E-Mail Marketing 2.0

Um erfolgreiches Marketing zu betreiben ist es wichtig, alle zur Verfügung stehenden Kanäle zu nutzen und sinnvoll zu bespielen. Dazu gehört auch das Online Marketing – die wohl gefragteste Disziplin der heutigen Zeit. Bedenkt man, wie viel Zeit potentielle Käufer sich im Netz bewegen, wird es schnell verständlich, warum es so lukrativ sein kann. Doch genau darin liegt das Problem: User werden heutzutage mit Online Werbung überflutet. Aus dieser Masse erfolgreich hervorzustechen wird für Brands und Unternehmen also immer schwieriger. Eine Teildisziplin des Online Marketings profitiert aber derzeit genau von diesem Dilemma. Das schon totgesagte E-Mail-Marketing erfreut sich in den letzten Jahren immer mehr Beliebtheit und Unternehmen setzen verstärkt darauf. Doch warum? Was macht Newsletter plötzlich wieder so attraktiv? Was für Vorteile kannst du aus Mailing Kampagnen ziehen und worauf musst du achten, um mit Newsletter langfristig erfolgreich zu sein?

Was ist E-Mail-Marketing überhaupt?

Unter E-Mail-Marketing versteht man den direkten und im Idealfall individualisierten, elektronischen Versand von Inhalten. Diese Inhalte können dabei unterschiedlich sein. Von Werbung im klassischen Sinne bis hin zu Content oder News zum Unternehmen. Neben der werblichen Nutzung werden Mailings auch gerne zur Datenerhebung genutzt und sind ein beliebtes Mittel in der Marktforschung. Es wird grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten von Newsletter-Kommunikation unterschieden. Zum einen spricht man von einer One-to-Many-Kommunikation. Hierbei handelt es sich um den Mail-Versand an eine beliebige Anzahl an Personen durch erkennbare Personalisierung, wie beispielsweise durch eine direkte Ansprache. Diese E-Mails werden häufig als Spam verstanden und von Abonnenten als negativ, in vielen Fällen sogar als störend gewertet. Die Auswirkungen für ein Unternehmen und für eine Marke können verheerend sein. Sogar wirtschaftliche Konsequenzen können damit einhergehen. Die andere Form von Werbe-Mailings nennt man One-to-One-Kommunikation. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um individuell zugeschnittene Newsletter, passend zu den Kontaktdetails und Interessen und wird von Abonnenten gern genutzt. Durch diese Möglichkeiten der persönlichen Ansprache sind Newsletter ein mächtiges Mittel, um Kunden langfristig an eine Marke zu binden. Man lässt Abonnenten an der Entwicklung des Unternehmens teilhaben und gibt ihnen das Gefühl, dazu beigetragen zu haben. Gleichzeitig kann E-Mail-Marketing erheblich zum Image- und Brand- Building eines Unternehmens beitragen, indem sie einfach Transparenz und Vertrauenswürdigkeit suggerieren.

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Die 3 wichtigsten Vorteile von E-Mail-Marketing

Neben den Vorteilen für das Branding und die Kundenbindung, bietet E-Mail-Marketing Unternehmen noch weitere Vorteile, besonders im Vergleich zu anderen Werbemitteln.

Schnell und kosteneffizient

Wenn Kontaktlisten entsprechend angelegt und Kampagnen erstmal geplant sind, geht der Rest fast wie von selbst. Innerhalb kürzester Zeit lassen sich viele potentielle Kunden zu geringen Kosten erreichen. Dadurch, dass es sich bei den Empfängern nur um Personen handelt, die bereits Interesse an deiner Marke und deinen Produkten bekundet haben, sind die Erfolgsaussichten im Vergleich zu anderer Online Werbung weitaus höher.

Personalisierung

Nichts animiert User mehr zu einem Kauf als personalisierte Werbung. Durch den Aufbau einer direkten Beziehung und die Berücksichtigung der Interessen deiner Abonnenten sorgst du dafür, dass deine Mailings höhere Klickraten erzielen können. So werden Streuverluste vermieden. Aus diesem Grund ist es so wichtig, alle dir zur Verfügung gestellten Abonnenten-Daten zu sammeln und zu nutzen. Nur so kannst du deine Kampagnen an deine Zielgruppe anpassen und lernst immer mehr ihre Wünsche zu verstehen und mit deinen Produktvorschlägen direkt zu erfüllen.

