Starke Entwicklung des Online-Handels
Durch den Ausbruch des Coronavirus sind viele der Kunden, die vorher noch in klassischen Kaufhäusern und im Einzelhandel einkauften, auf den Online-Handel umgestiegen. So konnte dieser seinen Umsatz in der Krise noch einmal deutlich steigern. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte der Online-Handel seine Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat um 22,9 Prozent erhöhen. Der reale Zuwachs habe von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar bei 32 Prozent gelegen. Diese Entwicklung zeichnete sich bereits vor der Corona-Krise an. Statistiker teilten mit, dass der Online-Versandhandel von 1999 bis 2019 seinen Umsatz mit 120, 3 Prozent mehr als verdoppeln konnte.
Kaufhäuser als klarer Krisenverlierer
Doch so wie der Umsatz des Online-Handels stieg, so flachte er bei den Kaufhäusern immer mehr ab. Denn diese mussten im gleichen Zeitraum von 1999 bis 2019 42,1 Prozent an realem Umsatz einbüßen. Diese Entwicklung verschärfte sich nun deutlich während der Corona-Krise. Allein von April bis Juni diesen Jahres erfassten die Kaufhäuser einen Umsatzverlust von 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Folge: Viele Kaufhausfilialen mussten bereits schließen, sodass die Attraktivität von Fußgängerzonen in den Innenstädten erheblich sinkt.
Ein Ursache für die rückläufigen Umsätze ist nach Expertenmeinungen vor allem das Sortiment. Hier fehle es an Vielfalt und Angebotspreisen, die der Online-Handel seinen Kunden anbieten kann. Besonders Mode, Kosmetik, Haushalts- und Spielwaren werden noch in klassischen Kaufhäusern erstanden, doch diese Produkte wurden nun vermehrt über das Internet bestellt. Ganze 68 Prozent der Online-Käufer entschieden sich 2019 Bekleidung, Sportartikel und Schuhe über das Internet zu bestellen. Ebenso gingen mit 53 Prozent vermehrt Bestellungen zu privaten Gebrauchsgütern oder Haushaltswaren ein, wie bspw. Fahrzeugen, Möbeln, Geschirr, Waschmaschinen und Spielzeug.


Lisa Goldner