Stimmung weicht von der Meinung der Experten ab

Ifo-Index: Schlechtes Geschäftsklima in Deutschland

Es herrscht gedrückte Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Denn laut den neuesten Umfrageergebnissen des Münchner Ifo-Instituts sinken die Punkte und fallen von 96,3 auf 95,9. Dies bedeutet ein Ende der Punktesteigerung der vergangenen Monate, was selbst Experten überrascht. 

Was misst der Ifo-Index?

Die Ergebnisse des Ifo-Index beruhen auf der Konjunkturumfrage von Januar 2020 und ergeben sich aus Aussagen von 9.000 Unternehmen in Deutschland. Diese haben ihre gegenwärtige Geschäftslage beurteilt und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate eingeordnet. Nach den vielversprechenden vorherigen Monaten, waren sich Experten hinsichtlich einer Steigerung des Geschäftsklimas sicher. Doch Ifo-Präsident Clemens Fuest beschreibt die momentane Lage der deutschen Wirtschaft als verhaltener Start ins neue Jahr. Grund für die schlechte Stimmung sind die pessimistischen Erwartungen der Chefetagen. Diese sehen beispielsweise die Verhandlungen mit Großbritannien über ein Freihandelsabkommen kritisch und auch den Strukturwandel in der Automobilindustrie.

Optimismus in der Industrie

Ein Silberstreifen am Horizont hingegen kann die Industrie verzeichnen. Hier wurde eine deutliche Verbesserung des Geschäftsklimas gemessen. Ein stärkerer Anstieg wurde letztlich im Februar 2017 beobachtet. Folglich kann auch die Bundesbank einen Aufwärtstrends des verarbeitenden Gewerbes erkennen. So nahm ebenfalls der Pessimismus der Unternehmer ab, wodurch die Kapazitätsauslastung von 82,6 auf 83,1 Prozent anstieg.

Schlechtes Klima im Dienstleistungssektor und Baugewerbe

Besonders im Bereich der Dienstleistungen kann der Ifo-Index ein schlechtes Geschäftsklima messen. Der Indexwert fiel von 21,3 auf 18,7 Punkte. Dieses Ergebnis ist ebenfalls auf die deutlich schlechten Erwartungen der Unternehmer zurückzuführen. Zwar sind sie mit ihrer aktuellen Lage etwas zufriedener, trotzdem fiel der Ifo-Indikator spürbar. Auch im Bauhauptgewerbe offenbarte der Index eine belastete Stimmung. So fiel die Beurteilung der aktuellen Lage auf den schlechtesten Stand seit Juni 2018.

Quelle: boerse.ard.de / faz.net

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Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Seit Januar 2020 ist Lisa Volontärin in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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