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Immernoch ein lukratives Arbeitsmodell

Freelancer werden: Lohn sich das noch?

Freelancer werden scheint wieder lukrativer geworden zu sein. Trotz Krisenzeiten sehen die Vergütung und der Jobmarkt gut aus. Eine Studie der freelancermap GmbH zeigt auf, in welchen Bereichen Freelancer arbeiten, wie sich das Gehalt zusammensetzen kann und ob die Freelancer noch einmal in eine Festanstellung zurückwollen. Schau dir die Ergebnisse im Folgenden an.

Was ist ein Freelancer?

Ein Freelancer ist eine Person, die als unabhängiger Auftragnehmer arbeitet und ihre Dienstleistungen an verschiedene Kunden oder Unternehmen verkauft. Im Gegensatz zu festangestellten Arbeitnehmern arbeitet ein Freelancer in der Regel nicht in einem festen Arbeitsverhältnis, sondern wird für bestimmte Projekte oder Aufgaben engagiert. Freelancer können in verschiedenen Branchen tätig sein, wie zum Beispiel als Grafikdesigner, Schriftsteller, Programmierer oder Marketingexperte. Sie haben die Freiheit, ihre Arbeitszeit und Arbeitsorte flexibel zu gestalten, und können oft ihre Preise und Konditionen selbst bestimmen. Freelancing bietet eine gewisse Unabhängigkeit und ermöglicht es den Personen, ihre Fähigkeiten und Talente in verschiedenen Projekten einzusetzen.

Was muss ich tun, um Freelancer zu werden?

Um Freelancer zu werden, musst du zunächst deine Fähigkeiten und Kenntnisse identifizieren und entscheiden, in welchem Bereich du als Freelancer arbeiten möchtest. Wenn du eine entsprechende Ausbildung oder ein entsprechendes Studium absolviert hast, bietet sich der Fachbereich eher an. Überlege, welche Dienstleistungen du anbieten kannst und was deine Stärken sind. Dann kannst du deine Arbeitsweise festlegen. Beispielsweise zu welchen Arbeitszeiten oder ob du lieber Remote oder beim Kunden vor Ort arbeiten willst. Außerdem musst du entscheiden, wie du dich vermarkten willst. Es ist wichtig, ein Portfolio aufzubauen, um potenziellen Kunden deine Arbeit zu präsentieren. Außerdem solltest du dich über die rechtlichen Aspekte informieren und gegebenenfalls ein Gewerbe anmelden. Networking und Selbstvermarktung sind ebenfalls entscheidend, um Kunden zu gewinnen. Schließlich solltest du einen Preis für deine Dienstleistungen festlegen und eine Strategie entwickeln, um kontinuierlich neue Projekte zu akquirieren.

Darum lohnt es sich, Freelancer zu werden

Der Freelancer-Kompass ist eine Studie der freelancermap GmbH unter Freelancern, die nun zum 9. Mal stattfand. Innerhalb von sechs Wochen wurden 3.042 Freelancer zu diversen Aspekten ihrer Arbeit befragt. Die Ergebnisse haben wir für euch zusammengefasst.

Studienergebnisse

Die Freelancer in der Studie waren vorrangig männlich, nur 14 Prozent waren weiblich. Die meisten haben 10 Jahre Arbeitserfahrung, doch die Spanne reicht von Einsteigern bis zu 30 Jahren Erfahrung. 72 Prozent der Teilnehmer sind Akademiker und der Altersschnitt lag bei 45 Jahren. Die Spanne ging aber von 18 Jahren bis 90 Jahren. Fast 80 Prozent sind hauptberufliche Freelancer. Die Studie umfasste 75 Fragen. 86 Prozent der Befragten kamen aus Deutschland. Lediglich 3 Prozent kamen nicht aus dem DACH-Raum.

Fachbereiche

Von Young Professionals bis hin zu Senior Experten waren alle Expertenlevel vertreten. Die Senior Experts überwogen aber deutlich mit 78 Prozent. Ein Großteil der Studienteilnehmer (31 Prozent) arbeitet im Fachgebiet Entwicklung, Tech und Data. Mit 27 Prozent liegt der Fachbereich Beratung und Management dahinter. IT, Ingenieurwesen, Marketing, Kommunikation, Grafik, Content, Medien und SAP folgten dahinter. So gut wie alle Jobs in diesen Fachbereichen werden am PC ausgeführt.

