Digital Nomaden

Das Wichtigste zuerst: Woher weißt du, ob du überhaupt zu den Digital-Nomaden zählen willst? Nur dann macht es Sinn für dich, die Tipps in diesem Artikel Schritt für Schritt umzusetzen. Denn vielleicht möchtest du an den schönsten Orten der Welt nur Urlaub machen, aber nicht dort arbeiten. Vielleicht würden diese Orte für dich sogar an Charme und Reiz verlieren, weil du sie mit Entspannung assoziierst. 

Es gibt einige Kriterien, die einen eindeutigen Hinweis liefern. Das Thema Digital-Nomaden ist in jedem Fall NICHT für dich geeignet:

  • Wenn deine Maxime im Leben Sicherheit lautet. 
  • Wenn du eine klassische Karriere machen willst und regelmäßige Beförderungen und Gehaltserhöhungen für dich dazugehören.
  • Wenn es dir wichtig ist, ein dickeres Auto als dein Nachbar zu fahren.
  • Wenn du im Job gern die Verantwortung abgibst und es gut findest, dass dein Chef letztlich die Entscheidungen trägt.
  • Es könnte jedoch sein, dass der Weg der Digital-Nomaden für dich sehr gut geeignet ist:
  • Wenn du einen großen Freiheitsdrang verspürst.
  • Wenn dir Selbstverwirklichung wichtiger ist, als die Höhe deines Gehaltsschecks.

Bist du unzufrieden mit deiner beruflichen Situation?

Wenn du jetzt soweit bist, wirklich etwas ändern zu wollen, dann bist du schon weiter als 95% der Bevölkerung, die lieber in der sicheren Unzufriedenheit leben, als ein Risiko einzugehen. Es ist aber wichtig, das du herausfindest, was genau dich an deiner beruflichen und an deiner Lebenssituation unzufrieden macht. Nur dann wirst du den für dich passenden Weg finden können. Es geht dabei nicht zwingend darum, an verschiedenen Orten der Welt arbeiten zu können, auch wenn der Begriff Digital-Nomaden untrennbar mit dem ortsunabhängigen Arbeiten verknüpft ist. Doch in erster Linie geht es darum, dass du einen Weg in deinem Leben finden kannst, mit deiner Arbeit glücklich zu werden, anstatt dein Leben nur zwischen Freitag, 17 Uhr und Monat, 8 Uhr genießen zu können.

Was macht dich glücklich? Und vor allem: Was macht dich glücklich, womit sich auch Geld verdienen lässt? Bist du eher menschenscheu, oder geht dir einfach nur dein Chef auf die Nerven? Koordinierst du gerne die Arbeiten deiner Kollegen, oder willst du doch lieber im stillen Kämmerlein ganz für dich allein werkeln? Alles ist legitim, alles ist erlaubt. Es wird Zeiten geben, in denen wirst du als digitaler Nomade deutlich mehr arbeiten als im Büro, je nachdem, wie du deine berufliche Laufbahn planst. Und dann sollte es sich bei deiner Arbeit um etwas handeln, was du gern tust. Richtig gern.

Bist du also menschenscheu, dann werde nicht Coach, sondern starte lieber ein Online-Business. Wenn du gerne organisierst und koordinierst, bist du vielleicht ein toller digitaler Assistent, und wenn du dich stundenlang allein in einer Aufgabe vergräbst und alle ihre Details akribisch sondierst, solltest du vielleicht Ratgeber oder andere eBooks schreiben. Was auch immer es am Ende ist, hier auf unseren Seiten findest du unzählige Tipps dazu, wie du dir mit einem Business eine perfekte Grundlage für deinen Traum legen kannst. Stöbere unbedingt durch unsere Artikel und befreie zuerst deinen Geist! Was andere schaffen können, das schaffst auch du – davon bin ich absolut überzeugt. 

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Was sind Digital-Nomaden?

