Eine Bewerbung auf Englisch benötigst du vor allem, wenn du dich im Ausland bewerben möchtest.Quelle: contrastwerkstatt - stock.adobe.com

Ob internationales Business oder Auslandsaufenthalt – deine Bewerbung auf Englisch sollte fehlerfrei sein.

Es kann viele Gründe haben, wieso du eine Bewerbung auf Englisch verfassen musst. Doch eine englische Bewerbung beinhaltet ein paar Besonderheiten, die du aus deutschen Bewerbungen oftmals nicht kennst. Nicht nur andere Begrifflichkeiten sind hier von Bedeutung, sondern auch gestalterische Elemente unterscheiden sich. Da die Welt und damit auch der Arbeitsmarkt immer globaler werden, solltest du wissen, worauf es bei englischen Bewerbungen ankommt. Wir erklären dir in diesem Artikel wo die Unterschiede liegen und geben dir Tipps, sodass dir mit deiner perfekten Bewerbung auf Englisch dein Wunsch-Job sicher ist.

Warum eine Bewerbung auf Englisch schreiben?

Obwohl die Job-Bezeichnung vieler Positionen auf Englisch ist, heißt das nicht immer, dass Englisch zu deinem Arbeitsalltag gehört. Doch je internationaler du und das Unternehmen arbeiten, desto wichtiger ist ein einwandfreies Englisch. Teilweise setzen Unternehmen voraus, dass du für bestimmte Positionen gutes oder perfektes Englisch sprechen musst.

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Gründe für das Verfassen einer englischen Bewerbung. Zum einen kann der Arbeitgeber eine englische Bewerbung voraussetzen, weil in der angestrebten Position die englische Sprache eng an deinen Arbeitsalltag gekoppelt ist. Denn Meetings mit internationalen Partnern oder Dienstreisen ins Ausland erfordern einwandfreie Sprachkenntnisse. Zum anderen kannst du dich auch für ein englischsprachiges Unternehmen bewerben, in dem die Corporate-Language Englisch ist. Dafür musst du gar nicht unbedingt ins Ausland – auch hier in Deutschland gibt es viele Zweigstellen internationaler Unternehmen.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Unternehmen bereits durch die Vorgabe einer englischen Bewerbung viele Bewerber abschrecken und damit bewirken, dass sich nur Kandidaten melden, die auch ernsthaft an der Stelle interessiert sind. So oder so, kannst du bereits mit deiner Bewerbung beweisen, dass du der englischen Sprache mächtig bist und Interesse zeigst.

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So erstellst du deine englische Bewerbung

Im folgenden erklären wir dir, was alles zu einer guten Bewerbung auf Englisch gehört und worauf du unbedingt achten solltest.

Niemals „einfach“ übersetzen

Wir kennen das alle: Bewerbungen sind aufwendig in der Erstellung und wenn eine fertig ist, wird diese für jeden Job einfach etwas verändert und angepasst. Das mag bei deutschen Bewerbungen auch oftmals funktionieren. Doch einer der größten Fehler ist es, eine Bewerbung auf Deutsch Wort für Wort ins Englische zu übersetzen, denn so ergeben sich zwei gravierende Mängel.

Zum einen funktionieren viele deutsche Formulierungen nicht im Englischen. Das bedeutet, dass wortwörtliches Übersetzen schwierig wird. Oftmals wird hier dann zu Tools wie „Google Translator“ oder anderen Übersetzungsprogrammen gegriffen und der ganze Text in einer Tour übersetzt. Unabhängig davon, dass viele dieser Tools nicht fehlerfrei sind, sehen englischsprachige HR-Manager, dass hier getrickst wurde. Somit wird sofort ersichtlich, dass deine Englischkenntnisse nicht ausreichend sind und du scheiterst schon an der ersten Hürde.

Zum anderen sind englische Bewerbungen anders strukturiert und aufgebaut. Es gibt differenzierte Begrifflichkeiten und unterschiedliche Vorgehensweisen. Um einen ersten Einblick zu bekommen und dich an Vorlagen zu orientieren, findest du im Internet viele Beispiele und Muster von Bewerbungen auf Englisch. Um zu sehen was alles möglich ist, solltest du vorab recherchieren, auch hinsichtlich deines Unternehmens. Gibt es Vorgaben? Nützliche Informationen von deinem Arbeitgeber? Wie sind die Unternehmenswerte und das Corporate Design? All das sollte sich in deiner Bewerbung widerspiegeln.

