Wer von der Corona-Krise profitiert und wer an Marktwert verliert

Corona-Pandemie sorgt für neues Interbrand-Ranking

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Die Einschränkungen, die im Zuge des Coronavirus getroffen werden, beeinflussen immer wieder den Wert verschiedener Marken. Das zeigt sich nun besonders beim Interbrand-Ranking. Nur an der Nummer eins, der wertvollsten Marken der Welt, hat sich nichts geändert.

Bei dem Interbrand-Ranking werden die Markenwerte von verschiedenen Unternehmen weltweit analysiert und auf Platzierungen verteilt. Die ersten drei Plätze teilen sich hier die Unternehmensgrößen Apple, Amazon und Microsoft. Dabei gelang es Microsoft zum ersten Mal, Google zu überholen. Zu den größten Gewinnern der Best Global Brands zählen Amazon, Spotify und Netflix. Hier zeigen sich deutlich die Auswirkungen der weltweiten Beschränkungen im Zuge des Coronavirus.

Diese zeigen sich auch bei den Neuzugängen des Rankings. Instagram landet auf Platz 19, Youtube auf Platz 30 und Zoom auf Platz 100. Zudem schafften es Tesla und Johnny Walker mit den Platzierungen 40 und 98 wieder zurück auf die Liste.

Auch aus dem Medien-Sekor gibt es einige Unternehmen, die ihren Marktwert gut steigern konnten. Bei Spotify steigerte sich dieser um 52 Prozent auf 8.389 Millionen Dollar und beschert dem Unternehmen Platz 79 des Rankings. Netflix konnte einen Anstieg von 41 Prozent auf 12.665 Millionen Dollar verzeichnen, was mit Platz 41 belohnt wird.

Interbrand-Ranking: Die Top 10

Apple kann seinen Spitzenplatz weiterhin verteidigen und bleibt auch in diesem Jahr auf Platz eins. Diesem Unternehmen folgt Amazon auf dem zweiten Platz. Der Versandhändler profitiert auch ordentlich von der Corona-Pandemie und steigerte seinen Marktwert um 60 Prozent auf 200,7 Milliarden Dollar. Microsoft schaffte es mit seinem neuen Marktwert von 166 Milliarden Dollar den Viertplatzierten Google zu überholen und ist somit auf Platz drei. Google fällt das erste Mal seit 2012 auf den vierten Platz. Den fünften Platz belegt Samsung mit einem Marktwert von 62,3 Milliarden Dollar und ist damit zum ersten Mal unter den Top fünf.

Den Top fünf folgt auf Platz sechs Coca-Cola (56,9 Milliarden Dollar), Toyota auf Platz sieben (51,6 Milliarden Dollar), auf Platz acht Mercedes-Benz (49,3 Milliarden Dollar), McDonald’s auf Platz neun (42,8 Milliarden Dollar) und Disney auf Platz zehn (40,8 Milliarden Dollar).

Die Auswirkungen von Corona

Marktforscher entdeckten im Interbrand-Ranking der Best Global Brands in diesem Jahr einen „Covid-Effekt“. So sanken beispielsweise die Markenwerte von Zara (Platz 35) und H&M (Platz 37) durch weltweite Ladenschließungen um 13 und 14 Prozent. Auch Luxusmarken mussten in diesem Jahr einen Rückschlag zwischen einen und neun Prozent erleiden. Einzige Ausnahme ist die Marke Hermes, die unverändert auf Platz 28 bleibt.

Andere Unternehmen konnten hingegen von dem Covid-Effekt profitieren, insbesondere im Logistik-Bereich. So verzeichnet die Unternehmen in dieser Branche einen durchschnittlichen Wachstum von fünf Prozent. Die Markenwerte von UPS (Platz 24), Fedex (Platz 75) und DHL (Platz 81) stiegen somit an, da der Logistik-Sektor in Zeiten des Lockdowns sehr wichtig war.

„Studien wie Interbrands Best Global Brands helfen Unternehmen dabei, besser zu verstehen, wie wir in den Herzen und Köpfen der Verbraucher wahrgenommen werden“, sagte der Chief Marketing and Communications Officer von Mastercard, Raja Rajamannar. „Besonders in diesen noch niemals dagewesenen Zeiten, in denen sich das Verbraucherverhalten verändert hat und Vertrauen wichtiger denn je ist, sind diese Rankings eine Möglichkeit für uns, besser zu verstehen, wie wir unseren Zielgruppen am besten dienen können.“

Quelle: wuv.de

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Über den Autor

Autorenprofil: Leoni Schmidt

Leoni Schmidt

Nach ihrem Abitur studierte Leoni an der Fachhochschule des Mittelstands in Köln Medienkommunikation & Journalismus. In diesem Studium sammelte sie durch Praktika bei der Rheinischen Post und bei Antenne Düsseldorf viele praktische, journalistische Erfahrung. Neben ihres Studiums arbeitete sie als Werkstudentin bei einem Online-Magazin. Bei diesem wurde sie nach ihrem Studium übernommen und arbeitete dort in der Online-Redaktion. Im Mai 2019 wechselte sie dann zu Digital Beat und Gründer.de und arbeitet seitdem dort als Junior-Online-Redakteurin.