Manchmal klappt alles prima und manchmal dann doch nicht so, wie geplant

Kennst du diese Tage, an denen einfach nichts funktioniert? Kurz bevor man am Bahnhof angekommen ist, völlig durchgeschwitzt und außer Atem, fährt einem doch glatt der Zug vor der Nase weg, obwohl man extra noch gerannt ist. Oder man hat einfach mal wieder Stress mit der Mutter, weil sie schon seit Wochen nichts von einem gehört hat. Das sind typische Tage, die einem einfach die Laune verderben.

Wiederum gibt es aber auch Tage, an denen alles so funktioniert, wie man es sich erhofft hat. Das Meeting läuft perfekt, der Chef klopft einem auf die Schulter und man hat das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Wäre es nicht prima, wenn es deutlich mehr gute Tage gäbe als schlechte Tage? Klar, manche Dinge, die unverhofft eintreffen, kann man nicht beeinflussen aber hat man es nicht größtenteils selbst in der Hand, wie der eigene Tag abläuft? Im Grunde genommen, ja. Um nicht alles dem Zufall zu überlassen, gibt es schon einige Dinge, die man tun kann, um das Maximum aus sich und seinem Tag zu schöpfen. Hierbei kommt es vor allem auch auf das richtige Zeitmanagement an, um die eigenen Ziele zu erreichen. Daher sollte man gewisse Gewohnheiten bestenfalls mit in den Alltag integrieren, schließlich möchte man ja auch langfristig viele gute Tage haben. Wie das Ganze nun in der Praxis aussieht, das verraten wir euch gleich.

Gehörst du zu den extrovertierten oder doch eher zu den introvertierten Personen?

Zunächst ist erst einmal entscheidend, zu welcher Art von Persönlichkeit man gehört. Denn um das eigene Maximum aus sich und seinem Tag heraus zu holen, sollte man sich vorerst selbst ganz genau unter die Lupe nehmen. Je nachdem, ob man nämlich eine extrovertierte oder eher eine introvertierten Persönlichkeit hat, fällt die Energiegewinnung unterschiedlich aus und das beeinflusst den weiteren Ablauf. Generell lässt sich zu den beiden Persönlichkeiten sagen, dass extrovertiertere Menschen ihre Kraft im Zusammenspiel mit anderen Leuten gewinnen, währenddessen introvertierte Menschen, viel Ruhe und Zeit für sich allein benötigen. Wenn dir dieser Anhaltspunkt jedoch nicht ausreicht und du immer noch nicht genau weißt, zu welcher Gruppe du gehörst oder nicht genau verstehst, was es mit introvertierten und extrovertierten Persönlichkeiten auf sich hat, dann sieh dir die folgenden Punkte an und vergleiche diese mit dir. Im Buch von Thomas Klußmann bekommst du noch einmal nähere Details, wie du deine Persönlichkeit anpassen kannst. Wo findest du dich wieder?

Extrovertierte Personen…

  • sind gerne unter Menschen
  • lieben Action und riskante Dinge
  • arbeiten gerne in Gruppen
  • brauchen praxisrelevante Arbeiten
  • sind nicht gerne allein
  • wohnen häufig in einer WG
  • mögen oft körperliche Arbeit lieber als geistige Arbeit

Introvertierte Personen…

  • sind gerne allein
  • unternehmen gerne Dinge, die sie ohne andere Personen tun können
  • mögen oft geistige Arbeit lieber als körperliche Arbeit
  • arbeiten allein produktiver, als in einer Gruppe
  • scheuen große Menschenmengen
  • lieben ruhige und entspannte Beschäftigungen

Na, hast du dich in einer der beiden Persönlichkeiten wieder erkannt? Prima! Dann kann es ja los gehen.

Hier kommt deine Anleitung, wie du das Maximum aus dir heraus holst:

Der Vormittag

  • Starte früh in den Tag
  • Erstelle eine To-do-Liste
  • Werfe einen Blick in deinen Kalender
  • Gönne dir ein gutes Frühstücken inkl. einem Muntermacher-Tee
  • Eine Wechseldusche bringt dich so richtig in Schwung
  • Denke darüber nach, was dich an diesem Tag erwartet

Sicherlich kennst du den Spruch: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Da ist definitiv auch etwas dran. Je früher du in den Tag startest, desto mehr kannst du erledigen und desto mehr Puffer hast du gegen Ende des Tages. Das heißt, sollte irgendwie etwas bei deinem Zeitplan durcheinander geraten, dann hast du immer noch die Möglichkeit, deine Erledigungen auf die zweite Hälfte des Tages zu legen.