Digital Nomaden

Ein Nomade ist eine nicht sesshafte Person. Ein anderes Wort für Digital-Nomaden ist auch: Aussteiger. Wer aussteigt, weigert sich, die ausgetretenen Wege zu gehen, die von Eltern, Lehrern und der Gesellschaft für einen vorgesehen werden. Digital-Nomaden leben vielleicht in einem Bus, oder sie verbringen den Winter in Spanien auf einem Campingplatz oder in einer WG im beliebten Thailand. Häufig reisen sie durch die Welt, sind mal hier, mal da, doch sie befinden sich nicht im Urlaub, sondern haben ihre Arbeit immer dabei. Sie arbeiten in Co-Working-Spaces in Singapur oder aus einer Hängematte am Strand von Phuket. Sie brauchen dafür nur einen Laptop und eine gute Internetverbindung. Es gibt allerdings auch Büronomaden, die von daheim aus arbeiten. Auch sie sind Digital-Nomaden, denn sie sind in keinem Büro anzufinden.

Der Unterschied zwischen einem klassischen Aussteiger und einem Digital-Nomaden ist der, dass der erste meist versucht, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Er steigt aus dem kapitalistischen, aus dem Geld-System aus. Ein digitaler Nomade kann jedoch auch richtig viel Geld verdienen. Er benutzt Flugzeuge, fährt mit dem Auto und hat unter Umständen richtig teures Equipment. Natürlich schadet etwas Minimalismus einem Digital-Nomaden nicht, denn wer immer unterwegs ist, der möchte nicht zu viele Dinge mit sich herumtragen müssen. 

Was ist die Faszination am digitalen Nomadentum?

Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Nach dem Job ein paar Schritte gehen und sich in die Hängematte legen, frisches Wasser aus einer Kokosnuss schlürfen und die ganze Zeit nur in besonders luftigen Klamotten herumlaufen. In Schweden oder Dänemark mit dem Bus kampieren, die wilde, raue Natur des Nordens genießen und nach getaner Arbeit am Feuer sitzen. Aber auch: sich selbst in einem Job verwirklichen, der moralisch und kreativ alle Ansprüche erfüllt, die man hat. Andere von seinen Ideen begeistern, (digitale) Produkte entwerfen und selbst bestimmen, wann und wie lange man am Rechner sitzt. Die Zeit am Rechner kann zudem auch sehr flexibel genutzt werden: Doch mal entspannt auf YouTube Videos schauen, ein wenig Zeit auf deutschen Sexseiten verbringen oder einfach auf informativen Seiten weiterbilden.

Frei sein. Nicht von der Arbeit, sondern vom Hamsterrad mit Chef und Büro. Im Co-Working-Space mit anderen Kreativen zusammensitzen, inspiriert werden und inspirieren. Die eigenen Grenzen immer wieder ausloten und überschreiten, Wagnisse eingehen und eigene Erfolge feiern. Niemand sagt einem, was zu tun ist – man trägt das Risiko allein und kann sich auch den Erfolg selbst zuschreiben. Ist das vielleicht das richtige, das perfekte Leben für dich?

Wie kann ich zum Digital-Nomaden werden?

Bist du für diesen Leben geeignet?

Bevor du dich kopfüber ins Abenteuer stürzt, sollten wir erst einmal herausfinden, ob sich dieses Leben für dich eignet. Du brauchst zum Beispiel eine Menge Disziplin. Da dir niemand vorschreibt, wann du mit der Arbeit beginnen sollst und die Einhaltung dieser Regeln mit einer Stechuhr kontrolliert, musst du dich selbst motivieren, deine Tagesziele zu erreichen. Das gelingt dir am besten, wenn du dich selbst strukturierst, dir konkrete Ziele setzt und mit einem Belohnungssystem arbeitest. Das Schöne an deinem neuen, freien Leben ist, dass du dich selbst kennenlernen kannst. Bist du ein Morgenmensch oder doch eine Eule? Endlich kannst du dann arbeiten, wann du am produktivsten bist. 

Kannst du mit finanzieller Unsicherheit umgehen? Mit großer Wahrscheinlichkeit wird dir niemand ein festes Gehalt zahlen, das pünktlich auf deinem Konto eintrudelt, von einer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder bezahltem Urlaub ganz zu schweigen. Du wirst wahrscheinlich harte Zeiten erleben, Ängste ausstehen und auf Zahlungen von Kunden warten. Dennoch musst du auf Kurs bleiben und darfst dich davon nicht aus der Bahn werfen lassen. Und eines Tages hast du verinnerlicht: Irgendwie geht es immer weiter.

