Design Thinking kann sehr wertvoll für dein Unternehmen sein.Quelle: REDPIXEL - stock.adobe.com

Der Design Thinking Ansatz ermöglicht dir eine andere Methode der Denkweise.

Um Unternehmensstrukturen oder Projekte für Kunden noch effizienter zu entwickeln, gibt es viele Methoden. Eine bewährte Methode, die sich in letzter Zeit immer weiter etabliert hat, ist das Design Thinking. Da die Anforderungen an Ergebnisse stetig steigen, müssen neue Wege des Projektmanagements entwickelt werden. Und genau da setzt das Design Thinking an. Wenn du wissen möchtest, wie du diese moderne Methode für dein eigenes Unternehmen einsetzen kannst, dann wird dich dieser Artikel über die Möglichkeiten des Design Thinking-Prozess aufklären.

Design Thinking: Definition

Design Thinking ist ein kreativer Prozess zur Ideenfindung und Problemlösung. Ziel ist es, aus unterschiedlichen Perspektiven eine bestimmte Situation zu betrachten und unkonventionelle und innovative Wege zu finden, wie diese Situation verändert werden könnte. Im Fokus dieser Überlegungen steht die nutzerorientierte Denkweise. Dafür gibt es drei Komponenten des Modells, die vereinfacht darstellen, worauf es bei dem Prozess ankommt.

3 Komponenten des Design Thinking

Die drei Komponenten des Design Thinking-Prozess

Bei jedem Prozess werden die Technologie, die Marktfähigkeit und der menschliche Nutzen berücksichtigt. Besonders hohen Anklang findet dieses Modell der Ideenfindung in der Produktentwicklung, bei der es darauf ankommt, den Mehrwert für den jeweiligen Kunden optimal herauszustellen.

Grundsätzlich wird das Design Thinking Modell in interdisziplinären Teams angewendet. Denn Teammitglieder aus unterschiedlichen Bereichen können hier ihre Expertise und Sichtweise in Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern wertvoll einsetzen. So generieren verschiedene Perspektiven eine vielschichtige Herangehensweise und können daher sehr viel mehr berücksichtigen.

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Der iterative Prozess: Design Thinking in 6 Schritten

Ein iterativer Prozess bedeutet lediglich, dass du die Ergebnisse und Ideen immer wieder neu betrachtest und prüfst. Somit wirst du auch früh anfangen, einen Prototyp zu entwickeln und das Produkt oder die Leistung schnell zu visualisieren. Dafür ist der Prozess in sechs Schritte unterteilt, die dich und dein Team durch das Design Thinking-Modell leiten.

1. Verstehen

In der ersten Phase geht es darum, die Ausgangssituation zu verstehen. Wer den Kern des Problems erkannt hat, kann zielgerichtet Lösungen entwickeln. Dabei sind zwei Sachen vorausgesetzt:

  • Es gibt ein Problem, das es zu lösen gilt.
  • Die Rahmenbedingungen sind transparent.

Ziel ist es, hier die Problemstellung zu definieren sowie ein abgesteckter Lösungsraum, in dem sich alle kommenden Überlegungen bewegen.

2. Beobachten

In dieser Phase gilt es zuzuhören. Wenn du für einen Kunden arbeitest, musst du hier genau verstehen, was seine Bedürfnisse sind und wie du darauf mit deinen Ideen am besten antworten kannst. Eine Auseinandersetzung in allen wichtigen Bereichen ist hier also notwendig, denn ein Problem ist fast niemals eindimensional. Oftmals wurzelt es in einem bestimmten Bereich und schlängelt sich durch unterschiedliche Schnittstellen. Daher gilt es hier aufmerksam zu sein und eine intensiver Recherche durchzuführen.

3. Standpunkt definieren

In der dritten Phase geht es darum, die Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen. Hier muss der Rahmen ersichtlich werden, in dem sich die Ideen dann bewegen dürfen. Die Richtung des Ansatzes ist nun klar, es fehlt nur noch der Weg dahin. Du weißt jetzt also wo du hin möchtest, musst aber noch herausfinden, wie du dort hinkommst.