Um genau zu wissen, was denn überhaupt ansteht, ist es sehr empfehlenswert, einen Terminkalender oder ein Bullet Journal zu führen. Bestenfalls etwas, das du immer mit nehmen kannst. Der Kalender auf dem Handy via einer tollen App tut es natürlich auch. Solltest du von zuhause aus arbeiten, kannst du aber auch einen Tisch- oder Wandkalender führen. Sich Termine nieder zu schreiben hat auf jeden Fall den Vorteil, dass man immer eine Übersicht hat, was wann und wo anfällt. Kein Mensch kann sich alles merken. Am Besten gehst du am Abend, vor dem nächsten Tag, noch einmal alles durch, was am Folgetag anfällt, um evtl. auch Ergänzungen einzutragen. Auf diese Weise bringst du deine Gedanken zu Papier und du kannst besser abschalten, den restlichen Abend genießen oder einfach beruhigt ins Bett gehen.

Am Morgen beginnst du, nachdem du einen Blick auf deinen Terminkalender geworfen hast, mit einem tollen und ausgewogenen Frühstück. Tu deinem Körper hier schon etwas Gutes, denn der ganze Tag steht noch bevor. Um den Kreislauf richtig in Schwung zu bringen, sollte ein warmes Getränk nicht fehlen. Wie wäre es mit einem schwarzen oder einem grünen Tee? Beide sind richtige Muntermacher und um einiges gesünder als Kaffee. Dazu sollte man unbedingt auch eine Kleinigkeit essen oder zumindest etwas einpacken, das man in der nächsten Stunde verzehrt. Der Körper braucht am Morgen ganz besonders viel Energie, daher sollte man hier wirklich reichlich frühstücken.

Anschließend kann es unter die Dusche gehen. Auch wenn es hier etwas an Überwindung kostet, versuche es mit einer Wechseldusche. Also, erst warm duschen, dann kalt, dann wieder warm, usw. So kommt dein Kreislauf nochmal richtig in Schwung und du fühlst dich im Anschluss so richtig wach. Während du unter der Dusche stehst, kannst du dir schon einmal ein paar Gedanken machen, auf was du dich heute besonders freust. Wie? Du hast nichts, worauf du dich freuen kannst? Sollte dir nichts einfallen, dann sei dir gesagt, dass deine Erledigungen nicht nur aus stressigen Punkten bestehen sollten, die man eben ab arbeiten muss. Plane auf jeden Fall auch Dinge mit ein, die du gerne tust und die nichts mit Pflichtterminen zu tun haben. Das ist das A und O. Du hast schließlich nur dieses eine Leben und das sollte definitiv nicht aus einem Terminkalender bestehen, welcher rein lästige Arbeiten enthält. Trage dort auf jeden Fall auch ein, wenn du dich z.B. mit Freunden verabredest oder du vor hast, dir ein neues Kochbuch zu kaufen. Um trotzdem strukturiert zu bleiben, solltest du allerdings die Dinge, die Priorität haben, besonders dick markieren oder auf eine andere Art und Weise hervorheben, schließlich wollen wir ja in erster Linie produktiv sein. Anhand von diesem Leitfaden kann man sich auch auf ein schönes Vorhaben freuen, ohne das ein schlechtes Gewissen aufkommt.

Der Mittag

  • Gönne dir eine ausreichende Pause
  • Unternehme etwas, das deiner Persönlichkeit entspricht und deine Batterie wieder auflädt

Eine Verschnaufpause ist wirklich sehr wichtig. Diese solltest du unbedingt in deinem Arbeitsrhythmus mit einplanen. Hierzu gehört auch eine Mahlzeit.

