Genuss als Beruf

Fuß fassen in der Weinbranche

Kaum eine andere Branche vereint so viele verschiedene Aspekte miteinander. Wenn du in der Weinbranche Fuß fassen möchtest, dann bedeutet das für dich natürlich nicht nur Arbeit, sondern auch die Verbindung von Genuss und Nachhaltigkeit. Immerhin gibst du der Natur mit deinem Anbau etwas zurück. Gleichermaßen steht dir mit einem guten Tropfen, egal, ob du Winzer bist oder den Vertrieb machst, die Welt offen. Vor allem auf Weinkenner und -Liebhaber übt die Branche einen gewissen Reiz aus. Doch ein wenig Realismus ist beim Start in die Weinkarriere auch gefragt.

Wein aus biologischem und nachhaltigen Anbau

Wenn du in die Weinbranche einsteigen möchtest, dann tust du das in der Regel, weil du eine Leidenschaft für dieses Getränk oder Genussmittel empfindest. Natürlich willst du damit am Ende deinen Lebensunterhalt finanzieren können. Wichtig dabei ist jedoch, dass du der Umwelt etwas zurückgibst.

Darauf hast du einen Einfluss, wenn du als Winzerin oder Winzer in der Weinbranche Fuß fassen willst. Achte unbedingt auf eine ökologische Anbauweise. Noch besser ist es, wenn du dich zusätzlich für einen nachhaltigen Anbau entscheidest. Der nachhaltige Anbau schließt neben den umweltrelevanten Aspekten beim Weinanbau noch soziale und ökonomische Aspekte mit ein.

Wenn du in einem der andere beruflichen Bereiche tätig werden willst, hast du natürlich auch die Möglichkeit, dich auf Nachhaltigkeit zu konzentrieren. Dazu kommen wir aber später noch weiter unten im Text.

Wissen ist Macht

Eine gewisse Leidenschaft für den Wein sollte auf jeden Fall vorhanden sein, wenn du den edlen Tropfen zum Beruf machen möchtest. Willst du direkt an der Quelle arbeiten und zusehen, wie der Wein aufwächst, gedeiht und schließlich nach vielen Arbeitsschritten in der Flasche landet, dann ist wohl der Beruf Winzerin oder Winzer genau der richtige für dich.

Dabei handelt es sich um einen der ältesten Berufe der Welt. Du bekommst vor allem das Handwerk mit auf den Weg. Neben Kenntnissen über Wein sind hierzu heute auch betriebswirtschaftliche Skills wichtig.

Natürlich kannst du über einen Quereinstieg in die Weinbranche gelangen. Bist beispielsweise Restaurantfachkraft oder hast BWL studiert und hast zusätzlich noch eine Leidenschaft für Wein, ist das schon einmal ein guter Anfang.

Allerdings sollten deine Weinkenntnisse schon etwas mehr in die Tiefe gehen. Du kannst jedoch bestimmte Kurse besuchen, um dir ein gewisses Grundwissen aufzubauen, das es dann schließlich in deinem beruflichen Alltag zu vertiefen gilt.

Welcher Bereich soll es sein?

Am meisten über Wein, vom nachhaltigen Anbau der Reben bis hin zum fertigen Produkt, lernst du wohl auf dem Weingut. Dabei kannst du wie bereits erwähnt als Winzerin oder Winzer beschäftigt sein und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern. Auf dem Weingut fallen zusätzlich noch Aufgaben im Büro an, die du Bürokraft oder mit einem BWL-Studium qualifiziert erledigen könntest.

Als Winzerin oder Winzer mit einem betriebswissenschaftlichen Background könntest du zusätzlich einen eigenen Vertrieb im Rahmen eines Weinladens oder eines Onlineshops ins Leben rufen. In einem Weinhandel könntest du als beratende Verkaufsperson arbeiten. Der Beruf des Sommelier ist hier ebenfalls wichtig.

Noch wichtiger ist der Sommelier oder die Sommelière aber im Restaurant. Hier hilft sie den Gästen den passenden Wein zu ihren Gerichten zu finden. Hier geht es fast hauptsächlich um den Genuss. Du könntest bewusst nachhaltige Weine aussuchen, um Ökowinzerinnen und ‑Winzer zu unterstützen.

Netzwerken in der Getränkeindustrie

Es ist egal, für welchen Bereich du dich entscheidest, wie in jeder anderen Branche ist im Weinbusiness das Netzwerken extrem wichtig. Zum Glück ist die gesamte Branche sehr gesellig und nach ein, zwei Wein sind alle per du.

Die besten Möglichkeiten zum Netzwerken sind beispielsweise Verkostungen. Hier werden neue Weine vorgestellt. Wenn du selbst Weine präsentieren möchtest, dann meldest du dich hierfür an. Du kannst dich natürlich auch einfach nur umschauen, dich durchprobieren, Bekanntschaften schließen und Visitenkarten austauschen. Verliere dabei jedoch nicht deinen Markt und deine Zielgruppe aus den Augen.

Das Internet mit seinen vielen Social-Media-Plattformen ist hier ein virtueller Ort der Begegnung. Allerdings solltest du dich nicht nur auf das Instagram oder Facebook-Profil deines Unternehmens verlassen. Besuche auch Xing und LinkedIn. Gerade in der Weinbranche ist Twitter ein perfektes Medium zum Netzwerken.

Realistisch bleiben

Wenn du in der Weinbranche beispielsweise mit deinem eigenen nachhaltigen Startup selbstständig werden willst, ist es wichtig, dass du gerade am Anfang realistisch bleibst. Mit einem neuen Unternehmen fängst du ganz unten an und musst dir deinen Erfolg erst einmal erarbeiten.

Der Alltag sieht nämlich erst einmal so aus: Du hast lange Arbeitszeiten, die Bezahlung ist schlecht und es kommt viel teils körperliche Arbeit auf dich zu. Doch gerade diese Anfangszeit ist besonders wertvoll und prägend.

Der Arbeitstag in der Selbstständigkeit lässt sich nicht unbedingt immer bis ins Detail durchplanen. Hier ist unbedingt Flexibilität gefragt.

Fazit

Der Weg in die Weinbranche verlangt dir ganz schön etwas ab. Dennoch gibt es wohl nichts schöneres als wenn du deine Leidenschaft zum Beruf machen kannst. Aller Anfang ist schwer, egal, ob du auf dem Weingut, im Laden oder im Restaurant beginnst. Du solltest aber nicht aufgeben, es lohnt sich.

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