BWL Studium

Seit vielen Jahren steht das Studium der Betriebswirtschaftslehre in der Liste der beliebtesten Studienfächer ganz weit oben. Rund 200.000 Studenten sind auch in diesem Jahr wieder für das BWL Studium immatrikuliert. Sie alle streben nach einem Bachelorabschluss oder einem Masterabschluss. Diese hohe Anzahl an Studenten führt aber auch zu Überlegungen, ob man mit einem BWL Studium in der heutigen Zeit noch gut beraten ist. Wäre es vielleicht nicht besser sich etwas anderes auszusuchen und dann in diesem Bereich Karriere zu machen oder ein Unternehmen zu gründen? Gerade diese Konkurrenz schreckt viele immer mehr ab. Wer sich für das BWL Studium entschieden hat, der ist auch fest entschlossen, später eine ordentliche Karriere hinzulegen.

Vielzahl von Möglichkeiten mit einem BWL Studium

Unbestritten ist, dass du mit einem abgeschlossenen BWL Studium in der Tasche sehr vielfältige berufliche Möglichkeiten hast. Ein Großteil der Bereiche in der Wirtschaft mit seinen vielen Branchen und Bereichen ist damit gut abgedeckt. Dies reicht vom Vertrieb über das Marketing bis hin zum Personalwesen. Also auch alles Bereiche, die du als Gründer zu bedienen hast. Doch ist es alles Gründer wirklich so wichtig ein BWL Studium absolviert zu haben? Sicherlich ist es nicht für alle Gründungsbereiche so besonders wichtig. Ich will jetzt nicht sagen, dass ein BWL Studium für dich als Gründer von Nachteil ist. Nein, denn wichtige Grundlagen aus diesem Studium sind natürlich sehr wertvoll. Doch es gibt sicherlich auch Dinge, die du als Gründer brauchst, Aber du wirst sie in keinem BWL Studium lernen.

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Meinungen der Experten gehen auseinander

Es gibt nicht wenige Experten die sagen, dass es keinen Sinn mehr ergibt, nur noch ein BWL Studium zu absolvieren. Mehr und mehr sind bestimmte zusätzliche Qualifikationen gefragt. Aus diesem Grund ist es auch für Gründer sehr sinnvoll, dass BWL Studium mit einem Kombi-Lehrgang durchzuführen. Die Zeiten haben sich nun einmal deutlich geändert. Die Spezialisierung in vielen Themen und Bereichen nimmt mehr und mehr zu. Gerade du als Gründer weißt genau, welche verschiedenen Herausforderungen auf dich warten.

Schärfe dein Profil

Dies ist auch ein Grund, warum jeder vor einem BWL Studium sein eigenes Profil erst einmal zu schärfen. Wohin soll dich dein beruflicher Weg führen? Welche Vorstellungen hast du von deiner Karriere? Ist dies mit einem „normalen“ BWL Studium umsetzbar? Möchte und kann ich selbst ein Unternehmen gründen? In den letzten Jahren ist deutlich feststellbar, dass immer mehr Betriebswirtschaftsstudiengänge mit Jura, Informatik oder Ingenieurswissenschaften gekoppelt werden.

Das lernst du in deinem BWL Studium nicht

Es ist ein Irrglaube, dass du mit einem BWL Studium die wichtigsten Grundlagen für eine Gründung und einer späteren Laufbahn als Unternehmer legst. Sicherlich werden dir einige Grundlagen vermittelt, die sich später durchaus als hilfreich darstellen. Aber es kann auch nicht bestritten werden, dass viel wissenschaftliche Theorie nicht fehlendes Praxiswissen ersetzen kann.

