Glück -DankbarkeitstagebuchQuelle: miya227 - stock.adobe.com

Mit einem Dankbarkeitstagebuch kannst du deine schönen Momente überall notieren.

Glück lässt sich nicht genau definieren. Es ist das Gefühl des inneren Wohlbefindens und kann für jeden etwas anderes bedeuten. Und dieses Gefühl ist wichtig, um die täglichen Herausforderungen zu meistern und auch in den stressigen Phasen einer Gründung einen kühlen Kopf zu bewahren. Doch die große Frage lautet dabei, wie wir dieses Glücksgefühl erlangen. Ein Ansatz ist das Prinzip der Dankbarkeit. Denn wer dankbar ist, der kann demnach auch schneller und öfters Glück empfinden. Im folgenden Text erfährst du mehr über dein Dankbarkeitstagebuch und wie einfach du lernen kannst, es mit glücklichen Zeilen zu füllen. 

Das Glücksgefühl

Den Begriff Glück zu beschreiben, haben schon sehr viele Menschen versucht. Vor 900 Jahren bezeichnete man mit dem Wort „Gelücke“ das gute Ende eines Ereignisses. Laut Duden soll Glück eine angenehme und freudige Gemütsverfassung sein, ein Zustand innerer Befriedigung und Hochstimmung. Viele vermuten auch eine Unterstützung in Gegenständen und suchen sich einen Glücksbringer. Das kann ein Kleeblatt sein, ein Hufeisen oder aber eine gerade gesehene Sternschnuppe am Nachthimmel. Und das „World Book of Happiness“ versucht Faktoren des Glücks aufzuzählen: eine stabile Liebesbeziehung, Gesundheit, ein den Fähigkeiten entsprechender Beruf, Freunde, Kinder und Geld für Grundbedürfnisse. Doch trotz dieser Merkmale ist es schwer, im Alltag ein Glücksgefühl auszulösen oder es überhaupt erstmal festzustellen.

Kochen fördert das Wohlbefinden.Quelle: jackfrog - stock.adobe.com

Leckeres Gemüse und die Lieblingssoße – auch das sind Zutaten für dein Wohlbefinden.

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Aus Dankbarkeit wird Glück

Der Ansatz, Glück mit Dankbarkeit in Verbindung zu bringen, ist nicht neu. Doch die australische Autorin Colleen McCullough befasste sich in der Fachzeitschrift Journal of Personality and Social Psychology besonders intensiv mit der Verbindung zwischen Glücksgefühlen und der bewussten Konzentration auf Dankbarkeit. Sie legte wichtige Grundlagen für eine Auseinandersetzung mit dem Prinzip und versuchte, die Verbindung psychologisch zu ergründen. Darüber hinaus forschte sie auch über Verbindungen im Gehirn, die für diesen Zusammenhang verantwortlich sind. 

Allerdings fand erst der amerikanische Psychologe Martin Seligman im Jahr 2005 in einer Dankbarkeitsstudie heraus, dass es das persönliche Glücksgefühl steigert, wenn dankbare Momente oder Gedanken notiert werden. In Positive psychology progress: Empirical validation of interventions beschreibt er das gesteigerte Glücksempfinden durch ein Dankbarkeitstagebuch. Zudem stellte er überraschend fest, dass die Teilnehmer sogar lange nach der Studie ihr Tagebuch weiter nutzten und dadurch ihr Wohlempfinden steigern konnten. 

Dein Dankbarkeitstagebuch – Das Prinzip

Wenn du das Wort „Tagebuch“ liest, könntest du vielleicht vermuten, dass sich ein großer Aufwand dahinter verbirgt. Dass du erst ein leeres Buch kaufen musst oder ab sofort stundenlang schreiben wirst und endlos viele Stunden damit verbringst. Doch keine Sorge, der Begriff Dankbarkeitstagebuch beschreibt hauptsächlich die Tatsache, dass du wie in einem Tagebuch pro Tag deine Erlebnisse aufschreibst. Das bedeutet aber nicht, dass das 20 Seiten pro Tag an Schreibarbeit werden und das Tagebuch 50 Euro kosten muss. Denn es sind nur kurze Stichworte und als Basis reichen auch ein Notizblock oder ein paar Seiten Druckerpapier. Du kannst natürlich auch auf deinem Computer eine Datei erstellen oder einen Text auf dem Smartphone speichern. Bei der Umsetzung gibt es keine konkreten Vorgaben. 

Ideen für dein Dankbarkeitstagebuch

Wenn du dich jetzt fragst, wie du dein Dankbarkeitstagebuch füllen könntest, lass dich davon nicht beunruhigen. Denn besonders aufgrund der aktuellen Corona-Krise fällt es schwer einen Ansatz zu finden. Doch sei dir sicher, dass du die schönen Momente und Gedanken finden wirst. Als Hilfe für deinen Eintrag ins Dankbarkeitstagebuch kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Was gibt es Positives in meinem Leben?
  • Welche tollen Dinge sind heute passiert?
  • Was hat mich heute positiv überrascht?
  • Was würde mir fehlen, wenn ich es nicht mehr hätte?
  • Wer oder was hat mich heute zum Lächeln gebracht?
  • In welchen Bereichen geht es mir besser als anderen Menschen?
  • Was hat mir Freude gemacht?
  • Worauf freue ich mich heute?

