Ghostwriter Vergleich

Ob Hausarbeit oder Dissertation: Immer mehr Studierende lassen sich beim Schreiben tatkräftig von einem Ghostwriter unter die Arme greifen. Der Handel mit gekauften akademischen Arbeiten aus dem Internet boomt. Nahezu täglich schießen neue Ghostwriting-Agenturen und Einzelanbieter aus dem Boden, während sich andere wieder in Luft auflösen. Wenn man vorhat, den Kontakt zum Geistschreiber zu suchen, sind eine solide Vertrauensbasis und ein hohes Maß an Diskretion Grundvoraussetzung. Gerade wenn man zum ersten Mal mit einem Ghostwriter kooperieren möchte, ist es schwierig, sich in diesem undurchsichtigen Markt zurechtzufinden. Worauf ist bei der Auswahl des Ghostwriters zu achten? Und wie kann Ghostwriting überhaupt legal sein? Wir beantworten diese Fragen und vergleichen die wichtigsten Anbieter auf diesem wachsenden Markt.

Ist Ghostwriting legal?

Der Handel mit akademischen Texten ist vollkommen legal. Grundsätzlich kann jeder Bürger einen anderen Bürger beauftragen, eine wissenschaftliche Arbeit oder Studie zu einem bestimmten Thema zu verfassen. Eine Arbeit von jemand anderem als die eigene auszugeben, ist schon eher problematisch – zumindest dann, wenn man eine Eigenständigkeitserklärung unterzeichnet hat. Dies könnte gegen Universitätsrichtlinien verstoßen und, streng betrachtet, sogar als Urkundenfälschung eingestuft werden. Doch die Ghostwriter-Agenturen haben einen geschickten Weg gefunden, diese Problematik zu umgehen: Indem sie Kunden darauf hinweisen, dass die gekaufte Arbeit nicht als die eigene ausgegeben werden darf, sind sie rechtlich aus dem Schneider. Dass wohl annähernd 100 % der Kunden es trotzdem tun, ist für das Geschäftsmodell kein Hindernis. Umso wichtiger ist es jedoch für den Kunden, dass „seine“ Arbeit nicht letzten Endes als das Produkt eines Ghostwriters entlarvt wird. Dabei spielen Faktoren wie Diskretion, Sicherheit und Plagiate eine entscheidende Rolle. Wir haben uns angesehen, worauf du bei der Wahl der richtigen Ghostwriting-Agentur achten solltest:

 

  1. Finger weg von unseriösen Angeboten!

Vor allem kommt es bei der Wahl des Ghostwriters auf zwei Punkte an: hohe fachliche Kompetenz und absolute Diskretion. Der Ghostwriter muss nicht nur ein erfahrener wissenschaftlicher Autor sein, er muss sich auch mit dem Fachgebiet der gewünschten Arbeit auskennen. Zudem ist Vertrauen wichtig – schließlich möchte man sich als Kunde nicht erpressbar machen.

Gerade am wachsenden Markt der Ghostwriter stößt man auf viele No-Name-Anbieter, die diesen Kriterien nicht gerecht werden. Von anonymen Angeboten im Internet, die Ghostwriting für unter 80 Euro pro Seite anbieten, wie man sie beispielsweise auf eBay findet, ist daher auf jeden Fall abzuraten. Besser ist es, sich an eine der größeren Agenturen zu wenden, die ausreichend Erfahrung mitbringen und sich über Jahre einen seriösen Ruf aufgebaut haben.

Wie der Ghostwriter-Report der Zeit schon vor einigen Jahren gezeigt hat, heißen die Marktführer im deutschsprachigen Raum Gwriters, Dr. Franke und ACAD WRITE. Inzwischen sind mit Acadoo und Business & Science zwei weitere nennenswerte Player dazugekommen, die auch das niedrigere Preissegment abdecken.

Doch nicht überall läuft die Zusammenarbeit mit dem Ghostwriter gleich ab. Auch zwischen den einzelnen Agenturen gibt es sehr große Unterschiede, nicht nur was den Preis und die Qualität betrifft. Wir haben uns die einzelnen Faktoren für die Wahl der Ghostwriting-Agentur genauer angesehen.

 

  1. Direkte Kommunikation als Erfolgsfaktor

Vor allem bei größeren Projekten wie Bachelorarbeiten oder einer Masterarbeit ist es unumgänglich, sich regelmäßig mit dem Ghostwriter auszutauschen, Feedback zu geben und Korrekturschleifen durchzuführen. Kommunikation ist hier also ein wichtiger Faktor. Nicht bei jeder Agentur ist es möglich, mit seinem Ghostwriter direkt in Kontakt zu treten. Bei den günstigeren Anbietern läuft meist die gesamte Kommunikation über die Agentur, die Nachrichten zwischen Kunde und Autor weiterleitet. Gerade bei großen Arbeiten ist es jedoch empfehlenswert, eine Agentur zu wählen, die Telefonkonferenzen mit dem Autor möglich macht. Das erleichtert nicht nur den Austausch zum Thema der Arbeit, sondern ermöglicht es dem Kunden auch, sich ein Bild von den fachlichen Kompetenzen des Autors zu machen, noch bevor dieser mit dem Schreiben loslegt.