Nun kommen wir auf die verschiedenen Persönlichkeiten zurück. Damit du in deiner Mittagspause auch wirklich Kraft tanken kannst und nicht etwas tust, wo du noch mehr Energie verlierst, solltest du wissen, wodurch du überhaupt Kraft schöpfen kannst. Egal ob du eher introvertiert oder extrovertiert bist, um vollständig zu ruhen und in der Pause die Batterie wieder neu laden zu können, solltest du dir etwas suchen, was dich komplett von deiner Arbeit ablenkt. Das bedeutet, dass du auf keinen Fall mit den Arbeitskollegen über dort anfallende Projekte sprichst oder irgend etwas tust, was in Verbindung mit deiner Arbeit steht. Wir wollen uns ausruhen, daher sollten wir unsere Gedanken auf andere Dinge richten und zwar auf welche, die uns entspannen lassen und Freude bereiten.

Als introvertierte Person suchst du dir am Besten ein ruhiges Plätzchen, wo du ganz für dich sein kannst. Nimm dir ein Buch zur Hand, geh in den Park und beobachte die Vögel oder schließe deine Augen und träume vor dich hin. Das gibt dir genügend Ruhe und Entspannung und du kannst von der Welt eine kleine Pause machen.

Als extrovertierte Person darf es dagegen etwas mehr Action sein. Wie wäre es mit einem Mittagessen inklusive Gesellschaft? Ein extrovertierter Mensch benötigt eine aktive Beschäftigung, die ihn von der Arbeit ablenkt. Auch kleinere Sporteinheiten sind in der Mittagspause eine gute Idee. Der Austausch mit anderen Menschen bringt einer extrovertierten Persönlichkeit genug Energie, um sich anschließend wieder voller Elan dem restlichen Arbeitstag zu widmen.

Der Nachmittag

  • Kontrolliere deinen Terminkalender
  • Bau dir Motivation auf, indem du deine Erledigungen positiv stimmst
  • Suche dir eine sportliche Betätigung, um dich auszupowern

Der Arbeitstag neigt sich dem Ende zu. Stehen nun noch Erledigungen an? Ein Blick in den Terminkalender verrät es dir. Falls nicht, solltest du auf jeden Fall Sport in deinen Alltag integrieren. Suche dir eine sportliche Betätigung, die du mindestens zweimal die Woche tun möchtest. Das dürfen natürlich auch mehrere Sportarten sein. Hauptsache, du kannst dich so richtig auspowern, denn dies ist auch ein ganz wichtiger Punkt, um sich fit zu halten und um das Ladevolumen der Batterie möglichst hoch zu halten.

Egal, ob es nun um den Sport geht oder um eine andere Erledigung: Jetzt gilt es, konsequent zu sein! An diesem Punkt haben häufig die introvertierten Personen das Gefühl, einfach nach Hause gehen zu wollen und die restlichen Termine zu verschieben. Die extrovertierten Menschen hingegen würden sich jetzt am Liebsten mit ein paar Freunden verabreden oder eine andere aktive Beschäftigung tun. Wenn nun aber noch etwas ansteht, dann sollte man dem unbedingt nachgehen. Das schlechte Gewissen verfolgt einen sonst auf jeden Fall. Um sich also die benötigte Ladung Motivation zu holen, kann man sich selbst ein wenig pushen, indem man etwas positives aus der Erledigung kreiert. Es hilft ja schließlich alles nichts, denn die gewisse Sache muss so oder so in die Tat umgesetzt werden. Also geht man die Sache doch besser positiv an. Das macht es schon einmal angenehmer. Der Trick ist quasi, die Erledigung (sollte diese überhaupt eine negative Erledigung sein) auf jeden Fall, so positiv, wie möglich zu gestalten.

Feierabend

Der Abend

  • Lehn dich zurück und genieße den Feierabend in vollen Zügen

Deine To-do-Liste ist erfolgreich abgehakt, der nächste Tag wurde auch schon vorbereitet und nun darfst du endlich die Füße hochlegen. Du kannst dich komplett entspannen, schließlich hast du alles hervorragend gemeistert und darfst jetzt stolz auf dich sein! Gönne dir ein heißes Bad, ein gutes Buch, schau einen tollen Film und tu, was immer dir gut tut. Du hast es dir verdient!

 

Digitales Business

Was tust du, wenn du einige Dinge doch nicht erledigen konntest?

