Dropshipping ist auch in Deutschland eine beliebte Form des E-CommerceQuelle: Pixabay - falco

Auch in Deutschland nutzen viele Händler Dropshipping-Produkte für ihr E-Commerce-Business.

Dropshipping ist im E-Commerce weiterhin ein sehr wichtiges Thema. Richtig eingesetzt kannst du mit Dropshipping ein sehr profitables Business führen, teilweise sogar ohne eigene Produkte oder ein eigenes Lager zu besitzen. Was im ersten Moment vielleicht merkwürdig und unseriös klingt, ist tatsächlich ein weit verbreitetes Geschäftsmodell. Damit auch du davon profitieren kannst, erklären wir dir, was Dropshipping genau ist und wie auch du davon profitieren kannst. 

Was ist Dropshipping?

Dropshipping heißt auf deutsch so viel wie Streckengeschäft und bezeichnet den Distributionsprozess, bei dem ein Händler seine Waren bei einem Großhändler lagert und im Falle einer Kundenbestellung die Waren direkt von da aus zum Kunden versendet. In Deutschland ist Dropshipping häufig auch unter dem Namen Direkthandel bekannt. Die restlichen Prozesse, wie beispielsweise Retouren, landen weiterhin beim Händler. Im Grunde wird dieser Prozess schon seit langer Zeit eingesetzt, beispielsweise mit Massenware wie Baumaterialien, die viel Lagerraum benötigen. Unter dem Namen Dropshipping ist dieses Streckengeschäft, besonders in der Online-Welt, noch recht neu und wird bei Online-Händlern immer beliebter. Hiermit kann man sich jede Menge Arbeit und Kosten sparen, indem man einen Teil des Verkaufsprozesses auslagert.

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Wer ist beim Dropshipping-Prozess beteiligt?

Insgesamt sind drei Parteien an dem Dropshipping-Prozess beteiligt: Der Verkäufer, der Großhändler und natürlich der Kunde. Der Verkäufer ist derjenige, der die Produkte in seinem Online-Shop anbietet und verwaltet. Er kümmert sich hauptsächlich darum, Kunden für sich zu gewinnen und die Produkte zu verkaufen. Sobald er eine Bestellung von einem Kunden bekommt, tritt er mit dem Großhändler in Kontakt und schickt ihm alle wichtigen Details zur Bestellung, wie Adresse des Kunden und das bestellte Produkt. Die Differenz zwischen dem Betrag, den er dem Großhändler für das Produkt schuldet und dem Betrag, den er dem Kunden in Rechnung stellt, stellt hier seinen Gewinn dar.

Der Großhändler nimmt also die Bestellung entgegen, verpackt das bestellte Produkt und schickt es dann weiter an den Endkunden. Er erledigt dafür alle Formalitäten, die für den Versand, den Zoll und für den Vertrieb anfallen. Der Kunde erhält dann sein bestelltes Produkt. Für ihn ist nicht erkennbar, ob das Produkt direkt vom Händler kommt oder ob es über den Weg des Dropshippings durch einen Großhändler den Weg zu ihm gefunden hat.

Der Kunde bestellt und bezahlt also ein Produkt beim Online-Händler. Sobald das geschehen ist, kauft der Online-Händler im Grunde das Produkt beim Großhändler ein, welcher sich dann um den restlichen Versand kümmert. Somit werden die Logistik und der Verkauf zwischen den beiden Parteien aufgeteilt.

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Die Vorteile des Dropshippings

Es gibt zahlreiche Vorteile die das Dropshipping mit sich bringt. Besonders für Unternehmer die gerade erst mit ihrem E-Commerce-Business starten. Für diese ist ein entscheidender Faktor, dass sie ein geringes Startkapital benötigen, um mit ihrem Shop starten zu können. Zudem müssen die Produkte nicht erst zu dem Online-Händler geschickt und nochmal irgendwo in großen Mengen gelagert werden. Darüber hinaus muss der Händler die Produkte erst zahlen, wenn vom Kunden tatsächlich ein Produkt gekauft wurde. So muss der Händler nicht im Voraus viel Geld investieren, um eine bestimmte Menge an Produkten zu bestellen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Online-Händler ein breites Produktsortiment aufbauen und dies jederzeit variieren kann. Somit ist ein schnelles Wachstum möglich und es können auch Produkte aus dem Ausland verkauft werden. Natürlich hat auch der Großhändler bzw. Hersteller deutliche Vorteile vom Dropshipping, da er seine Bestellreichweite ohne großen Aufwand deutlich erhöhen kann. Kurz gesagt: Als Online-Händler kannst du mit Dropshipping Kosten für Personal und Lagerung der Produkte sparen und somit sehr gut ins E-Commerce-Business einsteigen.