„Das direkte Gespräch zwischen Kunde und Autor ist das Geheimnis von gutem Ghostwriting. Damit lassen sich Missverständnisse von vornherein vermeiden und, falls sie trotzdem auftreten, schnell aus dem Weg schaffen“, so Dr. Thomas Nemet, der seit 15 Jahren die Ghostwriter-Agentur ACAD WRITE leitet.

Zudem ist es wichtig, im Vorhinein abzuklären, wer für Korrekturen verantwortlich ist und wie diese verrechnet werden. Bei manchen Anbietern können Änderungswünsche ganz schön teuer werden, während bei anderen kostenlose Korrekturen im Preis inbegriffen sind. Darauf solltest du bei der Auswahl der Ghostwriting-Agentur ebenfalls achten.

 

  1. Die Anonymität des Kunden ist wichtig

Genauso wichtig wie die Kommunikation ist die Anonymität. Bei Nachrichtenverkehr mit dem Autor sollte es so sein, dass alle gesendeten Nachrichten zuerst von der Agentur geprüft und anonymisiert werden. Telefonkonferenzen sollten mit einer Einwahlnummer erfolgen und von einem Agentur-Mitarbeiter moderiert werden, der Kunde und Autor zum Beispiel mit dem Vornamen vorstellt. So wird die Anonymität des Kunden gegenüber dem Autor gewahrt, während beide gleichzeitig direkt miteinander kommunizieren können.

Nur die wenigsten Agenturen gewährleisten beides – direkte Kommunikation und Anonymität gegenüber dem Ghostwriter. Vor allem bei wichtigen Arbeiten, die eine Eigenständigkeitserklärung beinhalten, sollte jedoch unbedingt auf diesen Punkt geachtet werden!

 

  1. Plagiatsfreiheit ist unerlässlich

Ein Grund, warum die Ghostwriter-Branche in den letzten Jahren so rasant wächst, ist, dass es für Studierende schwieriger geworden ist, bei ihren Arbeiten zu schummeln, ohne fremde Hilfe zurate zu ziehen. So war es in den 1990er-Jahren noch üblich, seine Hausarbeit bei Last-Minute-Abgabeterminen aus anderen Arbeiten abzuschreiben, aus dem Internet zu kopieren oder aus einer Fremdsprache zu übersetzen. Doch mittlerweile führt so gut wie jede Universität eine automatisierte Plagiatsprüfung durch, mit der alle abgegebenen Arbeiten getestet werden. Das Programm merkt sofort, wenn irgendetwas ohne entsprechende Kennzeichnung abgeschrieben oder kopiert worden ist. Deswegen ist es heute unerlässlich, dass es sich bei der Arbeit um ein Unikat handelt, in dem alle verwendeten Quellen wissenschaftlich zitiert sind. Hier kommt der Ghostwriter ins Spiel. Aber was, wenn der Autor selbst abschreibt?

Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, die Arbeit vor der Abgabe bei der Hochschule oder Uni durch eine Plagiatsprüfung zu schicken. Die meisten Agenturen versprechen zwar, dies zu tun, aber du solltest sicherstellen, dass du die Testergebnisse auch selbst siehst und selbst überprüfen kannst.

 

  1. Achtung vor versteckten Kosten

Wie bei vielen anderen Internetangeboten lauern auch beim Ghostwriting manchmal versteckte Kosten. So verlangen manche Agenturen nicht nur für Korrekturwünsche mehr Geld, sondern auch für Lektorate und die Plagiatsprüfung. Hier solltest du auf transparente Preise achten. Seriöse Agenturen haben meist ein All-Inclusive-Angebot, das Korrekturen, den Plagiatsscan, Telefonkonferenzen sowie ein abschließendes Korrektorat durch einen ausgebildeten Lektor beinhaltet. So wird sichergestellt, dass die Arbeit letztendlich auch sprachlich einwandfrei ist und keine peinlichen Fehler beinhaltet.

Wenn du ein Angebot von einer Ghostwriting-Agentur einholst, pass auf, dass es ein unverbindliches Angebot ist und all diese Punkte mit dem vereinbarten Preis abgedeckt sind. Sonst droht die Gefahr, dass die Kosten plötzlich in die Höhe schießen.

Wenn du diese fünf Faktoren beim Vergleich von Ghostwritern beachtest, hast du die besten Chancen, die richtige Wahl zu treffen!

Der Ghostwriter-Vergleich: Eine Wachstumsbranche im Umbruch
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