AIDA Prinzip im Online MarketingMit dem AIDA-Prinzip kannst du deine Werbestrategie entscheidend verbessern. Das AIDA-Prinzip stellt für dich ein Modell dar, mit dessen Hilfe du die Werbewirksamkeit von deinem Produkt überprüfen kannst. Das AIDA-Prinzip hat eine recht lange Geschichte, denn es stammt aus dem Jahr 1898. Zu dieser Zeit beschrieb der als genial bekannte amerikanische Werbestratege Elmo Lewis zum ersten Mal sein neues Modell. Noch heute gilt dieses Prinzip als die Grundlage für weitere bekannten Erweiterungen wie beispielsweise AIDAS, AIDCAS oder auch die Dagmar-Formel. Angepasst auf die heutigen Bedürfnisse stellt es auch für dich ein Instrument dar, um die vier wichtigsten Schritte eines Kunden bis hin zu seiner Kaufentscheidung für deine Zwecke entscheidend zu optimieren.

Was bedeutet AIDA?

Die vier Buchstaben AIDA stehen für die Anfangsbuchstaben der vier Phasen, die aus einem potenziellen Kunden einen Käufer machen.

  • A = Attention oder auf deutsch Aufmerksamkeit
  • I = Interest oder auf deutsch Interesse
  • D = Desire oder auf deutsch Wunsch
  • A = Action oder auf deutsch Handlung
AIDA-Prinzip Infografik
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Phase 1: Aufmerksamkeit erregen

Ganz zu Beginn vom AIDA-Prinzip steht das Thema Aufmerksamkeit. In dieser ersten Phase geht es darum, beim potenziellen Kunden die Aufmerksamkeit für dein Produkt zu erregen. Du musst also damit beginnen, dem potenziellen Kunden zu zeigen, dass es dich und dein Produkt gibt. In Studien zum Thema Printwerbung wurden anhand von Werbebriefen und Anzeigen herausgefunden, dass der potenzielle Kunden in den ersten zehn Sekunden der Betrachtung entscheidet, ob dies für ihn von Interesse ist oder nicht. Nicht viel Zeit, die du zur Verfügung hast. Umso wichtiger ist, dass deine Werbebotschaft, egal in welcher Form, ein richtiger Eyecatcher ist.

Layout spielt eine wichtige Rolle

Doch du musst dazu mehr wissen über den potenziellen Kunden. Du musst wissen und auch bei deinen Werbemaßnahmen auch beachten, wie dieser potenzielle Kunde deine Werbebotschaft liest, auf was sein Blick als erstes fällt und wie er diese Botschaft für sich einordnet. Deshalb ist hier für dich auch das Layout ein ganz wichtiges Thema. Für dich gibt es deshalb folgende Faktoren zu beachten:

  • Gesichter sind immer besser als Figuren
  • Figuren sind besser als Lebewesen
  • Lebewesen sind besser als Landschaften
  • es muss ganz klar ersichtlich sein, für was überhaupt geworben wird

Phase 2: Interesse muss aufrecht erhalten werden

Nachdem du in der ersten Phase auf dein Produkt aufmerksam gemacht hast, folgt nun in der zweiten Phase für dich der Schritt, das Interesse des potenziellen Kunden an deinem Produkt zu wecken. Um das Interesse zu wecken, musst du dem potenziellen Kunden genau aufzeigen, was dein Produkt ihm bieten kann und warum es für ihn von Nutzen sein kann. Doch Vorsicht! Viele machen hier den Fehler und stellen zu sehr das Produkt in den Vordergrund. Das solltest du nicht tun. Vielmehr musst du den potenziellen Kunden, also jetzt den Interessenten in den Vordergrund rücken. Überfordere den Interessenten in dieser zweiten Phase nicht gleich mit ausführlichen Produktbeschreibungen. Da wird er schnell das Interesse verlieren. Vielmehr musst du ihn mit Fragen fordern. Das könnte beispielsweise so aussehen: „Haben Sie sich auch schon mal eine Sonnenbrille gewünscht, wo das Gestell beim Tragen nicht drückt?“ Verstehst du was ich meine? Du musst sein Interesse damit wecken, in dem du seine Probleme in seinen Gedanken hervorholst.

