Design Sprint

In der heutigen Zeit musst du als Gründer immer innovativ sein. Sich ständig neu zu erfinden gehört zum Alltag, um auf dem hart umkämpften Markt nicht unterzugehen. Um hier bestehen zu können, kannst du von den ganz Großen aber einiges lernen und erfolgreich auch für deine Zwecke einsetzen. Als sehr gutes Beispiel kann dir hier Google dienen. In Sachen Produktentwicklung setzt der Riese, nämlich auf  Design Sprint. Diese Methode ist ein ganz spezielles Vorgehen aus der Designschule. Mit Design Sprint verschaffst du dir einiges an Zeit bei der Entwicklung deiner neuen Produkte. Design Sprint macht einen kurzen Entwicklungsprozess möglich und liefert dir eine Lösung, die ereignisorientiert ist. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

Was versteht man unter Design Sprint?

Als Design Sprint bezeichnet man eine Methode, welche du sowohl für große Projekt als auch große Veränderungen sehr gut anwenden kannst. Weniger geeignet ist der Design Sprint für dich, wenn du eher kleine und kontinuierliche Veränderungen planst. Auf jeden Fall kannst du durch den Design Sprint lange Testphasen und auch immer wieder neue Entwicklungsrunden von Produkten vergessen. Diese Methode dauert nur 5 Tage und du bekommst ein Produkt, welches sofort zu bedienen ist und auch vom Nutzer schon getestet wurde. Du kannst also sowohl Zeit als auch viel Geld sparen, denn es gibt keine langwierigen Entwicklungsstadien mehr. Ein weiterer Vorteil beim Design Sprint ist, dass neue Ideen von deinen Mitarbeitern oder deinem Team immer wieder mit eingebracht werden können. Das gesamte Team sorgt für eine Überprüfung auf Tauglichkeit und während der Phase vom Design Sprint gibt es stets sofortige Verbesserungen.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.
 

Welches Ziel hat der Design Sprint?

Der Design Sprint hat das Ziel, dass du den gesamten Entwicklungsprozess stark komprimieren und verkürzen kannst. Es spielt dabei für dich keine Rolle, um welches Produkt es sich handelt. Du kannst diese Methode bei einer neuen Software genauso anwenden wie bei einer neuen App oder jedem Offline-Produkt. Doch nicht nur für die Produktentwicklung ist Design Sprint eine tolle Methode. Du kannst auch für deine Problemlösungen einsetzen. Du hast hier die Chance, dich einem Problem anzunähern, eine Lösung zu finden und das innerhalb von fünf Tagen. In deinem Team arbeitet man deutlich lösungsorientierter und es keine langen und vor allem unnützen Prozesse. Der Fokus dieser Methode liegt immer ganz klar an dieser 5-Tage-Marke. In diesem Zeitraum steht ein Prototyp bereit und deine Entwicklungskosten kannst du damit wirklich auf ein Minimum senken. Genau das was du brauchst, um erfolgreich auf dem Markt bestehen zu können.

Was brauchst du für den Design Sprint?

Der bisher beschriebene Design Sprint klingt nicht nur einfach, sondern ist auch in der Umsetzung für dich leicht zu stemmen. Du brauchst dafür natürlich das benötigte Material und einen Raum. Beides solltest du idealerweise schon in der Woche vor deinem Design Sprint vorbereiten. Folgendes brauchst du zur Umsetzung:

  • Auf jeden Fall muss ein ausreichend großer Raum für dich und dein Team zur Verfügung stehen. Dieser Raum sollte Stühle und Tische haben, damit auch jeder einen Platz hat.
  • Als weiteres brauchst du sehr viele Whiteboards oder Flipcharts, denn darauf musst du jede Idee festhalten. Du kannst aber auch aus Kostengründen mit Papierbögen arbeiten, die du dann an die Wand klebst.
  • Zusätzlich brauchst du für den Design Sprint eine Menge Haftzettel. Am besten alle in der gleichen Farbe.
  • Außerdem ausreichend viele Stifte oder Marker, je nachdem ob du mit Whiteboard oder Papier arbeitest. Dazu gehören auch breite Filzstifte für mögliche Skizzen oder Lösungsansätze. Die Stifte sollten auf jeden Fall so breit sein, dass das Geschriebene auch gut für jeden im Team zu lesen ist.
  • Klebestreifen sind auch von Vorteil, denn dabei kannst du Skizzen auf das Papier oder das Whiteboard/Flipchart kleben.
  • Ganz wichtig sind Klebepunkte, die du in zwei unterschiedlichen Größen brauchst. Pro Größe kannst du ruhig so um die 200 Stück davon besorgen. Du brauchst sie für die anfallenden Abstimmungen, die während dem Design Sprint anfallen.
  • Ideal wäre auch eine Stoppuhr, damit du und dein Team immer die Zeit im Auge behalten könnt.
  • Nicht zu vergessen ist eine ausreichende und gesunde Verpflegung in dem Raum. Genug zu trinken muss auf jeden Fall auch vorhanden sein.

