Flixbux vor dem Brandenburger Tor

Deutsche Startups bekommen so viel Kapital wie noch nie – Berlin und Flixmobility sind hierbei Spitzenreiter. Quelle: Flixmobility

2019 bekamen deutsche Startups erneut so viel Kapital wie noch nie. Rund 6,2 Milliarden Euro bekamen sie von Investoren. Doch die größten Geldsummen kommen fast immer von ausländischen Investoren.

Bereits im Jahr zuvor bekamen die jungen Unternehmen insgesamt 4,6 Milliarden Euro – das macht im Vergleich zu den 6,2 Milliarden Euro im Jahr 2019 eine Steigerung von 36 Prozent aus. Von den 6,2 Milliarden Euro flossen alleine 3,7 Milliarden Euro in junge Digitalunternehmen in die Landeshauptstadt Berlin – das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft EY hervor.

„Der Finanzierungsboom hält also unvermindert an“, sagte der Vorsitzende der EY-Geschäftsführung Hubert Bath. „Es ist sehr viel Liquidität am Markt – mit weiter stark steigender Tendenz.“

Viel Geld für die Flixbusse

Das meiste Geld floss hierbei in das Münchner Unternehmen Flixmobility, die mit ihren Flixbussen sehr erfolgreich am Markt sind. Dem Unternehmen folgen das Reise-Startup GetyourGuide, die Gebrauchtwagenplattform Froniter Car Group und die Online-Bank N26 – allesamt mit Sitz in Berlin. Insgesamt hat es 13 Deals gegeben, die mit 100 Millionen Euro abgeschlossen wurden.

Solche Finanzierungen sind für junge Startups überlebenswichtig und entscheiden, ob sie in Zukunft mit ihrem Unternehmen durchstarten können. Dich trotz dieser immensen Zahlen gibt es noch einige Schwächen beim Startup-Standort Deutschland. Abseits von großen Städten wie Berlin und München haben es junge Gründer schwer. An kleine Summen kommen sie war noch dran, danach wird es aber schwierig.

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Die großen Investoren kommen aus dem Ausland

„Die großen Tickets kommen fast immer aus dem Ausland, vor allem den USA“, sagt Peter Barkow, Gründer des Analysehauses Barkow Consulting.

„Finanzstarke und überwiegend international tätige Investoren aus den USA, Großbritannien sowie Asien sind insbesondere an sehr großen Transaktionen interessiert“, so EX-Partner Peter Lennartz. Das liegt unter anderem daran, dass Startups in Europa niedriger bewertet werden als im Silikon Valley. Hier ist der Einstieg für Investoren sehr viel günstiger.

Die Bundesregierung will deswegen deutsche Startups mit staatlich unterstützen Wagniskapitalfonds unterstützen und die Beratung und Vernetzung fördern.

Inwiefern das den jungen Startups weiterhilft, wird sich mit der Zeit zeigen. Deutsche Investoren in der Frühphase zu finden ist meistens nicht das Problem. Schwieriger wird es, wenn Startups Summen ab zehn Millionen brauchen, um international durchzustarten. Dann sind es meist doch eher die Investoren aus dem Ausland, die den Gründern mit Finanzierungen weiterhelfen.

Quelle: Beratungsgesellschaft EY

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