Die Nachteile des Dropshippings

So wie es einige Vorteile gibt, die das Dropshipping bietet, dürfen auch die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden. Ganz so einfach wie das Dropshipping klingt, ist es in den meisten Fällen dann doch nicht. Schließlich hast du damit trotzdem einen eigenen Handel, um den du dich kümmern musst. So solltest du dich intensiv mit den Themen Datenschutz, Widerrufsrecht und Marketing auseinandersetzen. Du musst deine Kunden erreichen, sie von deinem Angebot überzeugen und dich gegen Mitbewerber durchsetzen.

Mit einer der wichtigsten Voraussetzungen, damit dein Handel funktioniert, ist eine gut funktionierende und übersichtliche Webseite. Hier gilt es, diese so aufzubauen, dass der Kunde sich schnell zurechtfindet, einfach bestellen kann und so ein angenehmes Kauferlebnis hat. Zudem darfst du einen der größten Nachteile des Dropshippings nicht unterschätzen: Die Marge. Diese fällt nämlich deutlich geringer aus als bei einem Einzelhändler, der seine Produkte in großen Mengen bei einem Hersteller einkauft. Sein Risiko ist hier zwar höher, jedoch bekommt er durch einen großen Einkauf einen Mengenrabatt, der sich ab einer bestimmten Menge an Produkten ordentlich lohnen kann.

Zudem kann es Probleme seitens der Logistik geben. Dadurch, dass du als Händler die komplette Logistik an einen externen Dienstleiter abgibst, hast du auch nur bis zu einem bestimmten Grad Einfluss auf die Abläufe. So kann es beispielsweise länger dauern, bis ein Produkt bei deinem Kunden ankommt. Zudem kann es immer mal wieder zu Lieferschwierigkeiten und Problemen mit der Verfügbarkeit kommen, die auf dich zurückfallen. Auch kannst du nicht immer beeinflussen, wie die Produkte verschickt werden und wie diese verpackt sind. Daher ist es wichtig, sich einen zuverlässigen Anbieter zu suchen, auf den du dich verlassen kannst.

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Das richtige Produkt für dein Dropshipping-Business

Trend-Produkte für deinen Online-Shop

Bevor du mit deinem Dropshipping-Business starten kannst, musst du dich natürlich für ein Produkt entscheiden, welches du in deinem Online-Shop anbieten kannst. Eine Möglichkeit, ein passendes Produkt zu finden ist, auf aktuelle Trends aufzuspringen. Hier ist es wichtig, dass du einer der ersten bist, die den Trend erkennen und die entsprechenden Produkte anbietest. Je schneller du beim Erkennen dieser Trends bist, umso mehr Geld kannst du damit verdienen. Das Ganze setzt natürlich voraus, dass du eben der erste bist, der den Trend erkennt. Hilfreich ist es hierfür immer, sich intensiv mit den neusten Trends aus anderen Ländern, hauptsächlich den USA, zu beschäftigen. Denn meistens starten die Trends dort und schwappen irgendwann zu uns nach Deutschland rüber, wovon du mit deinem Dropshipping-Business profitieren kannst.

Vorteile deines Geschäftsmodells nutzen

Ebenfalls kannst du bei der Wahl deiner Dropshipping-Produkte auf die Vorteile zurückgreifen, die du im Gegensatz zu einem „normalen“ Shop in Deutschland hast. Für normale Online-Shops stellt es ein großes Risiko dar, kostspielige Produkte anzubieten. Schließlich muss der Verkäufer diese im Vorhinein einkaufen und so eine Menge Geld investieren. Wenn sich diese dann nicht verkaufen, bleibt er auf den Produkten sitzen. Dieses Problem hast du als Dropshipping Händler nicht. Du kaufst das Produkt erst beim Händler ein, wenn ein Kunde das Produkt bereits gekauft und du das Geld erhalten hast. Somit gehst du im Grunde kein Risiko ein.

Gleiches gilt für den Verkauf von besonders großen oder schweren Produkten, die aufwendig zu lagern und zu verkaufen sind. Hier bezahlt ein normaler Händler eine gute Stange Geld, um die Ware ins Lager geschickt zu bekommen, um die Lagerkosten zu decken und um das Produkt an den Endkunden zu schicken. Du als Dropshipping-Händler bezahlst hingegen nur einmal den Versand vom Lieferanten zum Endkunden und kommst damit um einiges günstiger weg.

Auch Produkte in Nischenmärkten eignen sich ideal für das Dropshipping. Auch hier gehen normale Händler ein Risiko ein, wenn sie sich für den Verkauf von Produkten aus Nischenmärkten entscheiden. Schließlich wissen sie nie, ob sie die ganze Ware wirklich verkauft bekommen und können so auf den Produkten sitzen bleiben. Das Problem stellt sich die als Dropshipping-Händler ebenfalls nicht. Zudem haben Nischenprodukte den Vorteil, dass sie meist wenig Konkurrenz haben. Wenn du dich also für ein Produkt entscheidest, was in einem Nischenmarkt sehr gefragt ist, kannst du auch gutes Geld mit deinem Dropshipping-Business machen.

