Bertelsmann-Studie: Abschaffung der Privatkassen.Quelle: Pixabay

Nach den neuesten Ergebnissen der Bertelsmann-Studie kann die Abschaffung privater Krankenkassen Milliarden von Euros einsparen.

Wenn in Deutschland die Privatkassen abgeschafft würden, könnte der Betrag für gesetzlich Versicherte um 145 Euro im Jahr sinken. Zu diesem Ergebnis kam die neuste Bertelsmann-Studie im Auftrag des Berliner IGES-Instituts, die ihre Erkenntnisse am Montag veröffentlicht hat. Damit steht die Aufforderung im Raum, das duale System der Krankenversicherungen abzuschaffen.

Die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie legen Nahe, dass die Abschaffung der privaten Krankenkassen eine Entlastung für gesetzlich versicherte Bürger und ihrer Arbeitgeber bedeuten würde. Durchschnittlich 145 Euro im Jahr würden eingespart werden, wenn man private und gesetzlich Versicherte zusammen führen würde. Diese Zusammenführung wäre den Ergebnissen nach sowohl günstiger als auch solidarischer.

Duales System könnte Milliarden von Euros einsparen

Laut der Bertelsmann-Studie verdienen Privatversicherte im Durchschnitt nicht nur circa 56 Prozent mehr als gesetzlich Versicherte, sondern seien tendenziell auch gesünder. Wenn auch die jetzigen Privatversicherten in die gesetzliche Krankenkasse eintreten würden, könnte die GVK einen jährlichen Nettofinanzüberfluss von 8,7 bis 10,6 Milliarden verzeichnen, sodass sich die Beitragssätze um 0,6 bis 0,7 Prozent sinken ließen. Umfragen zufolge wünscht sich die Mehrheit der Bürger die Abschaffung des dualen Systems und eine einheitliche Krankenkasse für alle.

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Auswirkungen für Selbstständige

Eine Abschaffung der privaten Krankenkasse und somit eine Zusammenführung aller Bürger in eine gesetzliche, hat nicht nur Auswirkungen auf die gesetzlich Versicherten. Bisher gehören zu den Privatversicherten vor allem Beamte, einkommensstarke Selbstständige und Gutverdiener. Ein Wegfallen der privaten Krankenkasse könnte diesen Gruppen schwer im Magen liegen. Denn die Beiträge der privaten Kassen sind einkommensunabhängig, gewährleisten viele Extra-Leistungen und ermöglichen Flexibilität. Doch nach Brigitte Mohn, die im Stiftungsvorstand sitzt, sei die Abschaffung der Privatkasse ein erster richtiger Schritt in die Richtung einer tragfähigen Solidargemeinschaft. Dafür müssten sich alle Versicherten, unabhängig vom Einkommen, zusammen schließen und gemeinsam die Aufspaltung des sozialen Zusammenhalts zu stoppen.

Die private Krankenversicherung: So wird sie für Selbstständige kalkuliert

Quelle: faz.net / handelsblatt.com

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