Cover Letter – das Anschreiben

Der Cover Letter ist das Pendant zum deutschen Anschreiben. Ähnlich wie dort, solltest du im Cover Letter nicht deinen kompletten Werdegang erfassen, sondern deine Stärken und Interessen hervorheben. Erkläre warum du die oder der Richtige für den Job bist. Beziehe dich hier immer auf das Unternehmen und zeige, dass du dich mit der Firma und den Verantwortlichen bereits vertraut gemacht hast. Aber Vorsicht: In deutschen Bewerbungen lobt sich der Bewerber im Anschreiben und beschreibt sich als besten Mitarbeiter.

In englischen Bewerbungen solltest du von dieser Variante eher abweichen. Im Cover Letter lobst du stattdessen das Unternehmen und nimmst dich zurück. Natürlich sollte auch hier deutlich werden, dass du mit deinen Fähigkeiten eine gute Partie bist, aber nur subtil. Wenn du startest wirst du sehen, dass dies sogar oftmals einfacher ist, als sich selbst zu beweihräuchern. Genauso wie beim Anschreiben, sollte der Cover Letter nicht länger als eine Seite sein.

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Curriculum Vitae – der Lebenslauf

Das Curriculum Vitae (CV) unterscheidet sich nicht groß von dem deutschen Lebenslauf. Alle persönlichen Angaben, der Ausbildungsweg, der berufliche Werdegang, die Softskills und Interessen sollten auch hier vorhanden sein. Je nach Land und Unternehmen, kann auch ein Foto eingesetzt werden. Doch immer mehr internationale Unternehmen gehen dazu über, auf Fotos zu verzichten, um Chancengleichheit zu gewähren. Daher solltest du dich vorher informieren, wie dein potenzieller Arbeitgeber dazu steht. Den Aufbau des Ganzen strukturierst du, so wie in deutschen Bewerbungen mittlerweile, antichronologisch. Die aktuellsten Informationen also nach vorne. Diese sind nämlich sehr viel wichtiger für den Arbeitgeber als Informationen von vor zehn Jahren.

References – Kontaktpersonen

Eine der entscheidendsten Unterschiede sind die References. Damit sind Kontaktpersonen gemeint, die über gewisse Stationen im Lebenslauf Auskunft und Empfehlungen geben können. Zwar kann man in Deutschland auch Kontaktpersonen angeben, wird jedoch nur selten gemacht und kaum ein Arbeitgeber wird dort tatsächlich anrufen.

Anders in Ländern wie den Vereinigten Staaten. Hier werden die Kontaktpersonen (in der Regel werden zwei angegeben) wirklich kontaktiert. Daher solltest du auch unbedingt zwei References in deinen CV einfügen. Diese solltest du im vorhinein natürlich um Erlaubnis bitten, da du E-Mail-Adresse und im besten Falle auch eine Telefonnummer angibst. Bei diesen Personen kann dein zukünftiger Arbeitgeber dann nachfragen, ob die Angaben in deinen Unterlagen auch wirklich stimmen und sich eine erste wichtige Meinung über dich bilden. Somit ist klar, dass du als Referenz am besten keinen Arbeitskollegen angibst, sondern jemanden, der einen etwas höheren beruflichen Status genießt. Personen in diesen Positionen wirken nämlich sehr viel einflussreicher.

Brauche ich Anlagen?

Anders als in deutschen Bewerbungen, brauchst du für englische Bewerbungen nicht immer zwingend Anlagen. Es kommt ganz darauf an, in welchem Land du dich bewirbst. In England wäre deine Bewerbung mit Cover Letter und CV oftmals schon vollständig. In Amerika sind Zeugnisse, Arbeitsproben oder Zertifikate ein Muss. Mache dich vorher schlau, was alles verlangt wird. So oder so, solltest du im Vorstellungsgespräch alle notwendigen Unterlagen dabei haben. Deshalb musst du daran denken, dass du auch deine Anlagen übersetzen solltest. Denn das Notensystem in Deutschland unterscheidet sich bspw. deutlich von dem aus Amerika. Während bei uns Zahlen verwendet werden (1-6), nutzt man in Amerika Buchstaben (A-F). Damit dann deine Noten verständlich sind, musst du diese unbedingt umschreiben.

Fazit: Bewerbung auf Englisch

Nach diesen Informationen solltest du eine umfangreiche Vorstellung bekommen haben, worauf es bei Bewerbungen auf Englisch ankommt und welche Fehler es zu vermeiden gilt. Wenn du bei der Übersetzung ins Englische Probleme mit den Formulierungen hast, gibt es im Internet viele Mustersätze oder Beispieltexte, die dir das Erstellen vereinfachen. Generell gilt, dass deine Bewerbung umso besser ist, je mehr du dich mit dem Unternehmen beschäftigt hast. Schaue auf Unternehmenswerte, auf dessen Design und Unternehmenskultur. Wenn sich dies in deiner Bewerbung widerspiegelt, wirst du sicherlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

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