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Dropshipping: Den richtigen Anbieter finden

Den richtigen Anbieter zu finden ist einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zum erfolgreichen Dropshipping-Business. Glücklicherweise gibt es mittlerweile eine große Menge an Anbietern in Deutschland, mit denen du dein Dropshipping-Business starten kannst. Hier solltest du dich vielleicht nicht sofort auf einen Anbieter festlegen, sondern dir erstmal ein Produkt zuschicken lassen. So kannst du sicher sein, dass es hält was es verspricht. Hier kannst du auch auf die Erfahrungen anderer Dropshipping-Nutzer zurückgreifen und dich im Internet über verschiedene Anbieter informieren. Mehrere Anbieter für verschiedene Produkte zu nutzen, empfiehlt sich in den meisten Fällen nicht. Dadurch werden meist nur die Versandkosten in die Höhe getrieben und deine Marge fällt geringer aus. Stelle bei der Auswahl deines Dropshipping-Händlers also sicher, dass er zum einen seine Ware aus Deutschland verschickt und zum anderen, dass er genügend Produkte auf Lager hat.

Zusätzlich solltest du noch auf folgende Punkte bei der Wahl des richtigen Dropshipping-Händlers achten:

1. Auf die Bandbreite des Produktkatalogs achten

Es gibt verschiedene Dropshipping-Händler, die sich entweder auf ganz bestimmte Produkte spezialisiert haben oder eine breite Auswahl an Produkte in ihrem Katalog anbieten. Welchen Händler du hier auswählst hängt natürlich davon ab, welche Produkte du in deinem Online-Shop anbieten möchtest. Wenn du allerdings einen Händler auswählst, der einen breiten Produktkatalog anbietet, hat das den Vorteil, dass du dein Unternehmen leichter skalieren kannst. Möchtest du also eine neue Produktpalette anbieten, brauchst du dafür nicht den Händler zu wechseln.

2. Möglichkeiten zur Synchronisierung

Bei der Wahl des passenden Dropshipping-Händler solltest du zudem darauf achten, welche Möglichkeiten zur Synchronisierung dieser anbietet. Schließlich müssen Dinge wie Bestellungen, Lagerbestände und Kataloge ständig auf den gleichen Stand gebracht werden. Hier bieten viele Händler unterschiedliche Möglichkeiten an, teilweise auch welche, die ein gewisses technisches Know-How verlangen, wie beispielsweise API oder CSV.

3. Mehrere Versandoptionen

Suche dir zudem einen Dropshipping-Händler, der mit verschiedenen Transportunternehmen zusammenarbeitet. Somit hast du auch die Möglichkeit, deine Produkte in verschiedene Länder verkaufen zu können. Bedenke aber dann, dass deine Webseite auch in verschiedenen Sprachen abrufbar sein sollte.

4. Zuverlässiger Kundenservice

Im Falle von Rückfragen und Retouren von Kunden, sollte der Händler transparent sein und deinen Kunden gute Konditionen bieten. Zudem ist es immer praktisch, wenn der Kundenservice deines Dropshipping-Händlers mehrsprachig ist, da so Kundenfragen aus verschiedenen Ländern zuverlässig beantwortet werden können, auch wenn er in Deutschland sitzt.

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Baue einen attraktiven Shop auf

Voraussetzung dafür, dass Kunden dein Produkt auch wirklich kaufen, ist, dass dein Shop ansprechend gestaltet und leicht bedienbar sein muss. Schließlich entscheidet der erste Eindruck deines Shops darüber, ob sich die Kunden länger auf deiner Webseite aufhalten und schlussendlich ein Produkt kaufen. Daher sollte dein Shop einen professionellen Eindruck machen und übersichtlich aufgebaut sein. Solltest du dich nicht mit dem Gestalten und Programmieren auskennen, ist es empfehlenswert, dich an einen professionellen Webdesigner zu wenden.

Ansonsten kannst du dir bei bestimmten Anbietern, wie beispielsweise Jimdo oder Strato, ein bereits gut funktionierendes Shopsystem mieten. Hier kannst du zwischen unterschiedlichen Design-Vorlagen wählen und musst dich nicht um das Hosting des Shops kümmern – all das erledigt der Anbieter. Allerdings musst du dafür natürlich eine monatliche Gebühr entrichten.

Hier musst du abwägen, was sich für dich eher rentiert. Allerdings empfiehlt es sich, besonders bei der Erstellung des Shops nicht zu sehr zu sparen. Schließlich ist dieser maßgeblich für den Erfolg deines E-Commerce-Business verantwortlich. In einem separaten Artikel haben wir dir alle Möglichkeiten aufgelistet, mit denen du deinen eigenen Online-Shop erstellen kannst.

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