mit einem Homepage-Baukasten. hier bekommst du im Grunde ein Paket, in dem alles wichtige, was für die Erstellung einer Website wichtig ist, dabei ist. Sprich, mit einem solchen Baukasten werden Designs, Editor, Hosting, Domain und Support über einen Anbieter verwaltet. Um komplizierte technische Aufgaben kümmert sich ebenfalls der Anbieter selbst. Somit ist der Homepage-Baukasten ideal für Anfänger geeignet, aber eben nicht nur. Je nachdem, was man sich für eine Website wünscht, kann ein solcher Baukasten im Grunde für jeden geeignet sein, der sich eine eigene Website wünscht. Mögliche Anbieter solcher Baukästen sind wix, Jimdo oder Squarespace.

Vorteile

  • Die Website lässt sich leicht bedienen
  • Für Anfänger geeignet
  • Technische Unterstützung durch den Anbieter
  • Keine Software notwendig

Nachteile

  • Funktionen sind eingeschränkt verfügbar
  • Man ist auf den Anbieter angewiesen
  • Komplexere Funktionen sind oft nicht verfügbar

Content-Management-System

Das Content-Management-System ist ein bisschen komplexer, kann aber mit etwas Übung auch für Anfänger geeignet sein. Es ähnelt sehr den Baukasten-Systemen, ist in der Anwendung aber ein wenig komplizierter. Die Optik der Homepage hängt hierbei im Wesentlichen von sogenannten Templates ab, welche die grobe Struktur und den Aufbau der Website vorgeben. Das bekannteste Content-Management-System ist WordPress, aber auch Systeme wie Joomla! und Typo3. WordPress ist im Vergleich zu den anderen beiden aber noch relativ leicht zu handhaben und wird deswegen mit am häufigsten genutzt. Hier wählt man ein bestimmtes Theme aus, installiert dieses und kann dann die Darstellung und das Design selbst anpassen.

Vorteile

  • Das Hosting lässt sich frei wählen
  • Es gibt wenig technische Einschränkungen
  • Durch Plugins lässt sich die eigene Website erweitern
  • Kann auch gut für Blogs verwendet werden

Nachteile

  • Kein umfangreicher Support
  • Möglichkeiten zur Gestaltung an das jeweilige Theme gebunden
  • Für bestimmte Plugins fallen nochmal Kosten an
  • Komplexer als Homepage-Baukasten

Selbst programmieren

Die letzte Möglichkeit ist, sich die eigene Website selbst zu programmieren. Das setzt selbstverständlich voraus, dass man umfangreiche Programmier-Kenntnisse hat. Natürlich kann man sich auch jemanden zur Hilfe holen, der das Programmieren übernimmt – das kostet aber entsprechend Geld. Wer es trotz weniger Kenntnisse probieren will, kann hierfür auf Seiten wie Codeacademy oder SELFHTML starten. Hier findet man zahlreiche Tutorials die einen Stück für Stück in das Thema einführen. Trotzdem kann es gerade am Anfang zu viel Frustration führen, wenn man sich selbst am Programmieren versucht. Dafür hat man die absolute Gestaltungsfreiheit.

Vorteile

  • Unbegrenzte Möglichkeiten was Designs und Funktionen angeht
  • Hosting sehr günstig
  • keine Einschränkungen durch einen Anbieter

Nachteile

  • Sehr komplex
  • Kosten sind schwer einzuschätzen
  • Kein Support verfügbar

3.  Die passende Domain aussuchen

Bei der Domain handelt es sich um die Internet-Adresse, unter der deine Website zu finden sein wird. Eine normale Domain kostet in der Regel zwischen 8 und 15 Euro im Jahr. Hier kommt es aber auf die Endung der Domain an. So ist eine Endung auf .de günstiger als .com.

Bei einem Baukasten-System stehen einem zudem Subdomains zur Verfügung, die dann über den jeweiligen Anbieter laufen.

Für eine private Homepage kann das schon völlig ausreichen. Möchte man die Website allerdings für geschäftliche Zwecke nutzen, kann das schnell unprofessionell wirken. Hier empfiehlt es sich, bei den Baukasten-Systemen zu einem kostenpflichtigen Tarif zu greifen, bei dem sich der Zusatz des Anbieters ausschalten lässt.

4. Die Gestaltung der eigenen Website planen

Da nun alle Formalitäten erledigt sind, nähern wir uns nun der Umsetzungsphase. Hierbei kann es sich empfehlen, sich zunächst ein Konzept für die Website zu überlegen. So kann genau festgelegt werden, welche Bereiche für die Website wichtig sind, was die Kunden über einen erfahren sollen und wie das ganze optisch aussehen soll. Für die Planung der Website kannst du folgendermaßen vorgehen:

  • Schaue dir andere Webseiten an und überlege dir, welche dir gut gefallen und was du von diesen übernehmen möchtest.
  • Schreibe dir alles auf, was du gerne auf deiner Webseite haben möchtest und wofür diese Funktionen wichtig sind.
  • Erstelle eine Liste, welche Seiten deine Website haben soll. Hier ist es wirklich wichtig, dass du dir jede einzelne Seite aufschreibst, da sehr viele Seiten zusammen kommen können. Und diese wirst du dir nur schwer merken können.
  • Wenn du Wert auf die Suchmaschinenoptimierung legen willst, solltest du dir zu jeder der Seiten ein passenden Keyword überlegen, auch welches du die Seite optimieren kannst.

5. Auf in die Umsetzung

Da du nun alles wichtige geplant hast, kannst du nun in die Umsetzung starten. Hier solltest du alle Dinge, die bei der Erstellung wichtig sind, nach und nach abarbeiten, um auch keinen wichtigen Schritt zu vergessen. Folgende Punkte sollte der Erstellungsprozess enthalten:

  1. Alle Ideen in einer Mindmap sortieren und überlegen, welche Inhalte du für deine Website brauchst.
  2. Wähle das für dich und dein Projekt passende Tool.
  3. Erstelle Texte und Bilder für alle Seiten.
  4. SEO-optimiere deine Inhalte, wenn gewünscht.
  5. Bringe deine Webseite an den Start und schalte am besten Werbung, wenn du mit dieser Reichweite generieren willst.

Fazit

Eine Website zu erstellen kostet immer sehr viel Arbeit – egal mit welchem Tool man dieses Projekt angeht. Es kostet immer viel Planungs- und Vorbereitungszeit, um sich am Ende sicher zu sein, welche Art von Webseite man haben möchte. Man sollte sich also von dem Gedanken verabschieden, eine Website „mal eben schnell“ erstellen zu wollen. Wer eine professionelle Website haben möchte, muss Zeit in diese investieren. Wenn du das jedoch beachtest und dich mit dem Erstellen der Website intensiv beschäftigst, kannst auch du mit einfachen Mitteln deine eigene Website erstellen.

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