E-Scooter-Startup erweitert seine Flotte.Quelle: Tier.de

Das Berliner E-Scooter-Startup Tier erweitert sein Angebot um 5.000 E-Mopeds.

Das Berliner E-Scooter-Startup Tier kaufte kürzlich die Flotte an E-Mopeds von Bosch-Tochter Coup auf und und erweitert damit sein Angebot. Neben E-Scootern sollen künftig auch E-Mopeds den Auto-Verkehr in Deutschland entlasten. 5.000 neue Fahrzeuge stehen nun einsatzbereit.

Für das Mobility-Startup Tier ist der Zukauf der 5.000 E-Mopeds von Coup eine große Chance sich im hart umkämpften E-Mobility-Markt weiter zu etablieren. Mit dem Kauf der gesamten Moped-Flotte von Coup möchte das Berliner E-Scooter-Startup sein Angebot ausweiten und setzt auf seine Expertise. „Wir haben wertvolle Erfahrungen bei den E-Scootern gesammelt und könnten diese nun auch im Bereich der E-Mopeds effektiv einsetzen“, erläuterte Tier-Chef und -Mitgründer Lawrence Leuschner. Ab Mai 2020 sollen die E-Mopeds in Berlin eingesetzt werden und danach in weiteren Städten Deutschlands. Bisher sind die E-Roller des Startups in mehr als 50 Städten vertreten und die Voraussetzungen für die Integration dieser in die Tier-App sollen demnächst technisch geschaffen werden. Mit der zusätzlichen Flotte an E-Mopeds möchte das junge Unternehmen seinen Kunden jetzt auch weitere Strecken ermöglichen, da die E-Roller lediglich für Kurzstrecken geeignet sind. Wie viel der Kaufpreis der Fahrzeuge betrug, ist bisher nicht bekannt.

Bosch gibt den Markt auf

Coup, als 100-prozentige Tochterfirma von Bosch, hatte zuvor keine Erfolge auf dem E-Mobility-Markt verzeichnen können. Die E-Mopeds stationierte das Unternehmen vor allem in den Städten Berlin, Madrid und Paris, doch Ende letzten Jahres zog sich Coup komplett vom Markt zurück. Bosch begründete seine Entscheidung damit, dass eine langfristige wirtschaftliche Fortführung unmöglich sei, da Coup die finanziellen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Zudem hatten Beobachter grundlegende Fehler im Betrieb des Startups ausmachen können, dass von Bosch 2016 gegründet wurde.

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Große Konkurrenz für das E-Scooter-Startup

Dies will Tier nun besser machen, doch leicht wird es nicht. Denn der Markt bietet zwar Potenzial, ist aber hart umkämpft. Allein in der Hauptstadt gibt es mit dem Unternehmen „Emmy“ einen großen Konkurrenten im Bereich E-Mopeds. Von den bekannten roten Fahrzeugen sind bereits 2.000 in Berlin, Hamburg, München sowie Wien unterwegs und bieten sogar Platz für zwei Personen. Ebenso kündigte der Berliner Elektroroller-Anbieter Unu an, seine Fahrzeuge als Sharing-Modell zur Verfügung zu stellen. Tier-Chef Leuschner bleibt jedoch optimistisch. Das E-Scooter-Startup sieht in der breiten Kundenbasis und durch Synergien bei der Ladelogistik eine optimale Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb.

Studie: Carsharing ist eine schwierige Branche für Startups

Quelle: ntv.de

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