So verhinderst du, dass dein Logo ein Flop wird

Unbedingt vermeiden: 10 Fehler beim Logo-Design

Dein Logo ist dein Aushängeschild, die Visitenkarte deines Unternehmens. Es brennt sich im Gedächtnis deiner Kunden ein und transportiert dein Markenversprechen.
Ganz schön viel, was so ein kleines Bildchen leisten muss. Da ist es verständlich, dass viel Zeit und Mühe in die Gestaltung investiert und ein professioneller Grafiker damit beauftragt wird. Soweit zumindest die Theorie – in der Praxis sieht es schon wieder anders aus.
Egal, welchen Weg zu deinem Logo gehst – du solltest auf jeden Fall diese Logo Fehler vermeiden!

1: Keinen Plan haben

Wenn du Logo-Fehler vermeiden willst, steht dies an erster Stelle. Was genau soll dein Logo dem Betrachter vermitteln? Wofür stehen du und dein Unternehmen, was ist dein Markenversprechen, wer ist deine Zielgruppe?
Solange du diese Fragen nicht beantworten kannst, haben sie absolute Priorität vor deinem Logo. Immerhin sind sie der Kern deines Unternehmens. Wenn der nicht steht, brauchst du auch kein Logo.

2: Andere Logos klauen

Natürlich ist es in Ordnung, sich von anderen Logos inspirieren zu lassen. Was hat wohl deine Mitbewerber dazu gebracht, genau diese Farbe und genau diese Formen zu wählen?
Aber mehr als eine Inspiration sollten fremde Logos nicht sein. Bestenfalls wirst du später nur immer wieder mit deinem Mitbewerber verwechselt. Schlimmstenfalls fällt diesem das Plagiat auf und du siehst dich mit den rechtlichen Konsequenzen für den Diebstahl konfrontiert. Das wird ein teurer Spaß, von dem Image-Verlust ganz zu schweigen.

3: Stock-Material verwenden

Professionell aussehende Logos kannst du heutzutage für wenig Geld selbst anfertigen. Es gibt zahllose Symbole, Formen und ganze Logo-Templates im Stock-Bereich. Du musst nur noch Farbe und Text anpassen, und schon ist dein einzigartiges Logo fertig.
Dumm nur, dass es so aussieht wie einige hundert anderer, ebenfalls einzigartiger Logos. Sicher, die Farbe unterscheidet sich, und auch der Firmenname. Aber sonst sehen sie sich zum Verwechseln ähnlich.
Wenn du ein einzigartiges Logo willst – und das willst du auf jeden Fall – baue es also nicht aus allgemein verfügbaren Bestandteilen auf.

4: Hauptsache bunt!

Was springt sofort ins Auge und zieht die Aufmerksamkeit sofort auf sich? Richtig, Farben. Also brauchst du unbedingt viele davon, je mehr desto besser!
Mit diesem Ansatz erschaffst du allerdings kein aussagekräftiges Logo, sondern eine knallbunte Monstrosität. Natürlich soll ein Logo auffallen und leuchten. Aber je mehr Farben du auswählst, desto mehr geht die Wirkung jeder einzelnen Farbe verloren und desto schwieriger wird es, welche zu finden, die auch zusammen passten.
Ein weiterer Punkt, der gegen zu viele Farben spricht: Dein Logo muss auch in schwarz-weiß funktionieren.
Entscheide dich deshalb für zwei, maximal drei verschiedene Farben. Und vertraue deinem Grafiker, wenn er dir sagt, dass deine ersten Ideen farblich nicht funktionieren.

5: Die falsche Schrift verwenden

Bei der Auswahl der Schrift kannst du mindestens ebenso viel falsch machen wie bei der Auswahl der Farbe(n). Das fängt schon bei der Entscheidung für generische oder zu exotische Schriften an. Ebenfalls eine Design-Sünde sind zu viele verschiedene Schriften oder extrem dünne oder fette Fonts.
Jede Schrift hat ihre eigene Wirkung, die durch eine passende Schriftfarbe ergänzt wird. Und deine Kunden sollen sie später problemlos lesen können. Vertraue deshalb deinem erfahrenen Grafiker, wenn es um die Auswahl der passenden Schrift geht.