Hast du vielleicht sogar eine Familie? Das erhöht deinen monatlichen Kapitalbedarf deutlich und bringt eine große Herausforderung mit sich. Gerade, wenn du der Hauptverdiener deiner Familie bist, solltest du den Schritt in das digitale Nomadentum lieber Schritt für Schritt vornehmen. Decke zum Beispiel einen Teil deines finanziellen Bedarfs mit einem festen Teilzeitjob und baue nebenbei dein Business auf. Zugegeben, eine echte Herausforderung, aber machbar. Aber gerade Eltern, die sich mit dem Thema Freilernen beschäftigen, können als Digital-Nomaden ihre Pläne deutlich leichter umsetzen. Sie können in einem Land arbeiten und leben, in dem das Homeschooling erlaubt ist, anstatt sich den deutschen Regelungen unterwerfen zu müssen.

Starte in dein Leben als Digital-Nomade – mit einem Plan

Du hast dich entschieden, du willst als Digital-Nomade durchstarten. Prima, dann auf in dein neues Leben. Natürlich gehst du Schritt für Schritt vor und schaffst dir erst einmal die Grundlagen. Vielleicht hast du nennenswerte Ersparnisse, oder du gehst den radikalsten aller Wege, verkaufst dein Hab und Gut und stürzt dich kopfüber ins kalte Wasser. In beiden Fällen hast du ein finanzielles Polster und du solltest eine realistische Finanzplanung aufstellen, um herauszufinden, wie lange du mit diesen Ersparnissen im schlimmsten Fall auskommen kannst und wie viel du verdienen musst. Vielleicht wirst du aber auch neben deinem Brotjob beginnen, dein eigenes Business aufzubauen. Doch welcher Job ist geeignet, um dich glücklich zu machen und dir ein gutes Leben zu ermöglichen? 

Hier möchte ich einmal das Orakel von Delphi zitieren, dessen Inschrift lautet: Erkenne dich selbst. Du hast an diesem Punkt die einmalige Gelegenheit, endlich deinen eigenen Weg zu gehen und eine Tätigkeit auszuüben, die wirklich zu dir passt. Sicherlich können deine Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem vorherigen Leben dir dabei nützlich sein. Je lieber du deine Arbeit allerdings machst, je mehr Leidenschaft du einbringst, umso besser werden deine Ergebnisse sein und umso eher kannst du andere von deinem Business überzeugen. Es gibt ganz typische Berufe, die von Digital-Nomaden ausgeübt werden. Natürlich könntest du auch als handwerkelnder Wanderarbeiter deine Dienste anbieten, aber dann wärst du ja kein digitaler Nomade mehr. Hier also eine Auswahl an typischen Tätigkeiten.

Typische Jobs für Digital-Nomaden

Wichtig zu wissen: Die meisten Digital-Nomaden haben mehr als einen Job – man könnte auch sagen, sie vermarkten Ideen auf mehreren Kanälen und bieten oft zusätzlich Dienstleistungen wie Coaching oder Ähnliches an. Grundsätzlich hast du die Wahl, ob du als Freelancer durchstarten willst oder  dich gleich auf ein eigenes Business konzentrierst. Als Freelancer bist du Dienstleister für andere. Dadurch hast du immer nur einen festen und begrenzten Rahmen, wie viel du mit deiner Tätigkeit verdienen kannst, denn du kannst nicht unendlich viele Stunden arbeiten und unendlich hohe Stundensätze nehmen. Dafür hast du mehr Sicherheit, denn du kannst immer wieder Auftraggeber finden. Wenn du dein eigenes Business hast, bist du von deinem Erfolg unmittelbar abhängig, kannst allerdings richtig gutes Geld verdienen, vor allem, wenn du reproduzierbare bzw. digitale Artikel verkaufst. Hier brauchst du aber etwas mehr Vorlauf, der finanziert werden will.

In der Praxis kommt es jedoch darauf an, dass du für die Idee auch genügend (zahlungswillige) Interessenten findest. Am besten setzt du auf eine Kombination verschiedener Tätigkeiten und baust das aus, was am besten funktioniert. Deine Tätigkeiten musst du anmelden. Ob es sich um eine gewerbliche (Gewerbeschein nötig) oder freiberufliche (Meldung beim Finanzamt nötig) Tätigkeit handelt, wird anhand einer Liste entschieden, in der die freien Berufe aufgeführt sind.