  1. Ein BWL Studium vermittelt sehr wenig bis kaum Praxiswissen. Nach einem Studium erscheint dir deshalb die Gründung von einem Unternehmen als sehr komplexes Unterfangen. Welche Gründungskonzepte es gibt oder welche Arbeitsmethoden wichtig sind, wird im Studium nicht vermittelt. Sehr schwer dann ohne Experten den richtigen Einstieg zu finden.
  2. Die Lerninhalte im Studium für Betriebswirtschaft orientiert sich der Lerninhalt in den meisten Fällen an einem großen Unternehmen. Dieses hat aber bereits ein bestehendes Geschäftsmodell und festen Strukturen. Wie du aber ein Geschäftsmodell auf die Beine stellen kannst, um damit auch dein erstes Geld zu verdienen, lernst du nicht.
  3. Ein großer Bereich im BWL Studium umfasst den Themenbereich Finanzierung. Hier geht es in erster Linie um Finanzierungstheorien oder um das Thema Investition. Doch für dich als Gründer ist es wichtig zu wissen, was beispielsweise Bootstrapping bedeutet. Was genau läuft im Bereich Venture-Capital ab. Wie kannst du dein eigenes Geschäftsvorhaben sinnvoll und sicher finanzieren. Im Studium wirst du darüber nichts oder nur unbefriedigend wenig lernen. Wie du bei einer Gründung und der nötigen Finanzierung feststellen wirst, stehst du vor einem schier undurchdringlichen Gewirr zwischen staatlichen Förderprogrammen, Business Angels und Investorengeld.
  4. Bestandteil vom BWL Studium ist auch der Bereich Marketing. Ein gerade für Gründer sehr wichtiger Bereich. Du lernst im Studium einiges darüber. Doch das Wesentliche wirst du nicht lernen. Die Rede ist hier von den richtigen Kampagnen für dein Startup, welche sich als hilfreich erweisen. Vorrangig auch um als Unternehmer Bekanntheit zu erlangen. Außerdem bringen sie dich als junges Unternehmen sehr gut nach vorne. Genauso wenig lernst du, wie du mit wenig Budget tolle Werbung machen kannst.
  5. Als Gründer wirst du später mit Sicherheit auch Mitarbeiter beschäftigen. Nicht jeder Gründer bleibt ein Einzelkämpfer. Und mit zunehmendem Wachstum brauchst du auch Personal. Doch wie stellt man Mitarbeiter richtig ein? Wie sieht ein Feedbackgespräch aus mit deinen Leuten? Im Basisstudium BWL wirst du darüber nicht viel erfahren. Manche Themen streift man zwar am Rande, aber wirkliches praktisches Wissen bleibt dir leider vorenthalten. Dazu bedarf es schon einem speziellen Studiengang zu diesem Thema, beispielsweise Personalmanagement.

Welches Studium ist für Gründer am besten?

Als Gründer und Unternehmer brauchst du als Grundlage auf jeden Fall Grundkenntnisse in den Bereichen Controlling, Buchhaltung, Personalführung, Marketing, Vertrieb. Dies kannst du mit einem BWL Studium zwar abdecken. Doch wie bereits oben beschrieben, bleiben einige wichtige Dinge, die du nicht lernst. Alle Lerninhalte sind sehr wissenschaftlich gehalten und sind deshalb auch in den meisten Fällen weit entfernt von der Praxis.

Was mache ich, wenn mir die schriftliche Ausarbeitung nicht gelingt?

Auch wenn du noch so gut bist, manchmal gibt es einfach Umstände, die dir Steine in den Weg werfen. Insbesondere wenn du bereits dabei bist während des Studiums zu gründen, fehlt manchmal einfach die volle Konzentration. Wenn du dich in einer solchen Situation befindest, solltest du vielleicht über einen Ghostwriter nachdenken. Anbieter wie beispielsweise Akademix.eu können dir hier behilflich sein. Dabei ist es egal, ob es nun um den Bachelor / Master oder „nur“ um eine Hausarbeit geht.

Schon vor dem Studium gut überlegen

Gehörst du zu den Menschen, die schon früh an ein Leben als Unternehmer gedacht haben? Dann solltest du nicht unbedingt Betriebswirtschaft studieren. Es eignet sich hier mehr ein Studium, welches einen generalistischen Ansatz verfolgt. Solch einen Ansatz findest du beispielsweise im Studium zu Wirtschaftsingenieur. Vorteil hier ist, dass dir weit mehr als nur Grundkenntnisse im Bereich Betriebswirtschaft vermittelt werden. Außerdem bekommst du noch tief greifendes Wissen im Bereich Unternehmensführung beigebracht. Abgerundet wird dieses Studium noch von Grundlagenwissen in den Bereichen Naturwissenschaft, Technik und Mathematik.

Tipps für Gründer mit BWL Studium

Während deinem BWL Studium wurden dir zwar einige wichtige Grundlagen vermittelt, welche du als Gründer und erfolgreicher Unternehmer brauchst. Doch leider fehlt dir eben auch einiges an wichtigem Wissen, das Praxiswissen. Deshalb möchte dich dir einige Tipps geben, wie du diese Defizite vor einer Gründung ausgleichen kannst:

  • absolviere ein Praktikum bei einem erfolgreichen Startup und eigne dir hier Praxiswissen an
  • lies sehr viel. Vor allem zum Thema Entrepeneurship gibt es viel Lektüre, die dich auf jeden Fall weiterbringt
  • gehe zu Vorträgen und Veranstaltungen rund um das Thema Startup-Szene, Gründung und Marketing.
  • nimm an sogenannten Barcamps teil. In diesen Veranstaltungen erfährst du sehr viel wichtiges Unternehmerwissen. Dieses Insiderwissen hast du an der Uni mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht erfahren.
Diese 5 Dinge hast du in deinem BWL Studium nicht gelernt
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