Aktienhandel für Unternehmer: Das sind die Grundregeln

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Um im Aktienmarkt zu bestehen, sind starke Nerven, Fachwissen und Startkapital nötig. All diese Eigenschaften treffen in der Regel auch auf Unternehmer zu. Es macht deswegen Sinn, sich mit den Grundlagen des Aktienmarkts zu befassen.

 

Sicherheit als wichtige Voraussetzung

Technisch gesehen ist jeder Aktienbesitzer bereits ein Unternehmer. Dennoch macht der tatsächliche berufliche Hintergrund einen großen Unterschied, denn selbständige Unternehmer unterliegen anderen Prämissen in Sachen Finanzen als Festangestellte mit sicherem Job. Doch gerade in Zeiten wie diesen richten immer mehr Unternehmer ihren Blick auf den Wertpapiermarkt, da dieser viele verschiedene Anlagemöglichkeiten bietet und durchaus zur finanziellen Absicherung bzw. Vorsorge beitragen kann. Dabei sollten jedoch einige Grundregeln beachtet werden.

 

Der erste wichtige Punkt ist die Liquidität: Für Unternehmer ist die Liquidität traditionell ein sensibles Thema, das sich auch auf die Investmentstrategie auswirkt. Ganz klar deswegen: Es sollte nur Geld investiert werden, auf das man im Zweifelsfall verzichten kann. In keinem Fall sind Investments empfehlenswert, die die Existenz in Gefahr bringen könnten, da diese immer noch das Fundament für alles Weitere darstellt. Im Zweifelsfall sollten Unternehmer also auf ein Investment verzichten und das Geld in Sicherheit ruhen lassen.

 

Das Timing spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Jede Unternehmung, ganz unabhängig von der Geschäftsidee, hat Phasen des Wachstums, in denen der Cashflow dringend benötigt wird, aber auch ruhigere Phasen der Konsolidierung, in denen der finanzielle Spielraum etwas größer und der Geldbedarf nicht ganz so akut ist. Unternehmer sind also in der Pflicht, ihre eigenen Zeitpläne genau zu kennen und mögliche Investments danach auszurichten – und zwar genau in dieser Reihenfolge und nicht umgekehrt.

 

Ein komplexer Markt mit vielen Chancen und Risiken

Ebenso wichtig ist es, die verschiedenen Disziplinen von Wertpapieren und deren Zusammenhänge zu kennen. Während Aktien noch relativ leicht verständlich sind und sich deswegen auch für Einsteiger eignen, ist für spekulative Produkte ein gewisses Know-how nötig. Knock-Out-Optionsscheine, Sprintzertifikate, CFD-Produkte und der Devisenhandel namens Forex Trading zeigen bereits, wie breit der Markt gefächert ist.

 

Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Ausprägungen bei Risiko und Rendite. Es ist schließlich bekannt, dass große Gewinnchancen immer auch mit größeren Risiken einhergehen. Es gilt also, sich mit den Papieren genauestens auszukennen, um kein unkalkulierbares Risiko einzugehen. Dieses ist für Unternehmer nämlich ein absolutes Tabu, mehr noch als für herkömmliche Anleger, die gelegentlich gerne mit ihrem Geld spielen.

 

Doch bei dieser Entscheidung spielt auch die eigene Psyche eine Rolle. Unternehmer sind naturgemäß nicht gerade risikoavers, allerdings gibt es verschiedene Ausprägungen dieser Eigenschaft und das spiegelt sich im Wertpapiermarkt eins zu eins wider.

 

Wer auf maximale Sicherheit bedacht ist und den Aktienmarkt vor allem für langfristige Anlagen nutzen möchte, der ist mit traditionellen Aktien gut bedient, da ein Totalverlust dort quasi ausgeschlossen ist und die Schwankungen meistens innerhalb gewisser Grenzen stattfinden. Bei einem solchen Investment muss es sich nicht zwangsläufig um Einzelwerte handeln, sondern auch um ganze Indices, die sich aus ihren Einzelwerten zusammensetzen. Der DAX ist aktuell das beste Beispiel dafür, welche Kursanstiege möglich sind.

Aktienhandel für Unternehmer
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