Ausgerechnet über Weihnachten wurden viele Blogger beunruhigt und versichert. Sehr zögerten die User und zwar aus folgendem Grund: „rap Genius“ war schuld daran, ein besonders bekanntes und kapitalstarkes Start-Up-Portal für Songtexte mit bereits über 2 Mio. Webseiten im Google-Index riefen Facebook-Blogger dazu auf, sich für ein Affiliate-Programm zu melden.

Der Kontakt sollte via Mail entstehen. Die Blogger sollten vorgefertigte HTML-Codes einbauen. Diese verlinkten zu einer Subdomain von rapgenius.com. Das verstößt natürlich gegen die Richtlinien von Google. Und dann kam es auch noch dazu, es wurde eine manuelle Strafe verhängt, die Begründung waren unnatürliche Backlinks für rap Genius und per Google konnte man die Seiten nicht mehr finden.

Rap Genius entschuldigte sich daraufhin. Auf deutsch übersetzt: „Wir entschuldigen uns vielmals solche Idioten gewesen zu sein.“  Sie erklärten die eigentliche Absicht und was wirklich passiert war.

Über 180.00 Backlinks wurden nach der Strafaktion untersucht. Mit einem selbst programmiertem „Scraper“ konnte man innerhalb von 15 Minuten auf Auffälligkeiten stoßen und reduzierte die Liste auf 3333 Stück und untersuchte diese manuell. Am Ende blieben tatsächlich nur 298 Links übrig und die Blogger wurden informiert genau diese zu löschen. Komischerweise wurde die Strafe nach sieben Tagen von Google wieder aufgehoben.

Bei einer solch großen Manipulation machte das einen merkwürdigen Eindruck. Es schien, dass Google doch weltweit differenziert, und zwar nach großen und nach kleinen Marken. Nachdem die Strafe aufgehoben wurde, steht rap Genius weitaus besser da. Das ist aber auch nachvollziehbar, die entfernten und aufgehobenen Links wurden bereits überkompensiert.

Das hat einigen bekannten Bloggern mal wieder einiges gezeigt und zwar wie hart man abgestraft wird und dass unnatürliche Links gefährlich sind.

Ein allzu bekanntes Beispiel ist jedoch Google, es war ein allzu bekanntes Opfer und wurde stark bestraft. Als Dank erhielten sie nach einigen Tagen eine saftige Belohnung.

Man wird wohl niemals entgültig erfahren, wir Google die Aufmerksamkeit aufteilt. Ob Google nun tatsächlich bekannte Marken mehr schont oder einfach nur ihre Bekanntheit.

Eines ist jedoch klar rap Genius hat bislang nicht einen Cent für Adwords ausgegeben und kann somit auch nicht als guter Kunder oder Umsatzbringer gewertet werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 12.05.2014