Das Boss oder Leader Prinzip

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Der Führungsstil ist eine Frage des Charakters

Was du als Angestellter mit dem Führungsstil deiner Chefs erlebt hast, wird auch die Art prägen, wie du später selbst ein Team führst. Eines ist klar: Leiten ist Charaktersache. Es gibt viele Theorien rund um den richtigen Führungsstil. Doch kannst du charismatisch führen, wenn du nicht mit einer charismatischen Persönlichkeit ausgezeichnet bist? Wie gelingt es dir, ein Laissez-faire Chef zu sein, wenn du selbst mit einer strengen Erziehung aufgewachsen bist? Wie kannst du integrierend leiten, wenn du eigentlich der festen Überzeugung bist, ein Unternehmen müsse mit einer harten Hand geführt werden, um erfolgreich sein zu können?

Leiten in einer gewandelten Arbeitswelt

Du siehst, dein Führungsstil ist eine Frage deines Charakters. Darüber hinaus will das Leiten und Lenken auch gelernt sein. Da man heute nicht mehr deswegen Chef wird, weil man über das meiste Wissen von allen verfügt, ergeben sich für den Kopf eines Teams ganz neue Herausforderungen. Er ist darauf angewiesen, von seinen Mitarbeitern mit Informationen versorgt zu werden. Und da sich die Arbeitswelt gewandelt hat und die reinen Routineaufgaben von Maschinen ausgeführt werden, müssen Mitarbeiter viel mehr mitdenken, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Das gilt gerade für Start-ups und Unternehmen, die im digitalen Bereich angesiedelt sind. 

Nur durch das Delegieren von Aufgaben wirst du erfolgreich sein

Niemand kann alle Aufgaben allein lösen. Kurz nach deiner Gründung wirst du wahrscheinlich die Fäden alle in der Hand halten, eventuell noch mit einem Partner zusammen, wobei es zwischen euch klar abgesteckte Zuständigkeitsbereiche gibt. Ihr kennt euch und wisst, wo der andere seine Stärken hat, dort wird er dann eingesetzt. Doch in einem wachsenden Unternehmen werden auch die Aufgaben immer komplexer und neue Bereiche kommen hinzu. Nun gilt es, durch das kluge Delegieren von Aufgaben die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Wie der Virgin Chef Richard Brenson konstatierte, ist dies die ultimative Fähigkeit erfolgreicher Menschen. Das bedeutet jedoch auch, loszulassen, und das will gelernt sein. Je besser du einen Menschen und seine Kompetenzen einschätzen kannst, umso leichter wird es dir fallen, auch wichtige Bereiche in seine Hände zu legen. 

Warum sind deine Mitarbeiter so wichtig?

Ein guter Mitarbeiter ist von unschätzbarem Wert. Mache nicht den Fehler und sieh dein Team nur als „humane Ressource“, als austauschbare Rädchen in deinem Getriebe. Dein Team ist die Grundlage für deinen Erfolg. Du musst deinen Leuten vertrauen können, denn sie kennen irgendwann deine geschäftlichen Abläufe und sind mit deinem Know-how vertraut. Es braucht Zeit, um eine gute Beziehung aufzubauen, und wenn du diese Beziehung aus Spiel setzt, war die investierte Zeit und Mühe umsonst. Natürlich sind Mitarbeiter heute wechselbereit und verlassen eine Firma deutlich schneller als früher, und vielleicht stehen schon neue Leute bereit, um Teil deines Teams zu werden. Dennoch kann nichts eine gewachsene Struktur ersetzen. Wenn du deinem Team mit dieser Wertschätzung begegnest, werden sie es dir mit motivierter Arbeit vergelten.

Sei der Leader, nicht der Boss

Es gibt eine bekannte Grafik, die den Unterschied zwischen einem Boss und einem Leader verdeutlicht. Der Boss thront auf seinem Unternehmen und lässt sich von seinen Angestellten ziehen, während er sie in die gewünschte Richtung weist. Der Leader hingegen arbeitet mit seinem Team zusammen, er ist mit ihnen auf einer Ebene und führt sie an. Er tut das Gleiche wie sie. Für wen würdest du lieber arbeiten wollen? Für jemanden, der dich antreibt oder für „einen wie dich selbst“?