Messbarkeit

Wie auch bei anderen Marketingmaßnahmen ist die Erfolgsmessung ein wichtiger Arbeitsschritt in der Nachbereitung einer Kampagne. Das ist auch der Grund warum Unternehmen verstärkt auf zuverlässige Newsletter Tools setzen. Neben der Arbeitserleichterung beim Listenmanagement und der Automatisierung des Mailversands, hilft dir ein E-Mail Marketing Tool dabei, die Interaktionen deiner Abonnenten mit deinem Newsletter zu tracken, um sie anschließend auszuwerten. Diese Auswertung sollte dann in zukünftigen Kampagnen berücksichtigt werden.

Wie du eine erfolgreiche Newsletter Kampagne planst

Frau überrascht

Planung ist im Marketing die halbe Miete – auch bei E-Mail-Marketing Kampagnen. Besonders wer höchstmögliche Erfolge mit seinen Maßnahmen erzielen möchte, ist auf eine lückenlose Strategie angewiesen. Dabei unterscheiden sich die zu treffenden Maßnahmen, je nach Kanal, der bespielt wird. Beim E-Mail-Marketing ist der Versandzyklus ein sehr sensibles Thema, da es keine perfekte Lösung gibt. Dieser Parameter hängt stark von deinen Abonnenten und ihrem Empfinden ab. Zu wenige Mails und sie vergessen deine Brand und bekommen so gar nicht erst die Möglichkeit eine Bindung zu dir einzugehen. Zu viele Mails können aber auch als negativ empfunden werden. Solche Newsletter werden häufig als Spam empfunden und können die Abmelderate in die Höhe treiben.

Um einen erfolgreichen Newsletter zu versenden, musst du bei deiner Feinplanung zentrale Bestandteile deiner Mail mit besonderer Sorgfalt definieren. Ein guter Newsletter verfügt immer über eine gute Betreffzeile. Sie ist das Erste, was der Empfänger liest und sollte somit zum Öffnen der Mail animieren. Sie sollte kurz und prägnant genau das wiedergeben, was deine Abonnenten in deinem Newsletter zu erwarten haben. Ein schlecht gewählter Betreff hat massive Auswirkungen auf die Öffnungsrate eines Mailings und kann diese stark senken. Wenn deine Abonnenten deinen Newsletter aber erstmal geöffnet haben, ist es wichtig direkt ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Diese ist beim Öffnen eines Newsletters immer am höchsten und nimmt im weiteren Leseverlauf immer mehr ab. Aus diesem Grund sollte der erste Satz in deinem Newsletter packen und einen Absprung verhindern. Gleichzeitig sollten alle wichtigen Inhalte im sichtbaren Bereich, Above the Fold, platziert werden. Fokus-Produkte oder Call to Actions müssen dann erreichbar sein, solange der Leser noch mit voller Konzentration in deiner Mail vertieft ist. Im weiteren inhaltlichen Verlauf deines Newsletters solltest du auch immer berücksichtigen, den Content sinnvoll und stringent zu gliedern. Führe deine Leser so durch die Thematik. Gerne platzieren viele E-Mail Marketers noch passende Call to Actions, um so dem Abonnenten Auswahlmöglichkeiten zu geben. Bei der Planung deiner Inhalte solltest du zusätzlich im Hinterkopf behalten von zu komplexen Themen, die zu viel Erklärung bedürfen, Abstand zu nehmen. Teaser solche Topics an und leite deine Abonnenten mit Hilfe eines Links für weitere Informationen auf eine deiner Landingpages. Für Newsletter gilt immer: Keep it short and simple. Kurze Absätze, keine langen Sätze – Inhalte, die man nebenbei überfliegen kann, aber dennoch im Kopf bleiben. Das kommt immer gut an und erhöht im Zweifel nachhaltig deine Klickraten.

Schon beim Aufsetzen einer Kampagne solltest du immer im Hinterkopf behalten, alles sorgfältig und zuverlässig zu tracken. Nur so kannst du abschließend deine Marketing Maßnahmen auswerten und Learnings für zukünftige Kampagnen generieren. Wie auch andere Marketing Kanäle, lebt E-Mail-Marketing durch ständige Optimierung deiner Arbeit. Deine Zielgruppe verändert sich: Entweder durch Neu-Anmeldungen oder bestehende Kunden entdecken neue Interessen oder Vorlieben. Wenn du deine Abonnenten im Blick behältst und ihr Verhalten verstehen lernst, kannst du dich mit ihm gemeinsam weiterentwickeln. Auch das hat großen Einfluss auf die Kundenbindung und kann diese im Idealfall sogar noch festigen. Doch welche KPIs sind überhaupt für Newsletter Marketing relevant? Was sagen sie überhaupt aus und wie kannst du sie dir zu Nutzen machen?