Phase 3: Jetzt musst du seine Wünsche herausfinden oder wecken

In dieser dritten Phase wird es nun etwas schwieriger. In einem persönlichen Gespräch mit einem potenziellen Kunden ist es einfacher seine Wünsche zu erkennen oder Wünsche in ihm zu wecken. Im persönlichen Gespräch kannst du einfach besser ein Verkaufsgespräch aufbauen. Aber auch wenn du nur auf Social Media Marketing setzt, kannst du das schaffen. Du musst einfach anders an die Sache herangehen. Zum einen ist es hier für dich wichtig, dass du dich schon am Anfang auf eine Zielgruppe festlegst. Außerdem musst du in der dritten Phase mit Emotionen arbeiten. Dies können sowohl positive als auch negative Emotionen sein. Übertrieben dargestellt kannst du ihm damit Angst machen, dass er zu den wenigen gehört, die dein Produkt noch nicht haben. So weckst du beim Interessenten den Wunsch, dass er dein Produkt auch haben will. Arbeite aber auch mit positiven Emotionen. Zeig ihm auf, dass sich mit deinem Produkt in seinem Leben etwas zum positiven wenden kann. Auch so löst du beim Interessenten den Wunsch aus, dein Produkt haben zu wollen. Dieser Artikel „Marktanalyse erstellen – Wie groß ist deine Zielgruppe wirklich?“ dürfte für dich in diesem Zusammenhang auch von Interesse sein.

Phase 4: Mach aus dem Interessenten nun deinen Kunden

Die vierte Phase ist nun auch die schwierigste Phase für dich, denn nun musst du aus dem Interessenten deinen Kunden machen, ihn also zur Kaufentscheidung bringen. Du musst ihn zum Handeln bewegen. Dabei kannst du ein bisschen tricksen und ihm einfach die Kaufentscheidung leicht machen. Locke ihn ein bisschen. Das kann durch einen Neukundenrabatt sein oder eine versandkostenfreie Lieferung. Slogans wie „10% Preisnachlass bei Erstkundenbestellung“ lockt immer. Einfach auf diese Art und Weise ihn richtig zu locken und ihm damit die Kaufentscheidung praktisch abzunehmen. Du darfst dabei allerdings den Bogen nicht überspannen. Der potenzielle Kunden darf nicht den Eindruck bekommen, dass er etwas nachgeworfen bekommt. Er muss immer den Eindruck haben, dass er von dir als Kunde erst genommen wird. Und er muss vor allem eines zu dir haben: Vertrauen. Daher musst du ihm auch eine Erklärung liefern, warum er gerade dein Produkt kaufen soll. Das ist vor allem bei Kunden wichtig, die mit ihrer Kaufentscheidung noch sehr zögerlich sind. Dieser Artikel „4 Schritte die jeden Webseiten-Besucher zum Kunden machen“ dürfte für dich in diesem Zusammenhang auch von Interesse sein.

Das AIDA-Pinzip in der Werbung

Ganz klassisch findet AIDA seinen Einsatzbereich in der Werbung, denn hier kann durch Bild und Audio schnell die Aufmerksamkeit erregt werden. Hier wird auch gerne mit dem Überraschungsmoment gearbeitet. Auch du hast schon eine Werbung gesehen und dich gefragt, worum die sich dreht. So wurde deine Aufmerksamkeit deutlich erhöhnt und die drei anderen Phasen konnten fließend übergehen.

Das AIDA-Pinzip auf Webseiten

Bei deiner Webseite musst du natürlich auf irgendeine Weise die Leute bereits auf deiner Seite haben. Ob das über AdWords Werbung geschieht, soziale Medien oder SEO, die notwendige Attention sieht je nach Akquise anders aus. Schaue also, welche Erwartungshaltung der Besucher haben wird und passe so die vier Phasen bestmöglichst an. Du wirst sehen, dass du so deine Absprungrate reduzieren und deine Aufenthaltszeit steigern kannst.

Marketing mit dem AIDA-Pinzip: Es kann losgehen

Wenn du diese vier einfachen Phasen beachtest und bei deinen Projekten umsetzt, steht dem Erfolg deines Marketing nichts mehr im Wege. Achte stehts darauf eventuelle Änderungen bei den Phasen zu erkennen, zum Beispiel wenn du eine andere Zielgruppe ansprechen möchtest.

AIDA-Prinzip: Die Basis für deine Marketing-Strategie
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