Bargründung oder Sachgründung bei einer GmbH?Quelle: Nattapol_Sritongcom - stock.adobe.com

Bei der Gründung einer GmbH kann man sich entweder für eine Bargründung oder Sachgründung entscheiden.

Wer eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gründen möchte, muss einen entsprechenden Anteil an Eigenkapital mit ins Unternehmen bringen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, wie diese Geldeinlage aussehen kann. Entweder durch eine Bargründung oder durch eine Sachgründung. Doch was genau ist bei den beiden Formen der Unterschied? Das wollen wir dir im folgendem Artikel erklären.

Die Stammeinlage bei einer GmbH

Bei einer Stammeinlage handelt es sich um einen Anteil des Stammkapitals, der von einem bestimmten Gesellschafter mit ins Unternehmen eingebracht wird. Nicht jeder der Gesellschafter muss hierbei einen gleich hohen Betrag mit einbringen, sondern diese können unterschiedlich ausfallen. Bei einer GmbH muss immer ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro eingebracht werden. Wird die GmbH beispielsweise von zwei Personen gegründet, müssen beide einen Anteil der Stammeinlage in das Unternehmen einbringen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Kapital in das Unternehmen eingebracht werden kann: die Bargründung und die Sachgründung.

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Die Bargründung

Eine Möglichkeit, um das benötigte Stammkapital mit in das Unternehmen einzubringen ist, diese durch eine Barleistung erfolgen zu lassen, die sogenannte Bargründung. Mit der Bargründung ist jedoch nicht gemeint, wie man im ersten Moment annehmen könnte, dass die Geldtransaktion in bar erfolgen muss. Hier reicht es natürlich auch, den Betrag in Form einer Überweisung mit in das Unternehmen zu bringen. Der Geschäftsführer der GmbH muss nur dem Registergericht versichern, dass er über die entsprechenden Bareinlagen uneingeschränkt verfügen kann. Erst wenn hier die Bestätigung durch den Geschäftsführer vorliegt, kann die GmbH gegründet werden.

Grundsätzlich muss als Summe der eingezahlten Einlagen insgesamt ein Betrag von 12.500 Euro erreicht werden, was der Hälfte des Mindeststammkapitals von 25.000 Euro entspricht. In der Satzung können dann genaue Fristen festgelegt werden, wann die nicht eingezahlten Einlagen erfolgen müssen. Wer diese Fristen nicht einhält, muss mit Verzugszinsen rechnen. Die restlichen 12.500 Euro müssen nicht eingezahlt werden, sollten aber für die Verbindlichkeiten immer zur Verfügung stehen.

Die Sachgründung

Bei der Sachgründung können, im Gegensatz zur Bargründung, andere Wertgegenstände als Einlage mit ins Unternehmen eingebracht werden. Zu diesen können beispielsweise folgende Gegenstände gehören:

  • Grundstücke
  • Fahrzeuge
  • Nutzungsrechte
  • Lizenzrechte
  • Maschinen

Wenn die Einlage des Stammkapitals als Sachgründung erfolgt, muss diese sofort voll eingebracht werden. Eine Sachgründung ist allerdings nur dann möglich, wenn in der Satzung der Gesellschaft eine entsprechende Regelung angegeben ist. In dieser muss zudem jede einzelne Sacheinlage explizit genannt werden.

Fazit

Bei der Gründung eine GmbH gibt es somit einige Möglichkeiten, wie man das benötigte Stammkapital zusammenbekommen kann. Wichtig ist in beiden Fällen nur, dass die Einlagen auch wirklich endgültig in das Unternehmen geflossen sein müssen. Denn ohne einen hinreichen Nachweis, dass das Mindestkapital eingezahlt wurde, kann keine Eintragung als GmbH erfolgen. Somit stellen die Bargründung und die Sachgründung wichtige Aspekt der Gründung einer GmbH dar, über die du dir im Vorhinein genaue Gedanken machen solltest.

GmbH gründen: Definition und Bedeutung

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