Erfolgsmessung einer Newsletter Kampagne – Worauf du achten musst

Newsletter Marketing

Wenn du Newsletter versendest, um Abonnenten auf deine Webseite zu locken, macht sich der Erfolg in aller erster Linie auf deiner Webseite bemerkbar. Höhere Traffic-Zahlen und Conversion-Rates sind wohl die gefragtesten Ziele einer jeden Werbe-Kampagne. Für E-Mail-Marketers spielen aber noch andere KPIs eine wesentliche Rolle, um den Erfolg ihrer Arbeit in konkreten Zahlen zu messen.

Zustellrate

Die Zustellrate beschreibt, wie viele deiner Mails schlussendlich überhaupt bei deinen Abonnenten gelandet sind. Sie ist somit das Gegenstück zur Bounce Rate. In der Regel sollte die Zustellrate bei Minimum 95% liegen und wird wie folgt berechnet:

(Total Mails – Bounces) : Total Mails = Zustellrate

Oftmals hat man auf die Höhe der Zustellrate aber keinen Zugriff, da sie einzig und allein von der Reputation des genutzten Mailservers abhängt. Davon sind besonders Marketers betroffen, die mit externen Newsletter Tools arbeiten. Umso wichtiger ist es also bei der Wahl des E-Mail-Marketing Tools darauf zu achten, dass dieses einen zertifizierten Mailserver nutzt. Das wohl bekannteste Zertifikat in diesem Bereich ist ein CSA Siegel.

Öffnungsrate (Open Rate)

Hierbei handelt es sich neben der Klickrate um die wohl wichtigste Kennzahl, um den Erfolg oder Misserfolg einer Mail zu messen. Wie der Name schon sagt zeigt sie, wie oft dein Newsletter überhaupt geöffnet wurde. Ähnlich wie auch die Zustellrate, wird diese in Prozent angegeben und wie folgt berechnet:

Geöffnete Mails : Total Mails x 100 = Open Rate

Doch wie werden diese Interaktionen getrackt, um sie messbar zu machen? Hierzu wird ein so genanntes Tracking-Pixel eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine minimalgroße Grafikdatei, die beim Öffnen eines Newsletters runtergeladen wird.

Klickrate (CTR)

Die Klickrate, auch Click-Through-Rate (CTR) genannt, misst prozentual wie häufig die Call-to-Actions in deinem Newsletter tatsächlich geklickt worden sind. Somit sagt dieser KPI viel darüber aus, wie viel Traffic deine Newsletter Kampagne auf deine Webseite gebracht hat. Berechnet wird diese Kennzahl wie folgt:

Klick : Total Mails x 100 = CTR

Um in der Nachbereitung noch bessere Aussagen treffen zu können und Optimierungsansätze zu definieren, tracken gute Newsletter-Tools die CTR für jeden gesetzten Call-to-Action individuell.

Bounce Rate

Wie oft konnte dein Newsletter nicht zugestellt werden und woran liegt das? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Bounce Rate. Sie beschreibt, wie oft deine Newsletter nicht da gelandet sind, wo sie hätten ankommen sollen. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein: Volle E-Mail Postfächer, ungültige E-Mail Adressen oder deine Mail liegt ungelesen im Spam-Ordner. Generell unterteilt man aber in Soft- (temporär) und Hard- (langfristig) Bounces. Gerechnet wird hier wie folgt:

Bounces : Total Mails x 100 = Bounce Rate

Dieser KPI sollte niedrig gehalten werden, da er Rückschlüsse auf die Qualität deines Mailverteilers zulässt. Je besser dieser ist, desto besser sind auch deine Zustellraten. Aus diesem Grund solltest du Bounces immer im Blick behalten und entsprechend handeln. Wie du dich bei Bounces verhältst erfährst du hier.

Alle diese KPIs händisch zu sammeln und nachzuvollziehen ist in der Regel sehr mühsam und zeitintensiv. Auch das ist ein Grund sich ein gutes Newsletter-Tool zu suchen, welches einem diese Arbeit abnimmt. Immer mehr Anbieter bauen ihre Reporting-Oberflächen aus, um sie zukünftig noch mehr angehenden Newsletter-Marketern zugänglich und verständlich zu machen. Wenn auch du den Schritt zum professionellen Newsletter-Marketing hin wagen möchtest, solltest du dir einen Software-Partner suchen, der dich genau bei solchen Arbeiten unterstützt. Die Auswahl ist bereits da und wartet nur darauf, von dir entdeckt zu werden.

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