Viele bekannte Gesichter aus der deutschen Startup-Tech-Szene

Forbes „30 under 30“: Diese deutschen Gründer sind vertreten

Die Forbes-Liste – wer kennt sie nicht? Unternehmer aus der ganzen Welt schauen gebannt hin, wenn das Forbes Magazine jedes Jahr die Liste der Superreichen und erfolgreichen Unternehmer veröffentlicht. Eine weitere Kategorie des Magazins  ist die „30 under 30“-Liste, die es sowohl für Nordamerika als auch Europa gibt. Auf die diesjährige europäische Liste haben es ganze 28 Startups-Stars aus der DACH-Region geschafft, die die Macht junger Unternehmer und Führungskräfte veranschaulicht, die Wirtschaft und Gesellschaft verändern können.

Diese Deutschen stehen auf der Forbes „30 under 30“-Liste

Für viele Unternehmer ist ein Platz auf der begehrten Forbes-Liste ein Zeichen dafür, dass sie nicht nur erfolgreich sind, sondern auch international wahrgenommen werden. Diese Ehre wurde 28 Gründern und Unternehmer aus der Tech-Szene zuteil, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich durchgestartet sind. Folgend stellen wir alle Unternehmer vor, die es auf die Forbes „30 under 30“-Liste geschafft haben.

Marco Cancellieri – Trade Republic

Zusammen mit Christian Hecker und Thomas Pischke, die Marco Cancellieri bei einem Hackathon kennengelernt hatte, gründete er Trade Republic. Die App für provisionsfreies Investieren sammelte in einer Finanzierungsrunde ca. 900 Millionen Dollar und schloss dadurch mit einer Firmenbewertung von 5,3 Milliarden Dollar ab. Der Münchner und Softwareentwickler hält noch knapp zwei Prozent der Anteile an Trade Republic. Dies entspricht einem Vermögen von etwa 93 Millionen Euro. 

Forbes 30 under 30Quelle: Trade Republic
Die Gründer von Trade Republic – links: Marco Cancellieri

Jasper Koch – BIT Capital

Das 2017 von Jan Beckers gegründete Berliner Unternehmen BIT Capital bietet Anlegern Investmentfonds an, die in börsennotierte Tech-Unternehmen und Kryptowährungen investieren. BIT Capital verwaltet inzwischen ein Vermögen von 1,2 Milliarden US-Dollar. Jasper Koch kam 2020 zum Unternehmen und ist für Wachstum und Marketing verantwortlich und ist ebenso für die Fondszuflüsse von Privatkunden und Tools für Anleger zuständig.

Ayush Jain – SoftBank

Ayush Jain hat als Teil des Investmentteams des Vision Fund von SoftBank mehr als 1 Milliarde Dollar in 12 Unternehmen investiert. Er wuchs in einer Kleinstadt in Deutschland auf, erlernte mehrere Sprachen und erwarb einen Bachelor-Abschluss an der University of Warwick und einen MBA in Stanford. Er arbeitete bei JPMorgan und der Investmentfirma B Capital und wechselte dann in die Investorenszene. Heute arbeitet er beim japanischen Konzern SoftBank.

Léonie Rivière – Fina

Rivière ist Mitbegründer und CEO von Fina, einer App, die das Investieren günstig, zugänglich und inklusiv machen will. Denn die App, die bald für Apple- und Android-Geräte verfügbar sein wird, soll die Nutzer durch Kurse schulen, sie mit der Community in Kontakt bringen und ihnen ermöglichen, in Aktien und Kryptowährungen zu investieren. Die App hat mehr als 7.000 Nutzer auf ihrer Warteliste und hat letztes Jahr eine Pre-Seed-Runde von 2,5 Mio. US-Dollar erhalten.

Mirko Schmiedl – Staking Rewards

2017 gründete Mirko Schmiedl Staking Rewards zusammen mit seinem Bruder Jannik. Nun leitet er ein Team von 16 Mitarbeitern, das er bis Ende des Jahres auf 30 aufstocken will. Das Unternehmen ist eine führende Informationsdrehscheibe für die Krypto-Staking-Branche, die auch von etablierten Krypto-Unternehmen wie Coinbase und Bitcoin Suisse genutzt wird. Staking Rewards hat im Jahr 2022 bereits mehr als 1 Million Dollar Umsatz generiert. Schmiedl begann 2013 mit der Erforschung renditeträchtiger digitaler Vermögenswerte und leitete zuvor ein Bitcoin-Mining-Unternehmen in Südostasien.

Nikolay Dimolarov – Kranus Health

Nikolay Dimolarov ist Mitbegründer und CTO von Kranus Health. Kranus Health hat ein verschreibungspflichtiges digitales Therapeutikum entwickelt, das von der deutschen Arzneimittelbehörde vorläufig zugelassen wurde. Es hilft Männern durch eine Kombination aus physischen und mentalen Therapieübungen bei der Bewältigung von Erektionsstörungen. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung im Jahr 2020 2,4 Millionen US-Dollar eingesammelt.

