Betriebliche Krankenversicherung

Vielleicht hast du es ja mitbekommen, am 28. Juni 2019 wurde ein Gesetz zu Gunsten der betrieblichen Krankenversicherung bestätigt. Doch was versteckt sich hinter dem Begriff, wie können Arbeitgeber und Arbeitnehmer davon profitieren? Generell ist es so, dass Versicherungen oft ein kompliziertes Thema sind, wir bringen etwas Licht ins Dunkle.

Auch wenn der Name es vermuten lässt: Es ist kein Ersatz zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung

Betriebliche Krankenversicherung klingt auf den ersten Blick so, als würde es eine der Formen der Krankenversicherungen ersetzen. Das ist nicht der Fall. Vielmehr ist es eine steuerlich unterstütze Zusatzleistung, die ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern anbieten kann. Als Arbeitgeber muss man heute mehr als jemals zuvor den Arbeitnehmern etwas besonderes bieten um diese zu halten, solche Zusatzleistungen gehören ohne jede Frage dazu.

Mitarbeiterbindung durch betriebliche Krankenversicherung?

Es gibt verschiedenste Methoden der Mitarbeiterbindung, zu den bekanntesten Benefits gehören wohl Firmenwagen und Homeoffice. Doch die betriebliche Krankenversicherung scheint immer mehr bei den bevorzugten Benefits oben mitzuspielen. Das zeigt eine Statistik: Während 2015 noch 575.000 Beschäftigte davon profitierten sind es 2018 laut einer Hochrechnung schon 760.000.

Hier spielt sicherlich mit rein, dass es den Menschen immer mehr um Sicherheit und Absicherung geht. Doch auch der „Luxus“ im Krankheitsfall spielt eine große Rolle, nicht jeder möchte im Krankenhaus das Zimmer mit vielen anderen Personen teilen. Auch Thematiken wie Zahnzusatzversicherungen oder Krankenhaustagesgeld spielen hier mit rein.

Als gesetzlich Versicherter auf wie ein Privatpatient behandelt werden? Das kannst du deinen Mitarbeitern durch die betriebliche Krankenversicherung, kurz BKV, bieten. Das Interesse an der betrieblichen Krankenversicherung nimmt laut Spezialmakler Maximilian Waizmann (Geschäftsführer des Vergleichsportals www.zahnzusatzversicherung-experten.de) in den letzten Jahren stetig zu: „Aufgrund unserer Spezialisierung auf Krankenzusatzversicherungen bekommen wir immer öfter auch Anfragen von kleinen und mittleren Unternehmen zum Thema BKV.“

Mithilfe einer betrieblichen Krankenversicherung können deine Mitarbeiter sowohl ambulante, stationäre Leistungen oder eine Zahnzusatzversicherung zu sehr günstigen Konditionen bekommen. Und das beste daran: „wird die Freigrenze von 44 Euro eingehalten, zählen die Beiträge zur BKV nicht als Barlohn, sondern als Sachlohn und sind somit vollkommen steuer- und sozialabgabenfrei.“, so Maximilian Waizmann. Scheidet dein Mitarbeiter aus der Firma aus, kann er die Versicherungen auf Wunsch privat weiterführen.

Es ist wenig überraschend, dass es für Mitarbeiter einen großen Benefit darstellt, wenn diese Zusatzleistungen vom Arbeitgeber getragen werden.

Was umfasst die betriebliche Krankenversicherung

Wie bereits angeschnitten wurde, kann die betriebliche Krankenversicherung verschiedene Bestandteile haben und so die Anliegen der Mitarbeiter gezielt erfüllen. Hier lohnt sich sicherlich auch ein Gespräch mit dem Personal, damit man die Anliegen und Wünsche der Mitarbeiter einbeziehen kann. Aus diesen verschiedenen Bestandteilen kannst du dann das beste Paket für die Mitarbeiter zusammenstellen.

Zusatzversicherung für Zähne

Die Zähne sind ohne jede Frage einer der wichtigsten äußerlichen Punkte bei einem Menschen. Ein strahlendes Lächeln steht sinnbildlich für Gesundheit. Kein Wunder also, dass Zusatzversicherungen für die Zähne sich großer Beliebtheit erfreuen. Möglich sind hier Vorsorgeuntersuchungen oder kostengünstigere Behandlungen und natürlich die regelmäßige professionelle Zahnpflege.

Zusatzversicherung für ausführliche Vorsorge

Doch auch abseits der Zähne ist Vorsorge sehr beliebt. Viele Versicherer bieten daher unterschiedliche Vorsorgestufen an, um ansonsten kostspielige Vorsorgeuntersuchungen teilweise oder auch komplett zu übernehmen. Insbesondere bei Berufen mit hoher körperlicher Beanspruchung, aber auch bei Bürojobs (Stichwort Rücken) ist der Bereich sehr beliebt.

Zusatzversicherung für Heilpraktiker

Alternative Behandlungsmethoden sind vielleicht nichts für jedermann, doch immer mehr Leute wechseln zu diesen Alternativen gegenüber den üblichen Behandlungen. Hier lohnt es sich auf jeden Fall mit dem Personal zu sprechen, nicht jeder ist von diesen Methoden überzeugt.

Zusatzversicherung für Krankenhausbesuche

Im Krankenhaus als gesetzlich Krankenversicherter wie ein Privatkunde behandelt werden? Mit einer entsprechenden Zusatzversicherung kann man in der generell eh schon stressigen Zeit ein wenig „Luxus“ genießen.

Welche Nachteile verstecken sich in der betrieblichen Krankenversicherung?

Die privaten Versicherungen unterscheiden nicht nach Einkünften deiner Mitarbeiter, vielmehr wird hier ein durchschnittlicher „Risikofaktor“ der jeweiligen Versicherungen berechnet. Bedeutet: Für jemanden mit niedrigem Gehalt kommen die gleichen Kosten auf wie für jemanden mit einem hohen Gehalt. Sollte nun ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und die Versicherung fortsetzen wollen, kann der Betrag entsprechend hoch ausfallen. Hier lohnt sich für den ehemaligen Arbeitgeber vergleichen.

Fazit: Mit der betrieblichen Krankenversicherung lassen sich Mitarbeiter binden

Die Vorteile der betrieblichen Krankenversicherung sind für die Arbeitnehmer ganz klar, doch auch der Arbeitgeber profitiert: Nicht nur sind die Kosten steuerlich begünstigt, die Mitarbeiterbindung steigt. Durch die nicht zu unterschätzende bessere Produktivität zufriedener Mitarbeiter dürften sich die Kosten alleine dadurch tragen. Einen Blick sollte man daher auf jeden Fall auf dieses spannende Thema werfen.