6: Viel hilft viel

Einer der vielen Logo-Fehler, den du vermeiden solltest. Klar, dein Logo ist dein Aushängeschild und repräsentiert dich. Aber deswegen gehört auf keinen Fall jede einzelne Information über dich ins Logo. Überfrachtete Logos sind unübersichtlich und alles andere als einprägsam. Frage dich bei jeder Information, die du hinzufügst, ob deine Kunden sie wirklich brauchen. Interessieren sie sich dafür, ob du eine GmbH oder eine GbR bist? Oder wollen sie vielleicht doch nur deinen Slogan lesen?
Wie auch bei der Auswahl der Farben und der Schrift gilt deshalb: Soviel wie nötig, so wenig wie möglich.
Das Gleiche gilt übrigens auch für die Details in deinem Logo. Sie sehen klasse aus, wenn es groß in deiner Website eingebunden ist. Aber kommen sie auch zur Geltung, wenn dein Logo plötzlich nur noch winzig klein auf deiner Visitenkarte gedruckt ist?

7: Nicht überall einsetzbar

Du möchtest dein Logo nur für deine Website, den Briefkopf und deine Visitenkarten verwenden. Aber was tust du, wenn du in ein oder zwei Jahren das Logo als Aufkleber für dein Auto möchtest, es auf Trinkgläser anbringen willst oder Dienstkleidung einführst?
Entscheide dich deshalb von Anfang an für ein Logo, das du wirklich überall einsetzen kannst. Ein sehr guter Hinweis, ob das klappt, ist der Schwarz-Weiß-Test: Wenn dein Logo auch ohne Farbe noch seine volle Wirkung entfaltet, kannst du es sehr wahrscheinlich überall einsetzen.

8: Kein Vektorprogramm nutzen

Du hast dein Logo für deinen Briefkopf bestellt, aber jetzt brauchst du ein großes Plakat? Kein Problem, du hast schon beim Design dafür gesorgt, dass du es in allen Medien nutzen kannst. Damit bist du aus dem Schneider, oder?
Leider nicht. Denn plötzlich stellst du fest, dass das ausgedruckte Ergebnis eine verpixelte Zumutung ist, die nur noch vage an dein Logo erinnert.
Wenn du Logo-Fehler vermeiden willst, bestehe auf jeden Fall auf einer Vektorgrafik. Die kannst du nach Belieben vergrößern und für jeden Zweck im passenden Dateiformat ausdrucken lassen. Du ersparst dir damit eine Menge teuren Ärger.

9: Am falschen Ende sparen

Klar, Grafiker sind teuer. Aber willst du wirklich an der Visitenkarte deines Unternehmens sparen? Gerade für Startups ist es verlockend, sich selbst am Logo zu versuchen oder auf einer der Plattform wie designenlassen.de ein günstiges Angebot wahrzunehmen. Letzteres kann gut gehen, aber auch furchtbar schief laufen.
Statt Zeit und Geld für ein Logo zu verschwenden, das du hinterher nicht gebrauchen kannst, mache es lieber richtig und beauftrage einen professionellen Grafiker.

10: Das Design nicht prüfen

Du hast an alle Punkte gedacht, um ganz sicher alle Logo-Fehler zu vermeiden. Dein Logo ist aussagekräftig, einprägsam und bringt deine Botschaft auf den Punkt. Es funktioniert auch in schwarz weiß und liegt als Vektorgrafik vor. Was kann jetzt noch schief gehen?
Tatsächlich eine ganze Menge. Unterschätze niemals den Faktor der Betriebsblindheit. Für Dich ist offensichtlich, wofür dein Logo steht. Aber je abstrakter es ist, desto eher werden andere Betrachter etwas hineininterpretieren. Das menschliche Gehirn kann gar nicht anders, als Muster und Formen zu interpretieren.
Damit dein Logo sich nicht in der langen Reihe großer Design-Fehler einreihen muss, lasse frühzeitig Außenstehende mit frischem Blick auf das Design schauen.

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Über den Autor

Frauke Bitomsky

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