Hier sind typische Berufe von Digital-Nomaden:

Blogger:

Ob man rein als Blogger heute noch ein nennenswertes Einkommen erzielen kann, wenn man nicht gerade ein SEO-Profi ist, ist fraglich. Natürlich kannst du mit Hilfe von Affiliate-Marketing dein Glück versuchen, brauchst aber eine gute Nische, um dich nicht mit zu viel Konkurrenz herumschlagen zu müssen. Den zehnten Blog rund um Tiefkühltruhen braucht niemand. Ein Blog zu betreiben ist aber in jedem Fall eine sinnvolle Sache, nämlich um deine eigenen Leistungen, dein Angebot oder dein Produkt vorstellen zu können. Dein Blog kann dir als Referenz und als Visitenkarte dienen und dein Portfolio ansprechend präsentieren. Viele Digital-Nomaden bloggen mit WordPress, denn es ist kostenlos und einfach zu bedienen. 

Autor:

Bring dein Know-how an den Mann (oder die Frau), und zwar in schriftlicher Form. Du musst dir heute keinen Verlag mehr suchen, sondern kannst deine Werke im Self-Publishing selbst herausgeben. Dabei sind deine Tantiemen deutlich höher als bei einem Verlagsvertrag, du musst allerdings auch das Marketing selbst übernehmen. eBooks sind heute gängige Medien, aber auch der Druck on Demand ist kein Problem. Viele Selfpublisher haben Erfolg auf Amazon. 

Natürlich kannst du auch als Ghostwriter arbeiten und anderen deine Stimme leihen. Profitabler ist es allerdings, die Themen selbst zu vermarkten. 

Content Creator:

Ob als Texter, Fotograf oder Videoproduzent, in einer Zeit, in der Google den größten Wert auf gute Inhalte legt und YouTube zur wichtigsten Suchmaschine geworden ist, ist guter Content Gold wert. 

Fotograf:Fotograf - Überall arbeiten

Als Fotograf kannst du überall arbeiten, musst allerdings auch Kunden akquirieren. Du kannst einerseits für Privatleute oder Unternehmen arbeiten oder deine Bilder an Stockagenturen oder Verlage verkaufen. Ein wenig Affinität zur Fotografie kann dir als Digital-Nomade ohnehin nicht schaden, denn du wirst auch deine eigenen Produkte nicht ohne ansprechende Bilder verkaufen können. 

Grafikdesigner:

Professionell erstellte Grafiken werden von allen Unternehmen gebraucht, sodass du als Grafikdesigner immer zu tun haben wirst. Die Herausforderung: ebenso wie beim „Fotografen“ handelt es sich nicht um eine geschützte Berufsbezeichnung. Es kann sich also jeder so nennen und entsprechende Dienstleistungen anbieten. Das kann für dich von Vorteil sein, weil du dein Talent einfach zum Beruf machen kannst, allerdings tummeln sich auf dem Markt auch viele Freelancer, die zu sehr niedrigen Preisen arbeiten. 

Gutes Grafikdesign tut auch deinem eigenen Business gut! 

SEO-Spezialist:

Ohne Suchmaschinenoptimierung geht heute gar nichts mehr. Nicht nur du selbst, auch jedes Unternehmen, das online gefunden werden will, braucht jemanden, der sich mit diesen Themen sehr gut auskennt. Diesen Job kannst du ebenfalls mühelos von überall auf der Welt ausüben. 

Webdesigner:

Webdesign ist eine typische Dienstleistung unserer Zeit, die Digital-Nomaden völlig ortsunabhängig ausüben können. In den wenigsten Fällen wird ein Kunde auf einem persönlichen Termin bestehen. Du hast die Wahl, ob du dein Können direkt anbietest oder dich von einer Agentur einspannen lässt. 

