Abo-Commerce

Abo-Commerce

Viele Online Marketer konzentrieren sich beim Aufbau ihrer Unternehmung immer wieder auf den zielorientierten Vertrieb einzelner Produkte. Ihr Fokus richtet sich auf Dinge wie dem Aufbau einer perfekten Landingpage oder weiteren Vertriebsstrategien. Eine ganz andere Strategie, die nicht neu ist, jedoch inzwischen zum Trend avanciert, ist das Abo-Commerce.

Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff des Abo-Commerce?

Das Wort ist eigentlich selbsterklärend. Bei Abo-Commerce handelt es sich um den Verkauf von Abonnements.

Das wohl Bekannteste ist das Zeitungs-Abo, bei dem monatlich feste Zahlungen vom Kunden geleistet werden und dieser nach Vereinbarung regelmäßig eine Zeitung erhält. Das digitalen Abo funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Regelmäßig zahlende Kunden erhalten von Ihnen als Anbieter regelmäßige Leistungen.

Anders als beim Vertrieb einzelner Produkt handelt es sich hierbei nicht um eine punktuelle Transaktion, die danach abgeschlossen ist. Stattdessen erstreckt sich hier das Kunde-Verkäufer-Verhältnis über einen längeren Zeitraum.

Dass Abo-Commerce nun im Trend liegt, hat viele Gründe. Ausschlaggebend dürfte allerdings sein, dass Abonnements auch im online Business eine enorme Kundenbindung erzeugen und auf längere Sicht kalkulierbare Umsätze generieren.

Was es jedoch zu vermeiden gilt sind problematische Konzeptionen und Inhalte mit zu geringem Informationsgehalt.

Die geschäftliche Relevanz

Der Vergleich mit dem Zeitungs-Abo ist natürlich etwas simpel. Tatsächlich existieren zwei unterschiedliche Formen des Abonnements.

1. Das klassische Abo: Der Kunde regelmäßig eine bestimmte Summe. Die Laufzeit ist dabei ebenfalls vorgegeben.

2. Das Soft-Subscription-Model: Der Kunde zahlt regelmäßig, allerdings variiert der Betrag ebenso wie der Leistungsumgand. So können innerhalb des Abis Leistungen zu- oder abgebucht werden. Flexibilität ist auch in Bezug auf die Laufzeiten gegeben.

Wenn Sie sich für Abo-Commerce entscheiden, liegt die Wahl des Abo-Modells natürlich bei Ihnen und Ihren jeweiligen Bedürfnissen.

Auf jeden Fall aber sollten Sie für individuelle Angebote innerhalb des Abo-Angebotes sorgen, denn viele Kunden möchten nicht für Leistungen zahlen, die sie dann nicht in Anspruch nehmen.

Die klassische Variante verspricht natürlich langfristig sichere Einnahmen, allerdings versprechen Zubuchungen in der zweiten Variante erhöhte Einnahmemöglichkeiten. Hier gilt es abzuwägen.

Vor der Entscheidung, ein solches Angebot ins Sortiment zu übernehen, ist es sinnvoll, sich zu fragen:

Warum genau sollte dieses Abo für meinen Kunden von Vorteil sein?

Wie kann ich das Interesse meiner Kunden langfristig auf hohem Level halten?

Zugleich gilt es auch, auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden einzugehen. In der Regel erhoffen diese sich von einem Abo ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber einzelnen Produktkäufen. Gleichzeitig möchten sie sich auch nur ungern für längere Zeit vertraglich binden, also an bestimmte Laufzeiten gebunden sein.
Um den genannten (An-)Forderungen gerecht zu werden und Kunden langfristig zu binden, eignet sich das klassische Abo-Modell daher weniger. Im Rahmen des Soft-Subscription-Modells nur die vom Kunden gewünschten Leistungen anzubieten hat den Effekt, dass dieser, wenn er zufrieden ist, mit größerer Wahrscheinlichkeit ein Angebot dazubucht. Er wird dadurch gebunden und das Abo wird auch für Sie lukrativer.

Bieten Sie zudem freie Laufzeiten an, werden Sie deutlich mehr interessierte Kunden ködern und somit Ihre Conversion Rate verbessern. Denn ein Abo mit flexibler Laufzeit, verleitet viele Leute dazu, das Angebot einfach mal zu testen. Genau dann gilt es schließlich mit dem Inhalt zu bestechen und Testkunden zu langfristigen Kunden werden zu lassen.

Fazit

Abo-Commerce ist schon lange nicht mehr nur eine Randerscheinung im E-Commerce, sondern eine für jeden Online Marketer interessante Möglichkeit, um seine Kunden noch stärker zu binden.

Wie wir sehen konnten, bestehen prinzipiell zwei verschieden Abo-Modelle, bei denen Vor- und Nachteile individuell abgewogen werden müssen.

Allerdings erweist sich die flexiblere Abo-Variante als deutlich effizienter, um Kunden zu akquirieren und langfristig zu binden.

Mit besten Grüßen,

Fabian Strohdiek
Content Manager Gründer.de

Warum Abo-Commerce die Kunden nicht mehr loslässt
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