Positive Momente lassen sich so besser erkennen und visualisieren. Und diese Dankbarkeit können auch kleine Alltagssituationen auslösen. Zum Beispiel der Sonnenschein, der durchs Fenster dringt. Die Lieblingsserie, auf die du dich schon so lange gefreut hast. Ein leckeres Essen, dass du dir selbst gekocht hast. Ein Bewusstsein für diese dankbaren Augenblicke zu entwickeln ist nicht leicht, aber mit ein bisschen Offenheit und Konzentration schaffst du es. 

Tolle Kollegen lösen Glücksgefühle ausQuelle: Idprod - stock.adobe.com

Zuverlässige Kollegen mit produktiven Ideen lösen auch ein Gefühl der Dankbarkeit aus.

Dein Dankbarkeitstagebuch beginnen

Die Grundlagen für dein Dankbarkeitstagebuch hast du nun erfahren. Jetzt kannst du loslegen und deine Gedanken notieren. Die folgenden Schritte zum Ablauf helfen dir bei der Umsetzung:

1. Den Ort für deine Gedanken festlegen

Einmal Notizen auf einem Blatt, dann kurze Gedanken im Smartphone, danach schnell am Computer die Datei erstellt und die Benennung vergessen. Dieses Chaos bringt auch deine Glücksgedanken durcheinander. Lege deshalb besser vorher fest, wo du ab sofort deine Notizen festhalten wirst und halte dich auch daran.

2. Mit dir einen Termin vereinbaren

Wenn du immer zu unterschiedlichen Zeiten deine Dankbarkeit aufschreibst, dann kann sie im Alltag schneller vergessen werden. Deshalb ist es sinnvoll, einen Termin mit dir selbst zu vereinbaren, an dem du dann die Notizen machst. Am besten abends, weil du dann zum Ende des Tages den Fokus auf die schönen Dinge richtest, die dir im Laufe des Tages begegnet sind. 

3. Eigene Fragen überlegen

Worauf du bei deinem Dankbarkeitstagebuch den Fokus legst, ist natürlich dir überlassen. Denn wir erinnern uns, Glück bedeutet für jeden etwas anderes und auch Dankbarkeit empfinden wir unterschiedlich. Deshalb lege für dich selbst mindestens drei Fragen fest, die du dir selbst jeden Tag stellst und gerne beantwortest. 

4. Erfreue dich an deinem Leben!

Unabhängig von allen schlechten Nachrichten des Tages: Erfreue dich an deinen positiven Gefühlen und lass sie zu. Dabei hilft es auch, sich die notierten Dankbarkeiten der vorherigen Tage noch einmal durchzulesen. Je länger du dein Dankbarkeitstagebuch führst, desto größer ist der Effekt auf dein Wohlbefinden.

Musik hören und glücklich seinQuelle: cherryandbees - stock.adobe.com

Den Lieblingssong hören, dankbar sein und den Moment genießen.

Die Langzeitwirkung deines Dankbarkeitstagebuchs

Natürlich ist es schön, sich abends an den schönen Momenten zu erfreuen. Doch damit sich die Dankbarkeit wirklich langfristig auf dein Wohlbefinden auswirkt, solltest du das Tagebuch mindestens eine Woche lang führen. Noch besser ist es, es in den nächsten 30 Tagen immer wieder zu ergänzen. Denn du wirst merken, dass du schon morgens beim Aufstehen einen anderen Fokus bekommst. Damit beginnst du deinen Tag besser gelaunt. Und gute Laune zieht positive Dinge an. Dafür braucht es natürlich ein wenig Zeit, halte also durch und versuche deine Dankbarkeit jeden Tag aufs Neue in Energie umzuwandeln.

Fazit: Offen und dankbar für Glücksmomente

Vielleicht erscheint es dir sogar unpassend, gerade jetzt in der Corona-Krise nach glücklichen Aspekten zu suchen. Doch diese Gedanken solltest du gleich bei Seite schaffen, denn du hast es verdient, dich zu motivieren und mit einer positiven Einstellung aus der Krise hervor zu gehen. Deshalb lautet das Motto nun: Nutze den Tag und starte mit deinem Dankbarkeitstagebuch. Doch lass dich dabei nicht unter Druck setzen, kein Mensch ist durchgehend glücklich und zufrieden. Es geht darum, seine Sinne zu öffnen und die dankbaren Augenblicke im Alltag zu erkennen. Dann gelingt es dir auch, die stressigen Phasen einer Gründung zu überwinden und dich immer wieder zu fokussieren.

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