Paul Bäumler und Ludwig Petersen – Letsact

2018 gründeten Paul Bäumler und Ludwig Petersen Letsact, nachdem sie feststellten, wie zeitaufwändig es ist, Freiwilligenangebote bei lokalen gemeinnützigen Organisationen zu finden. Deshalb verbindet die App Nutzer mit gemeinnützigen Organisationen, die Freiwillige suchen. Mehr als 100.000 Menschen haben die App bisher genutzt. Bekannt sind die Gründer unter anderem auch aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen“.

Forbes 30 under 30Quelle: Letsact
Die Letsact Gründer

Philipp Buhr und Jan Hoffmann – marta

Philipp Buhr und Jan Hoffman sind Mitbegründer von marta. marta ist ein in Deutschland ansässiger Online-Marktplatz. Das Unternehmen bringt mithilfe von Algorithmen Pflegekräfte mit älteren Kunden zusammen, die Hilfe benötigen. Das Startup hat seit dem Start im Jahr 2020 2,1 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Dienstleistungen des Unternehmens beginnen bei rund 2.100 US-Dollar pro Monat.

Damian Heimel – Deevio

Die Qualitätskontrolle in der Fertigung ist oft ineffizient und fehleranfällig. Doch die Lösung von Deevio ist einfach: KI-basierte Computer-Vision, die die Fehlidentifikation von Qualitätsteilen und die damit verbundenen finanziellen Verluste drastisch reduziert. Das Unternehmen hat bereits mehr als 10 KI-Vision-Systeme in europäischen Fabriken installiert. Doch Deevio und Mitgründer Damian Heimel will diese Zahl bis Ende 2022 verdoppeln.

Lea Hermanns – POHA House

Lea Hermanns ist Mitbegründer von POHA House. Das Startup bietet möblierten, flexiblen Wohnraum oder Coworking Space in Gebäuden an. Das erste POHA-Haus mit insgesamt 313 Wohnungen ist bereits zur Hälfte eröffnet und 120 der Wohnungen sind vermietet. Das Unternehmen hat somit deutschlandweit sieben Projekte in der Planungs- oder Bauphase, in denen 1.100 Menschen leben oder arbeiten werden.

David Hahn, Julian Madrzak, Hagen Schmidtchen und Cecil Wöbker – Remberg

Hahn, Madrzak, Schmidtchen und Wöbker sind Mitbegründer von Remberg. Remberg ist ein Software-as-a-Service-Unternehmen, dessen Plattform die Serviceprozesse von Industriemaschinen für Hersteller, Dienstleister und Betreiber digitalisiert. Dafür hat das Unternehmen fast 15 Millionen US-Dollar an Risikokapital aufgebracht. Dadurch verwaltet die Software nun rund 500.000 Maschinen und Anlagen auf der ganzen Welt.

Elias Groll und Jonas Zipprick – Codesphere

Seit dem Start der Betaversion im April 2021 ist die browserbasierte Plattform Codesphere auf 30 Mitarbeiter angewachsen, hat organisch mehr als 35.000 Nutzer gewonnen und 5,6 Millionen US-Dollar an Risikokapital eingeworben. Mit Codesphere ermöglichen die Gründer Groll und Zipprick Nutzern, ihre Webanwendungen innerhalb von Minuten mit einem konfigurationsfreien Netzwerk bereitzustellen und den gesamten End-to-End-Entwicklungsworkflow an einem Ort zu vereinen.

Johannes Landgraf – Gitpod

Johannes Landgraf ist Mitgründer und Co-CEO des von Entwicklern geführten Open-Source-Startups Gitpod, einer Cloud-Plattform für Teams zur sicheren und effizienten gemeinsamen Softwareentwicklung. Seit Johannes Landgraf das in München ansässige Unternehmen vor zwei Jahren mitbegründet hat, hat es insgesamt 16 Millionen US-Dollar an Kapital von hochrangigen Fonds wie General Catalyst erhalten, um die Softwareentwicklung in die Cloud zu verlagern.

Forbes 30 under 30Quelle: Gitpod
Die Gründer von Gitpod – oben rechts: Johannes Landgraf

Lillian Breidenbach und Charlotte Kufus haben das von Frauen geführte Unternehmen Legal OS mitbegründet. Legal OS ist eine Plattform, die es Anwälten ermöglicht, die Beziehung zwischen Anwalt und Mandant zu automatisieren, ohne selbst programmieren zu müssen. Legal OS schloss vor kurzem eine Finanzierungsrunde über 7 Mio. US-Dollar ab.