Du siehst, es gibt viele Tätigkeiten, die alle auf deinem Expertenstatus beruhen. Digital-Nomaden können natürlich auch als Programmierer, Rechtsberater, Headhunter, virtuelle Assistenten oder Social Media Berater tätig sein – und vieles mehr. Du kannst aber immer nur für einen Kunden gleichzeitig arbeiten, also auch nur einmal Geld verdienen. Diese Kunden musst du immer wieder generieren und dich im schlimmsten Fall mit einer schlechten Zahlungsmoral herumschlagen, die deine Liquidität bedroht. Viel praktischer ist es doch, du machst aus deinem Wissen digitale Infoprodukte und vermarktest diese. eBooks, Online-Kurse und Videokurse lassen sich nämlich gleichzeitig an viele Personen verkaufen.

Digitale Infoprodukte – eine ideale Geschäftsidee für Digital-Nomaden

Ob als App oder Plugin, als Videokurs oder Buch, dein Experten-Wissen erreicht als digitales Infoprodukt maximal viele Personen und erzielt so das maximale Einkommen. Du musst nur ein relevantes Thema ansprechend verpacken und möglichst häufig verkaufen. Dafür gibt es viele Wege, etwa Udemy für Video-Kurse, Digistore24 für digitale Produkte, die durch Multiplikatoren zu maximalem Erfolg geführt werden sollen oder ganz klassisch Amazon als eine der größten Plattformen für eBooks, wo du bis zu 70% Tantiemen einstreichen kannst. 

Natürlich kommen für dich auch viele der anderen Geschäftsmodelle infrage, die wir auf unseren Seiten vorgestellt haben. Vielleicht hast du aber auch eine ganz neue Idee? Mach dich gedanklich frei, denn alles ist möglich. Immerhin wurde jedes Business irgendwann zum ersten Mal verwirklicht, ob Affiliate-Nischenseite, Online-Shop auf Dropship-Basis oder eine der vielen anderen Geschäftsideen, die hier auf unseren Gründerseiten vorgestellt wird. 

Was ist mit der Krankenversicherung & wie viel Geld braucht ein Digital-Nomade?

Wie viel Geld braucht man als Digital-Nomade? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, aber eines ist klar: Digital-Nomaden benötigen auf Reisen meist weit weniger Geld zum Leben, als wenn sie in Deutschland bleiben. Zumindest dann, wenn sie sich in vergleichsweise günstigen Ländern aufhalten. Wenn du eine Weile in Dänemark oder Schweden bleiben willst, musst du mit höheren alltäglichen Kosten etwa für Lebensmittel rechnen, als du es in Deutschland gewohnt bist. In Südostasien und Mittelamerika hingegen kannst du sehr günstig leben und wohnen. Dein finanzieller Bedarf hängt auch eng mit deinem Mindset zusammen, denn eines ist klar: je weniger Geld du brauchst, umso freier bist du auch. Es nutzt nicht viel, dein Hamsterrad einfach an einem anderen Ort der Welt aufzustellen und dich dort dem Konsumdruck auszusetzen. Das zu beenden ist doch gerade einer der Gründe, warum du ein Digital-Nomade werden willst!

Ob du eine Krankenversicherung brauchst, musst du selbst wissen. In Deutschland musst du lückenlos versichert sein, auch wenn du dich nur kurze Zeit hier aufhältst, wenn du auf Reisen bist, liegt die Entscheidung bei dir selbst. 

Die 3 Varianten, als Digital-Nomade zu leben (und die passende Versicherung)

1. Du lebst einige Monate des Jahres in Deutschland und tingelst ansonsten durch die Welt.

In diesem Fall ist deine heimische Krankenversicherung durchgehend für dich zuständig. Wenn du innerhalb der EU bleibst, musst du nicht einmal Bescheid sagen, sondern bist ganz normal versichert. Für die meisten anderen Reiseziele solltest du die jeweiligen Konditionen erfragen und im Zweifelsfall die Kasse wechseln. 

Die USA und Kanada sind aufgrund der hohen Gesundheitskosten meist ausgeschlossen, können jedoch mit einer zusätzlichen Versicherung (hier im Vergleich) speziell für jeden Aufenthalt abgesichert werden.

