Der Online-Handel als Gewinner der Pandemie

Logistik-Branche boomt in der Coronakrise

Momentan transportiert die Deutsche Post sowie andere Logistik-Firmen so viele Pakete, wie es normalerweise nur in der Weihnachtszeit vorkommt. Immer mehr Menschen wickeln während der Coronakrise ihr Einkäufe über Online-Shops ab und verschaffen der Logistik-Branche zahlreiche Aufträge. Denn während alle anderen Branchen mit rückgängigen Zahlen kämpfen, profitieren Deutsche Post und Co. von der Pandemie.

Logistik-Branche: Über ein Fünftel mehr Pakete

Die Coronakrise beflügelt momentan die Logistik-Branche so sehr, dass die Zusteller mit den Aufträgen kaum noch hinter kommen. Denn die Deutschen bestellen zur Zeit so viel wie noch nie über das Internet. Die Deutsche Post verzeichnet zur Zeit über ein Fünftel mehr an Paketen als sonst. Denn alleine im zweiten Quartal stieg die Menge an Paketen um 21 Prozent an und auch der Paketsatz erhöhte sich um 28 Prozent. So bemerkte das Logistik-Unternehmen, dass im April zur Osterzeit so viel bestellt und verschickt wurde, wie sonst nur an Weihnachten. Dieser Umstand freut den Konzern, da dieser den Rückgang bei Werbe- und Standardbriefen kompensieren kann. So konnte der Bonner Post-Konzern seinen Umsatz im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf circa 16 Milliarden steigern. Demnach verzeichnet die Deutsche Post momentan ein operatives Ergebnis von 912 Millionen Euro.

Auch Konkurrenten nehmen Zuwächse wahr

Nicht nur die Post kann einen starken Zuwachs verzeichnen, sondern auch die Konkurrenten wie UPS. Dessen Sendungsvolumen steig im zweiten Quartal um 23 Prozent auf circa 21 Millionen Pakete am Tag und steigerte somit den Umsatz um 13 Prozent. Neben dem US-Konzern konnten aber auch kleinere deutsche Mitbewerber einen starken Anstieg wahrnehmen. Hermes Sendungen stiegen um 40 Prozent an und auch DPD sprach einen deutlicheren Zuwachs aus.

Weil viele der Logistik-Unternehmen auf die große Nachfrage nicht schnell genug reagieren konnten, blieben als Folge Paketstau und damit Lieferverzögerungen nicht aus. Daher will die Deutsche Post auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz setzen. So sollen zukünftig mittels Algorithmen Routen und Bestellungen gebündelt und somit optimiert werden. Vor allem mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft muss man die Kapazitäten dringend aufstocken. Da besonders das Personal unter den Zuwächsen der Bestellungen in der Coronakrise leidet, versprach die Post Boni zu verteilen.

Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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