Wenn die Corona-Krise andauert, könnte es so leer auch bald in der Digitalbranche aussehen.Quelle: victor zastol'skiy - stock.adobe.com

Auch in der Digitalbranche macht sich langsam ein ungutes Gefühl breit.

Unter der Corona-Krise leidet die Wirtschaft enorm. Viele Unternehmen haben hohe Umsatzeinbuße, andere fürchten um ihre Existenz. Große und kleine Firmen und Betrieb sehen sich nun ungeahnten Herausforderungen ausgesetzt. Dass nun auch für digitale Unternehmen schlechtere Zeiten anrücken, hätte keiner so schnell erwartet. Doch auch hier ist die Stimmung gedrückt.

Umsatzeinbußen und Kurzarbeit

Laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) von 202 Digitalexperten aus Mitgliedsunternehmen gehen 98 Prozent davon aus, dass die Krise negative Auswirkungen auf die Jahresumsätze haben wird. Im Durchschnitt rechnet die Digitalbranche mit Umsatzeinbußen in Höhe von 32 Prozent. Darüber hinaus hat jedes dritte Unternehmen Kurzarbeit beantragt oder plant dies noch. 21 Prozent der Befragten geht sogar davon aus, dass es noch während der Corona-Krise zu Entlassungen kommen wird. Doch dem gegenüber gaben 65 Prozent der Unternehmen an, dass die Digitalbranche gegenüber anderen Wirtschaftszweigen deutlich besser aufgestellt aus der Krise hervorgehen wird.

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Digitalbranche grundsätzlich zufrieden mit den Hilfsmitteln

Grundsätzlich sind die meisten der Verbandsmitglieder des BVDWs mit den Hilfsmitteln und Förderprogrammen der Bundesregierung und der Bundesländer zufrieden. Dies ging ebenfalls aus der Befragung hervor. 65 Prozent der Digital-Experten bezeichneten die Maßnahmen als zielführend und hilfreich für ihr Unternehmen. 17 Prozent sagten das genaue Gegenteil. Ebenso gingen direkte Forderungen aus der Umfrage hervor, da sich jedes zweite Unternehmen zusätzliche Steuererleichterungen wünschte. Genauso wurde eine Erhöhung der Soforthilfen und Nachholbedarf beim Antragsverfahren.

Auch BVDW-Präsident Matthias Wahl sieht die Corona-Maßnahmen für die Branche positiv: “Ohne Zweifel hat die Bundesregierung gezeigt, dass sie in einer Krise schnell und konstruktiv agiert und politische Befindlichkeiten dabei hinten anstellt. Bei einer Krise, die quasi keinen Lebens- oder Wirtschaftsbereich unberührt lässt, ist es gelungen, möglichst universelle Maßnahmen schnell auf den Weg zu bringen.”

Weniger weniger gut ergeht es dagegen den kleinen Unternehmen. Auch denen in der Digitalbranche. “Kleine und mittelständische Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern werden bei den Soforthilfen von der Bundesregierung nicht berücksichtigt – Garantien alleine werden in vielen Fällen kaum ausreichen. Während einzelne Länder hier bereits mit einer Ausweitung der Soforthilfen reagiert haben, erwarten wir einheitliche Lösungen auf Bundesebene, um diese Existenzen zu schützen”, sagt Wahl.

Coronavirus bedroht die Existenz europäischer Startups

Quelle: adzine.de

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