Weit über die Hälfte arbeitet sowohl an Strategien, als auch an der Umsetzung, deutlich weniger als nur an einem von beidem. Bei den Branchen gibt es etwas mehr Diversität. Mit 16 Prozent arbeiten die meisten in der IT- und Software-Branche, 11 Prozent in der Automotive-, Banken- und Finanzbranche. Es folgen weitere Branchen wie Behörden, Medizin, Energie, Versicherung, Medien oder Touristik. Die Diversität ist in diesem Fall sowohl bei den Personen als auch bei den Arbeitsfeldern gegeben. Es gibt viele Berufe, in denen man Freelancer werden kann.

Vorteile eines Freelancers

Die Freelancer wurden nach ihren Beweggründen für die Selbstständigkeit gefragt. Mehr als 70 Prozent finden die Unabhängigkeit am wichtigsten. Oft verteilen sich die Aufgaben der Freelancer auf mehrere Kunden, statt nur auf einen. Daher kann sich die Arbeit manchmal häufen. Freelancer schätzen es aber sehr, dass sie sich die Zeit frei einteilen können, wann sie wo arbeiten, und ihre Kunden selbst auswählen können. Das erfordert ein hohes Maß an Planung und Organisation.

Ist das aber einmal klar, gibt es deutlich mehr Freiheiten als in einer Festanstellung. Zudem kann jeder Mensch, der es auf dem Arbeitsmarkt als Angestellter möglicherweise schwieriger hat, ebenfalls eine Arbeit finden. Zu der Gruppe gehören beispielsweise Menschen über 50 Jahre oder auch Mütter mit Kleinkindern. Das Freelancing bietet in dem Fall mehr Rückhalt und Flexibilität für die entsprechenden Gruppen. Zudem ist vorteilhaft, dass es keine Verdienstgrenzen gibt und daher ein höheres Einkommen winken kann. So wundert es auch nicht, dass sich 90 Prozent der Befragten wieder selbstständig machen würden.

Vergütung

Da Freelancer eher projektbezogen arbeiten, sieht die klassische Vergütung in der Regel auch anders aus. Es wird mit Stundensätzen gearbeitet, die sich je nach Abschluss, Branche und Erfahrung noch unterscheiden. Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 102 Euro pro Stunde. Der durchschnittliche Nettogewinn im letzten Jahr betrug fast 63.000 Euro. Damit ist die Zahl der Besserverdiener gestiegen. Auch der Gender Pay Gab beginnt sich zu schließen. Dennoch sind aufgrund der wirtschaftlichen Krisen nur 67 Prozent mit ihrem Einkommen zufrieden. Ein Teil hat oder wird den Stundenlohn noch anheben müssen. Damit jeder Freelancer den optimalen Stundenlohn für sich findet, braucht es Erfahrungen am Markt. Nur dadurch können die optimalen Konditionen ausgehandelt werden. Und der sieht eben anders aus, je nach Branche, Erfahrung, Fachgebiet und Abschluss.

Fazit

Freelancer zu sein ist noch lange nicht veraltet. Das Freelancing ist beliebt und es werden stetig mehr Freelancer. 90 Prozent der aktuellen Freelancer würden auch nicht mehr in eine Festanstellung gehen. Dafür überwiegen die Vorteile, die sich aus der Studie herauskristallisieren, zu sehr. Als Freelancer braucht man, gerade auch in Krisenzeiten, eine hohe Affinität zur Planung und Organisation. Außerdem eine gewisse Resilienz, um auch die schlechteren Zeiten zu überstehen. Schließlich kann das monatliche Gehalt schwanken. Dennoch scheinen die Vorteile für Viele zu überwiegen. Das Freelancing bietet sich in sehr vielen Bereichen an, daher stehen dir viele Türen offen, solltest du dich entscheiden, ebenfalls ein Freelancer zu werden.

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Über den Autor

Autorenprofil: Lea Minge

Lea Minge

Lea ist bei Gründer.de für die täglichen News zuständig. Im Bereich Wirtschaft, Startups oder Gründer hat sie den Überblick und berichtet von den neuesten Trends, Entwicklungen oder Schlagzeilen. Auch bei der Sendung “Die Höhle der Löwen” ist sie eine wahre Expertin und verfolgt für unsere Leser jede Sendung. Damit kennt sie die wichtigsten DHDL-Startups, -Produkte und Informationen zu den Jurymitgliedern. Daneben hat sie immer einen Blick auf die neuesten SEO-Trends und -Anforderungen und optimiert fleißig den Content auf Gründer.de. Neue Ideen für Texte bleiben da nicht aus. Schon früh interessierte sie sich fürs Schreiben, weshalb sie ein Studium in Germanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft in Düsseldorf absolvierte. Nach Abschluss ihres Bachelors macht sie seit Oktober 2022 ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de.

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