Lass uns einmal die Unterschiede zwischen Leader und Boss an verschiedenen Punkten veranschaulichen: 

Respekt:

  • Ein Boss fordert Respekt ein, und zwar bedingungslos. Für Kritik ist er nicht offen, im Gegenteil würde er es sich verbitten, wenn du ihn kritisierst.
  • Ein Leader hingegen fragt nach der Meinung seines Teams, er bezieht seine Leute mit ein. Er trägt die größte Verantwortung, wird allerdings als Mensch respektiert. 

Mitsprache:

  • Ein Boss bestimmt, sein Wort ist Gesetz. Selbst wenn jemand aus seinem Team in bestimmten Fragen mehr Kompetenzen besitzt, bekommt er nicht das Gefühl vermittelt, dass seine Anregungen von Gewicht sein könnten.
  • Ein Leader hingegen weiß, dass ein Team, das an einem Strang zieht, am stärksten ist. Er holt das Beste aus seinen Angestellten heraus und überträgt ihnen Aufgaben, die ihren Stärken entsprechen. Wenn er meint, nicht empathisch genug zu sein, berät er sich mit einem Mitglied seines Teams und überträgt diesem Führungsverantwortung.

Selbst-Bild und Team-Bild:

  • Ein Boss sieht sich selbst als von seinem Team getrennt. Die Angestellten haben zu tun, was von Nutzen ist. Er ist dort – sie sind auf der anderen Seite.
  • Ein Leader hingegen sieht sich selbst mitten im Team. Er zieht mit seinen Leuten gemeinsam an einem Strang. Dadurch, dass er nicht getrennt von den anderen ist, bekommt er alle Auswirkungen von Entscheidungen und relevanten Umstände direkt mit. Dadurch fällt es ihm leichter, sich schnell auf bestimmte Umstände einzustellen und das Unternehmen in die richtige Richtung zu lenken.

Lerne deine Mitarbeiter gut kennen

Wenn du ein echter Teil von deinem Team bist, wirst du deine Mitarbeiter richtig gut kennenlernen. Das ermöglicht es dir, emphatisch mit ihnen umzugehen und ihnen die Aufgaben übertragen, für die sie eine ausgezeichnete Eignung haben. Das hat nicht nur etwas mit ihren beruflichen Qualifikationen, sondern auch mit ihrer Persönlichkeit und ihren jeweiligen intrinsischen Motivationen zu tun.

Für deine Angestellten muss es einen Sinn ergeben, mit dir und für dich zu arbeiten, der über die reine Bezahlung hinausgeht. Zehn verschiedene innere Motive findest du in diesem Artikel aufgeführt – von Perfektion über Liebe bis hin zu Spaß und Macht. Auch wenn du nur einen einzigen Angestellten hast, wenn du seine innere Motivation kennst, wird die Zusammenarbeit mit ihm leicht effektiver.

Der Führungsstil der Zukunft? 

Der skandinavische Führungsstil wird von einigen Experten als Führungsstil der Zukunft gehandelt. Er basiert auf Konsens, nicht auf Entscheidungen „von oben herab“ und passt zu unserem Boss vs. Leader Prinzip. Auf der Webseite der deutsch-schwedischen Handelskammer gibt es einen spannenden Artikel zu diesem Thema. Beide Stile haben ihre Vor- und Nachteile. 

So wie sich die Arbeitswelt wandelt, so wandelt sich auf die Führungskultur. Doch eines ist klar: Wenn du mitten in deinem Team bist und mit ihm gemeinsam kämpfst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit die besten Ergebnisse erzielen. Denn das ermöglicht es dir, die Stärken jedes Einzelnen besser wahrzunehmen und das große Ganze in die richtige Richtung zu lenken. 

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