2. Du lebst dauerhaft im Ausland, hast allerdings deinen Wohnsitz in Deutschland angemeldet.

Dann brauchst du eine langfristige Auslandskrankenversicherung, die dich bis zu fünf Jahre absichert. Vergleiche die Angebote verschiedener Versicherer – gerade Themen wie Zahnbehandlungen, Augenerkrankungen und die Selbstbeteiligung sollten genau gecheckt werden.

3. Du hast deinen Wohnsitz in Deutschland abgemeldet und bist ein „echter“ Nomade.

Gut zu wissen, dass es auch auch für diesen Fall Versicherungen gibt, die deine Gesundheit absichern und die Kosten bei Krankheiten und Operationen übernehmen. Du solltest allerdings ausführlich recherchieren und vergleichen, denn welches Angebot für dich passt, hängt von vielen Faktoren ab. Hier bekommst du weitere Informationen.

Das leidigste aller Themen: die Steuern

Zu den Steuern haben wir in Deutschland ein besonders gespaltenes Verhältnis, darum wird es dich freuen zu hören, dass du als Digital-Nomade unter Umständen von Deutschland steuerfrei arbeiten kannst. Dafür musst du allerdings das Land verlassen, dich also komplett abmelden und darfst auch kein angemeldetes Gewerbe mehr in Deutschland haben. Der Nachteil: für deine deutschen und europäischen Kunden zu arbeiten, wird zum Problem, denn diese brauchen in der Regel eine ordentliche Rechnung, die du dann nicht mehr ausstellen kannst – es sei denn, du gründest im Ausland eine Firma. Dann musst du deine Steuern allerdings in diesem Land zahlen. 

Lässt du dich dauerhaft in einem anderen Land nieder, bist du dort steuerpflichtig. Es gibt Länder, in denen aber gar keine Einkommenssteuer anfällt, die dann allerdings meist extrem teuer und den Reichen vorbehalten sind. 

Als Perpetual Traveler, also als dauerhaft Reisender, gehst du dem leidigen Thema Steuern weitgehend aus dem Weg. Du brauchst dann immer wieder ein neues Touristenvisum und kannst dich in jedem Land nur drei Monate aufhalten. Das ist der konsequenteste Weg ein Digital-Nomade zu sein, der wahrlich nicht für jeden geeignet ist.

Für den Anfang reicht es, dich erst einmal auf den Weg zu machen und in dein neues Leben hineinzuwachsen. Wenn bei deinen Eltern oder bei Freunden ein Zimmer für dich bereitsteht und du die meiste Zeit unterwegs bist, sparst du schon durch die niedrigen Lebenshaltungskosten eine Menge Geld.

Wo und wie willst du als Digital-Nomade leben?

Es gibt Hotspots, an denen sich viele Digital-Nomaden einfinden, hier kannst du also unter Gleichgesinnten sein. Auf Bali, in Thailand, in Südafrika und an vielen anderen, wunderschönen Orten dieses Planeten gibt es gemeinsame Arbeitsräume für Herumreisende. Der Vorteil: Du kannst in Ruhe arbeiten (im Gegensatz zu vielen Internetcafés) und fühlst dich nicht isoliert. Hier findest du freies WLAN und einen Drucker, Faxgerät, Telefon, Kopierer, Meetingräume, Schließfächer sowie eine Gemeinschaftsküche, in der meistens eine erstklassige Kaffeemaschine auf ihren Einsatz wartet. Du bist hier unter Menschen, die den gleichen Lebensstil haben wie du, und bekommst jede Menge Inspiration, Tipps und Anregungen. Außerdem fällt das Arbeiten unter anderen Kreativen häufig leichter, als wenn du allein in einem Hotelzimmer sitzt. Auf das Co-Working folgt wie von selbst das Co-Living, das für viele Digital-Nomaden die perfekte Ergänzung zum gemeinsamen Arbeiten ist. Für den Einstieg in dein neues Leben kann das die optimale Lösung sein. 

Mein Rat: Wage es einfach und verwirkliche deinen Traum! Die meisten Grenzen existieren nur in unserem Denken. Und wenn du nach einigen Monaten merkst, dass das Leben eines Digital-Nomaden doch nicht das richtige für dich ist, dann hast du in jedem Fall unvergessliche Erfahrungen gemacht und deinen Horizont im wahrsten Sinn des Wortes immens erweitert.