Strukturiertes Planen

Du hast alles gegeben, der Tag ist super gelaufen, aber auf deiner Liste stehen trotzdem noch ein paar Vorhaben, die du nicht geschafft hast? Manchmal haben wir einfach nicht genügend Zeit für alles, was wir uns vornehmen. Aber keine Angst, auch hierfür gibt es eine Lösung und nicht nur eine, sondern sogar zwei, welche dir auf jeden Fall helfen werden.

Fall Nr. 1: Vorhaben miteinander verbinden

Das Problem: Du hast noch so viel vor, musst noch mit dem Hund raus gehen, hast noch nichts gegessen und dein Freund würde es dir wirklich übel nehmen, wenn du ihn nun schon wieder versetzt.

Die Lösung: Wer sagt denn, dass du alles nacheinander abhaken musst? Lade deinen Freund zu dir ein, macht gemeinsam einen schönen Spaziergang mit dem Hund und anschließend könnt ihr noch zusammen etwas kochen. Du warst aber noch nicht einkaufen und hast nichts zuhause? Dann mach dich gefasst auf die zweite Lösung im Fall Nr.2.

Fall Nr. 2: Arbeiten delegieren

Das Problem: Selbst wenn du Dinge miteinander kombinierst, bleiben immer noch ein paar Sachen auf der Liste stehen, die du noch zu erledigen hast, wie z.B. den Lebensmitteleinkauf oder aber auch Sachen, die einfach länger brauchen.

Die Lösung: Manchmal wollen wir alles alleine meistern. Uns kommt es oft nicht in den Sinn, bestimmte Dinge auch einfach mal an andere abzugeben. Wir scheuen uns davor, um Hilfe zu fragen. Dabei ist es meist gar kein Problem, auch einmal etwas an andere zu delegieren. Im Fall Nr. 1 könnte doch dein Freund, auf dem Weg zu dir, mal schnell etwas einkaufen, das zum Kochen benötigt wird. Das wird sicher kein Problem sein, schließlich kocht ihr ja schon gemeinsam bei dir und da ist es doch fair, wenn er sich um den Einkauf kümmert. Generell kannst du diese Lösungsmöglichkeit auch in vielen anderen Bereichen anwenden. Überlege, was für dich regelmäßige Zeitfresser sind und ob du diese nicht an jemanden abgeben kannst.

Wenn du eine Familie hast und die Kinder alt genug sind, dann können diese doch beispielsweise auch mal im Haushalt mit anpacken. Du tust sogar etwas Gutes damit, denn dadurch lernen diese, selbständig zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Oft klammern wir uns aber auch an Arbeiten, die uns überhaupt nicht liegen und verbringen viel zu viel Zeit damit. Man muss nicht alles können und auch nicht alles machen. Wenn eine gute Freundin von dir einen Flyer für dich erstellen kann und du aber bereits Probleme hast, das Bearbeitungsprogramm überhaupt erst einmal zu verstehen, dann frag sie doch, ob sie das nicht für dich übernehmen würde. Klingt eigentlich ganz simpel, oder?

Bist du bereit alles aus dem Tag herauszuholen?

Unterm Strich lässt sich also sagen, dass mit einer großen Portion Planung, sowie einer kleinen Prise Disziplin und der richtigen Haltung dazu, nahezu jeder Tag, ein positiver Tag werden kann. Erinnere dich auch immer wieder daran, dass Gedanken Früchte tragen. Denke gute Gedanken, um auch eine gute Ernte zu erhalten. Nicht umsonst lehrt uns die biblische Weisheit folgendes:

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten. Achte auf deine Taten, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

Wenn du also das nächste mal gestresst zum Zug rennst und diesen leider verpasst, dann ärgere dich nicht darüber, weil es sowieso nichts bringt. Langfristig wirst du dadurch nur zu einem griesgrämigen und gestressten Menschen. Schnappe dir stattdessen dein Handy, ruf deine Mutter an, die schon so lange nichts mehr von dir gehört hat und unterhaltet euch nett miteinander, bis ganz einfach der nächste Zug kommt.

Der perfekte Tag: Maximiere deine Produktivität für mehr Erfolg
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