4. Ideen finden

In Phase vier entwickelst du im Team nun erste Ideen, wie du von dem Ist-Zustand zum Soll-Zustand kommen kannst. Deshalb stellt diese Phase der Ideenfindung die Kernphase des gesamten Design Thinking-Prozess dar. Für die Entwicklung der Ideen wird zuerst ein Brainstorming angesetzt. Somit sammelst du mit einem Team viele Ideen und bietest Raum für kreative Lösungsansätze. Keine Idee wird hier im Keim erstickt – im Gegenteil. Je vielfältiger, verrückter, innovativer und visionärer die Ideen sind, desto eher findest du die passende Problemlösung. Und genau hier zeigt sich, wieso ein interdisziplinäres Team von Vorteil ist: Der Blick über den Tellerrand ist nämlich elementar.

Danach folgt im nächsten Schritt die Bewertung der einzelnen Ideen hinsichtlich der drei Komponenten Technologie, Wirtschaft und Nutzen. Denn unter den gesammelten Ideen werden sich sicherlich welche finden, die nicht realisierbar sind oder auf den Kunden nicht perfekt zugeschnitten sind. Somit priorisierst du im letzten Schritt dieser Ideenfindung die Vorschläge, da du nicht zu jedem ein Prototyp entwickeln kannst.

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5. Prototyp entwickeln

Um den Schritt der Prototyp-Entwicklung zu verstehen, sollte erst einmal klar formuliert werden, was man sich unter einem Prototyp vorstellen kann. Im Prinzip setzt du deine vorher entwickelte Idee in die Tat um. Wenn du ein Produkt gestaltest, eine App entwickelst, einen Prozessablauf koordinierst, kannst du dies mit unterschiedlichen Materialen visuell darstellen. Dabei sind auch hier keine Grenzen in der Kreativität gesetzt. Ob mit Papier und Stiften, Postern und Mitteilungen, Modellentwurf aus Bausteinen oder eine Tafel voller Post-its – Hauptsache deine Idee wird sichtbar und greifbar. Besonders für den Kunden ist dieser Schritt von großer Bedeutung, weil er die ersten Ergebnisse deiner Entwicklung nachvollziehen und sehen kann. Der Austausch kann beginnen und auf Grundlage des Feedbacks weitere Maßnahmen vorgenommen werden.

6. Testen

In der letzten Phase des Prozess präsentierst du deinen weiterentwickelten Prototyp und testest diesen in unterschiedlichen Situationen. Auch hier hat der Kunde immer noch die Möglichkeit mit dir über mögliche Änderungen zu sprechen. Das Produkt wird dann so lange optimiert, bis es den Vorstellungen des Kunden entspricht und einwandfrei in der Umsetzung ist.

Nutze diesen Ansatz für dein Unternehmen

Diesen Ansatz kannst du nun auch für dein eigenes Unternehmen nutzen. Dafür braucht es nicht viel, außer die Bereitschaft, Veränderungen zu akzeptieren und dafür auch ungewöhnliche Methoden zu testen. Zudem musst du für alle Mitglieder transparente Rahmenbedingungen schaffen.

Doch vor allem solltest du die Interdisziplinarität berücksichtigen und Teammitglieder mit einem T-Profil in den Prozess einbinden. Dabei vereint das T-Profil zwei unterschiedliche Kompetenzen:

  1. Vertikaler Balken: ein breites Fachwissen oder eine bestimmte Spezialisierung
  2. Horizontaler Balken: Offenheit, Interesse und Neugier gegenüber anderen Bereichen

In geführten Workshops kannst du als Anfänger in den Prozess des Design Thinking durch einen Coach eingeführt werden, sodass du dieses Wissen auch für dein Unternehmen nutzen kannst.

Fazit

Dieser Ansatz ist vor allem für Unternehmen geeignet, die mit kreativen und neuen Denkweisen innovative Lösungen schaffen wollen, um aus den bekannten Strukturen herauszubrechen. Auch für die Mitarbeiter kann ein Austausch von Fachwissen anderer Bereiche neue Denkanstöße auslösen, sodass sie zukünftig an Problemlösungen anders heran treten. Denn insbesondere steht hier der Nutzer im Fokus, der in anderen Ansätzen oftmals übergangen wird. Sich stets auf den wirklichen Nutzen zu beziehen und jede Idee in dieser Perspektive zu betrachten, kann die Produktivität deutlich erhöhen.

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