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Lockdown-Verlängerung: Das gilt für Selbstständige

Es steht nun fest: Der momentane Lockdown wird bis zum 31. Januar 2021 verlängert. Aufgrund der hohen Infektionszahlen musste die Regierung nun reagieren und hat neben der Verlängerung des harten Lockdowns auch weitere Beschränkungen verschärft. Welche Corona-Bestimmungen nun gelten und was diese Regelungen für Unternehmer und Selbstständige bedeuten, wollen wir kurz und übersichtlich darstellen.

Lockdown-Verlängerung: Wer muss schließen und wer kann öffnen?

Trotz Lockdown-Verlängerung, haben sich die Bestimmungen für Unternehmer und Selbstständige nicht verändert. Weiterhin geschlossen bleiben Gastronomiebetriebe, Einzelhandelsgeschäfte, Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos oder Freizeitparks, Fitnessstudios und Sportanlagen, der Beauty- und Wellness-Bereich, Schulen sowie Kindertagesstätten und vor allem Tourismusbetriebe wie Hotels, Ferienwohnungen und sonstige Übernachtungsangebote. Geöffnet bleiben nur Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte und Apotheken, Drogeriemärkte, Waschsalons, Optiker, Banken, Poststellen, Kiosks und auch Werkstätten. Zudem können Lieferdienste und Kantinen weiterhin Essen liefern und ausgeben, Gesundheitseinrichtungen weiterhin behandeln und auch Alten- und Pflegeheime weiterhin betreuen.

Finanzielle Unterstützung auch in der Lockdown-Verlängerung

Unternehmer und Soloselbstständige, die vom Lockdown unmittelbar oder indirekt betroffen sind und finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, können die außerordentlichen Wirtschaftshilfen für November und auch Dezember beantragen. Seit dem 25. November 2020 können Selbstständige die Hilfen als Überbrückungshilfe beantragen. Die sogenannten November- und Dezemberhilfen umfassen Zuschüsse in der Höhe der folgenden Vergleichsumsätze:

  • 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 pro Woche der Schließungen
  • alternativ für Soloselbstständige: durchschnittlicher Monatsumsatz im Jahre 2019
  • für Existenzgründer der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung für Unternehmen, die nach dem 31. Oktober 2019 bzw. nach dem 30. November 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben
  • bei verbundenen Unternehmen werden 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen erstattet

Die Auszahlungen der kompletten November- und Dezemberhilfen haben sich bereits verzögert. Aktuell geplant sind die Auszahlungen der Novemberhilfen im Januar 2021, die Abschlagszahlungen fließen jedoch bereits.

Diese zusätzlichen Hilfen gibt es bereits

Zusätzlich können Unternehmer und Selbstständige weitere Hilfen noch aus dem Frühjahr und Sommer 2020 beantragen. Diese werden dann mit den Nothilfen verrechnet:

  • Überbrückungshilfen II für September bis Dezember 2020 – Antragsfrist geht bis zum 31. Januar 2021
  • Kreditprogramme der KfW im Rahmen des Sonderprogramms 2020
  • Kurzarbeitergeld

Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.