Johannes Müller – Workpath

Workpath ist ein neues strategisches Betriebssystem, das die Art und Weise, wie Unternehmen ihre wichtigsten Ziele planen und zusammenarbeiten, neu definiert. Das Unternehmen von Mitbegründer Johannes Müller ist im letzten Jahr von 35 auf über 100 Mitarbeiter gewachsen, hat 14 Millionen Dollar eingesammelt und zählt Kunden wie SAP, IKEA und Bosch.

Stavros Papadopoulos – Lendis

Stavros Papadopoulos, Sohn griechischer Einwanderer in Deutschland, ist Mitbegründer von Lendis, einem SaaS-Unternehmen. Mithilfe des Unternehmens können Kunden alles im Büro einrichten und verwalten: Laptops, iPhones, Software und sogar Büromöbel. Lendis hat vor kurzem in einer Series-A-Runde 32 Millionen US-Dollar erhalten und damit seine Gesamtfinanzierung (einschließlich Schulden) auf über 90 Millionen US-Dollar erhöht.

Felix Bauer und Johannes Julius Kliesch – Snocks

Johannes Kliesch und Felix Bauer gründeten Snocks, eine Sockenfirma, während des Studiums. Heute verkauft die Direktvertriebsmarke Unterwäsche und Socken für alle Geschlechter und generierten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 34 Millionen Dollar. Auch eine Expansion nach Frankreich und in andere europäische Länder ist geplant. Außerdem ist Kliesch als Gründer und Mitinitiator der neuen Startup-Show Founders League tätig, um Gründern eine Plattform zu geben.

Awais Shafique und Leon Szeli – Presize

Das in München ansässige Startup Presize nutzt Smartphones und KI, um eines der größten Probleme der Modebranche zu lösen: nämlich die Rückgabe von Kleidung in Fehlgrößen. Die Mitbegründer Awais Shafique, Leon Szeli und Tomislav Tomov sammelten nach ihrem Auftritt bei Shark Tank über 3 Millionen Dollar von Investoren ein. Anschließend wurde Presize von Meta übernommen.

Moritz Philipp Weisbrodt – Alaiko

Während der Skalierung einer Direct-to-Consumer-Therapeutika-Marke im Jahr 2017 erlebte Moritz Philipp Weisbrodt die Reibung der manuellen und ineffizienten Logistik. Er gründete Alaiko zusammen mit Gabriel Thomalla, um E-Commerce-Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. In den ersten zwei Jahren hat das Münchner Unternehmen 1,5 Millionen Pakete ausgeliefert und eine Series-A-Runde in Höhe von 30 Millionen Euro mit Tiger Global und Next 47 aufgenommen.

Die besten Artikel & mehr direkt in dein Postfach!




* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.

Über den Autor

Autorenprofil: Lisa Goldner

Lisa Goldner

Nach ihrem Abitur 2013 entschied sich Lisa für ein Studium des Journalismus als auch der Unternehmenskommunikation und konnte durch den nahen Praxisbezug ein breit gefächertes Repertoire an Kenntnissen beider Branchen sammeln. Während des Studiums arbeitete sie als Assistenz der Öffentlichkeitsarbeit in einem öffentlich-rechtlichen Kulturbetrieb und erlernte somit auch essenzielle Aufgaben des Eventmanagements. Im Anschluss begann sie in Kiel den Masterstudiengang ”Angewandte Kommunikationswissenschaft“, in dem sie ihre Erfahrungen durch Projekte und wissenschaftliche Arbeiten besonders in den Bereichen Journalismus und Marketing ausbauen konnte. Im Sommer 2021 absolvierte Lisa ihr Volontariat in der Online-Redaktion von Gründer.de und arbeitet seitdem als Junior-Online-Redakteurin.

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Premium Ticket
Contra 2022
– Wert 499€ –
Kein Gewinn
Messe-Ticket
Contra 2022
– Wert 25€ –
Kein Gewinn
Contra-eBook
Überraschung
Messe-Ticket
Contra 2022
– Wert 25€ –
50% VIP-Ticket
Contra 2022
– Wert 999€ –
Contra-eBook
Überraschung
Das Contra-Glücksrad ist da
Jetzt drehen & tolle Gewinne abräumen!

Fast geschafft – das Spiel kann losgehen. Trage deine E-Mail Adresse ein, um am Glücksrad zu drehen & abzuräumen.

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Daten zur Bearbeitung der Glücksrad-Teilnahme verwendet werden und ich weitere Informationen per E-Mail erhalten werde. Weitere Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.

Unsere Regeln:

  • Ein Spiel pro Nutzer
  • Bei Verstoß werden Maßnahmen folgen

Sitemap

schliessen



* Ja, ich möchte den Newsletter. Die Einwilligung kann jederzeit im Newsletter widerrufen werden. Datenschutzerklärung.