Der genaue Ablauf beim Design Sprint

Nun hast du alles aufgelistet, was du und dein Team für den Design Sprint benötigt. Kommen wir nun zum genauen Ablauf. Zeitlich ist die Methode Design Sprint auf einen Zeitraum von fünf Tagen begrenzt. Das ist nicht zu wenig, denn in dieser Zeit ist es durchaus möglich, alle wichtigen Phasen für eine Produktentwicklung zu durchlaufen. Input vom Team und von Usern machen das möglich. Für den Design Sprint gibt es eine klare Struktur. In dieser Struktur ist festgelegt, dass es für jeden Tag eine bestimmte Aufgabe gibt. Am besten beginnst du am Montag, denn dann hast du und dein Team bis Freitag die benötigte Zeit an einem Stück. Für jeden Tag ist eine ganz normale Arbeitszeit von acht Stunden inklusive den benötigten Pausen vorgesehen. In dieser Woche besteht während der Arbeit mit dem Team für den gesamten Zeitraum ein Verbot für Handys, Mail und den ganzen anderen möglichen Ablenkungen. Vor Beginn muss ein Entscheider von dir benannt werden, sofern du nicht selbst diese Aufgabe übernimmst. Dies ist wichtig, denn im Notfall muss ein Voting von dir überstimmt werden. Dies ist wichtig, dass keine „faulen“ Kompromisse entstehen können.

Montag der erste Tag: Die Zielfindung

Der erste Tag beim Design Sprint muss von dir genutzt werden, das nötige Verständnis zu schaffen. Du musst sowohl die Aufgabe als auch die Herausforderung klar benennen und definieren. Jeder muss danach unmissverständlich wissen, um was es genau geht und was jeden Einzelnen in den nächsten fünf Tagen erwartet. Im Fokus muss an diesem Tag ganz klar die zu erreichende User Experience und die Zielfindung stehen. Zum Abschluss des Tages muss klar feststehen, welchen Mehrwert das Produkt einem Nutzer bietet. Für diese Aufgabe kannst du durchaus auch Prozesse aus der Vergangenheit zum Vergleich heranziehen. Was war gut daran? Ist etwas schlecht daran gewesen? Was muss möglicherweise verbessert werden?

Dienstag der zweite Tag: Lösungsansätze entwickeln

Am zweiten Tag des Design Sprint gilt es, mögliche Lösungen, entweder für ein Produkt oder ein Problem, zu entwickeln. Diesen Tag kannst du auch als Art Brainstorming vergleichen. Allerdings sind die Ergebnisse zu Beginn nicht gleich mit dem ganzen Team zu teilen. Jeder der daran beteiligt ist, arbeitet zunächst einem für sich allein. Nur so ist es möglich, dass eine Vielzahl von Ideen und Ansätze für Lösungen zusammenkommen. Es spielt dabei keine Rolle, ob du und dein Team alles schriftlich festhalten wollt, oder es vielleicht auf grafische Art und Weise macht. Das sollte jedem selbst überlassen sein. Materialien dafür hast du ja schon in der Vorwoche dafür vorbereitet.

Mittwoch der dritte Tag: Ideen auswählen

Am dritten Tag vom Design Sprint ist auch schon Halbzeit. An diesem Tag geht es darum, Entscheidungen zu treffen, denn Ideen werden ausgewählt. Alle am Tag zuvor von jedem Einzelnen gesammelten Ideen oder Lösungsansätze stehen nun allen zur Diskussion und Beratung zur Verfügung. Jetzt wird aber nicht mehr einzeln, sondern als Team gearbeitet. Das Team trifft nun die Entscheidung, welche Ideen interessant genug sind, um sie weiterzuentwickeln. Dazu werden die Klebepunkte verwendet, welche in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen. Jeder klebt Punkte zu den Ideen, der er für am besten hält und die es lohnend machen, diese zu konkretisieren. Auf diese Weise entsteht für dich eine Heatmap mit den besten Lösungsansätzen.

Donnerstag der vierte Tag: Es geht an die Entwicklung

Am vierten geht es darum, die ganze Aufmerksamkeit der Entwicklung von einem Prototypen zu widmen. Wichtig für dich ist zu wissen, dass dieser bereits für die User gedacht ist und nicht nur für das Team allein. Geht es bei diesem Prototyp um eine Software, eine App oder eine Seite, dann wird hier auch von Click Dummys gesprochen. Diese haben den Zweck, dass einen Konzeptentwurf für die Usability und Benutzerfreundlichkeit stehen sollen, wie sie später benötigt wird. Jeder außenstehende und völlig unbedarfte Nutzer muss in der Lage sein, diesen Prototypen auf den ersten Blick zu verstehen. Du und dein Team müssen aber hier noch nicht darauf achten, dass bereits alle Feinheiten völlig ausgereift sind. Überdies müssen auch noch nicht alle Funktionen integriert sein. Vielmehr stehen hier erst einmal die grundlegenden Eigenschaften auf dem Prüfstand.

Freitag der fünfte Tag: Heute ist Test-Tag

Am letzten Tag ist nun bereits die meiste Arbeit verrichtet. Deshalb wird an diesem Tag getestet und geprüft. Diese Aufgabe ist aber nicht dem Team überlassen, sondern soll durch externe Produkttester zur Durchführung kommen. Jeder Tester ist hier aufgefordert, ganz ehrlich seine Meinung und seine Erfahrung aus seinem Test wiedergeben. Nur so kannst du mit deinem Team auch mögliche Verbesserungen vornehmen. Die fünf Tage vom Design Sprint sind vorbei und wenn der Test erfolgreich verlaufen ist, geht es im Nachgang nun nur noch um den Feinschliff. Nach diesen fünf Tagen hast du ein ganz konkretes Ergebnis vorliegen und du kannst deine Aufmerksamkeit dem Roll-Out widmen.

Jetzt das Gratis-Ebook "Dein digitales Business" anfordern:
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zu Versandzwecken verarbeitet werden und ich weitere Informationen per e-Mail erhalten werde. Lies dazu hier bitte unsere Datenschutzerklärung.