Corona-Krise bedroht Existenz europäischer StartupsQuelle: Konstantin Yuganov - stock.adobe.com

Durch die Corona-Krise werden laut Startup-Barometer viele Gründer keine Finanzierungen mehr erhalten.

Die europäische Startup-Szene steht durch die Corona-Krise vor großen finanziellen Verlusten. Das geht aus dem Startup-Barometer 2020 hervor. In den vergangenen Jahren hatte die Szene noch Finanzierungsrekorde aufgestellt. Nun bedrohen hohe Umsatzausfälle und geringe Investitionen viele Existenzen. 

Europas Startups stehen vor hohen Gewinneinbrüchen und damit großen existenziellen Herausforderungen. Das berichtet eine aktuelle Studie der Beratergesellschaft Ernst & Young (EY). Ihr sogenanntes Startup-Barometer erscheint seit 2014 und berichtet über Investitionen sowie erfolgreiche Finanzierungsrunden der Jungunternehmen. Dafür werden Presseberichte ausgewertet. In den vergangenen Jahren konnte sich die Startup-Branche über Rekorde bei der Finanzierung freuen. Für das kommende Jahr steht durch die Corona-Krise allerdings ein massiver Einbruch bevor.

Vom Rekordjahr in die Corona-Krise

Hubert Barth, der EY-Vorsitzende für Deutschland, vermutet im Jahr 2019 die vorerst letzten Rekorde. Er blickte bei der Vorstellung des Startup-Barometers auf die Erfolge des vergangenen Jahres zurück. Dort hatten die Startups 6,2 Milliarden Euro an Investitionen erhalten, 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Finanzierungsrunden stieg um 13 Prozent auf 704.

Die größten Deals waren dabei die 500 Millionen Euro Unterstützung für das Münchener Start-up FlixMobility und 428 Millionen Euro für das Berliner Reise-Start-up GetYourGuide. Auf dem dritten Platz folgt mit 361 Millionen Euro Unterstützung die Berliner Gebrauchtwagenplattform Frontier Car Group.

Doch durch die Corona-Krise könnten nun zunächst die Investitionen bei den Startups einbrechen, zusätzlich führt das wiederum dann auch noch zu hohen Umsatzausfällen. Damit sind viele Gründer auf die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung angewiesen.

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Schutzmaßnahmen für Startups

Barth fordert die Regierung deshalb auf, trotz der Corona-Krise an den Finanzhilfen festzuhalten. Auch den geplanten „Zukunftsfond“ für noch mehr Kapital hält er für wichtiger als jemals zuvor. Der Finanzierungsmarkt dürfe demnach nicht völlig einbrechen. Denn Startups könnten besonders in der Startphase keine Gewinne vorweisen und sind auf Kapital von Investoren angewiesen.

Die Hoffnungen der Startups richten sich nun auf den zwei Milliarden Euro schweren Schutzschirm der Bundesregierung. Dieser soll verhindern, dass die Erfolge der deutschen Startup-Szene nun der aktuellen Krise zum Opfer fallen. Dabei stehen besonders Tourismus- und Eventfirmen im Fokus, da die Branche von den Folgen des Coronavirus besonders betroffen ist.

Corona-Krise: Hilfsmittel für Selbstständige und Unternehmen im Überblick

Quelle: Startup-Barometer EY

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