Wusstest du, dass Newsletter hervorragend zur Kundenbindung beitragen können? Mit einem Newsletter kannst du Kunden nicht nur zum Kauf anregen, sondern ihnen auch Informationen mitteilen und sie auf gewisse Weise auch positiv unterhalten. Doch ein sehr guter Newsletter muss überlegt sein, denn nur einfach etwas zu verschicken wird dir nicht viel bringen.

Ein Newsletter ist ein perfekter Vertriebsmitarbeiter

Wenn du deinen Newsletter inhaltlich gut gestaltest, dann kann er für dich und dein Business genauso wichtig sein, wie ein guter Vertriebsmitarbeiter. Du kannst eine Menge Kunden und Interessenten ansprechen und des kostet fast nichts. Mit einem guten Newsletter sprichst du deine Kunden regelmäßig an, sie empfinden Wertschätzung, du bindest sie an dich und sie sorgen außerdem noch, dass du weiterempfohlen wirst. Damit dein Newsletter bei Kunden oder potenziellen Kunden auch gut ankommt, haben wir hier sieben Tipps für dich. Diese werden dir helfen, den perfekten Newsletter zu erstellen.

Tipp 1: Achte auf den Inhalt deines Newsletters

Gleich zu Beginn solltest du wissen, dass ein Newsletter nicht mit einem Werbebrief verwechselt werden sollte. Also was heißt das für? Genau, so wenig Werbung wie möglich in den Newsletter packen. Du wirst jetzt denken, für was brauch ich dann überhaupt einen, wenn keine Werbung rein soll? Ich kann dich beruhigen, denn wenn dein Newsletter wirklich gut ist, dann brauchst du keine Werbung. Ein guter Newsletter verkauft immer indirekt.

Newsletter muss Nutzen für den Kunden haben

Wichtigstes Gebot ist, dass der Newsletter deinem Kunden Nutzen bringen soll und nicht dir. Zeig ihm einfach auf, wie er seinen Arbeitsalltag leichter machen kann, versorge ihn mit Information aus dem dem Business, zeige ihm, dass du ein echter Profi auf deinem Gebiet bist. Denk in diesem Newsletter nicht nur an dein Business, sondern versuche dich in die Lage deiner Kunden zu versetzen. Ich dann versorge sie mit für sie wichtigen Informationen, die ihnen helfen. Du weißt nicht wie du das machen sollst? Dann denk einfach mal über deine Produkte oder deine Dienstleistungen nach und mach dir bewusst, welche Vorteile sie aus deiner Sicht haben? Und dann versetze dich in deine Kunden und was sie ihnen für Vorteile bringen und genau dies teilst du ihnen dann in deinem Newsletter mit.

Tipp 2: Nicht zu viel Werbung in den Newsletter einbringen

Ich hatte im ersten Tipp ja schon angesprochen, dass ein Newsletter so wenig Werbung wie möglich enthalten soll. Dies ist natürlich recht relativ und wird dir so nicht als Aussage reichen. Ok, machen wir es konkret. In einen Newsletter sollten auf keinen Fall mehr als 20% des Inhalts überschreiten. Du kannst es natürlich auch anders machen. Viermal verschickst du einen Newsletter komplett ohne Werbung und einen verschickst du als reine Werbeinformationen.

Werbebotschaft kommt erst nach den Informationen

Den richtigen Weg für dich musst du aber selbst finden. Am idealsten ist es, wenn du deine Werbebotschaft hinter die Information packst. Nicht verstanden? Stell dir vor, du hast einen Shop für Autopolitur. Also schreibst du in deinem Newsletter darüber, wie das Auto am besten und am schonendsten gewaschen wird. Gib dazu Tipps, liefere Anleitungen oder Beispiele. Und dann am Schluss kannst du deine Politur anbieten. Das wäre eine Möglichkeit. Eine weitere Möglichkeit wäre, wenn du eben einmal im Monat einen Newsletter versendest, wo du dein Produkt als das Produkt des Monats anpreisen kannst.

Tipp 3: Lege Wert auf die Präsentation deines Newsletters

Lass diesen bloß nicht zu trocken erscheinen. Und vor allem musst du ihn so persönlich wie nur möglich gestalten. Wenn Zahlen oder Fakten nicht unbedingt zu deiner Lösung passen, die du dem Kunden anbietest, dann verzichte bitte darauf. So wenig Daten wie nur möglich, denn das ermüdet den Leser und macht deinen Newsletter uninteressant. Schon mal was vom „Bildzeitungs-Voyeurismus“ gehört? Genau diesen Stil musst du zum Schreiben verwenden.

Kunden lieben kleine Geschichten

Biete deinen Lesern kleine Geschichten an, menschliche Geschichten, denn das mögen die Leute. Du kannst auch ruhig von deinem Alltag schreiben, bringe lustige Episoden mit ein. Wirke einfach natürlich und gehe mit deinem Newsletter auf den Leser zu. Er will unterhalten werden, er steht im Vordergrund und nicht dein berufliches Interesse. Schaffe diesen persönlichen Kontakt zu ihm, in dem du immer in der DU-Form schreibst, also beispielsweise „gestern habe ich etwas lustiges erlebt“. Hier noch ein paar weitere Empfehlungen:

  • Rede bzw. schreibe nicht um den heißen Brei herum und komm zum Punkt
  • Vergiss nie, dass die Leser deines Newsletters nicht dumm sind
  • Verwende nicht „man sollte“ sondern verwende Personalpronomen wie ich, du, er, sie, es
  • Benutze die indirekte Rede in deinem Newsletter
  • Liefere nur Informationen, die auch wirklich verstanden werden und verwende bitte nicht so viel Fachjargon.
  • Der Text muss verständlich sein. Ein Teenager sollte ihn problemlos verstehen können. Tut er das nicht, dann schreibe den Newsletter um
  • Wenn Fachbegriffe unbedingt nötig sind, dann baue in deinen Newsletter für diese Begriffe ein kurze Erklärung in Form eines eigenen Feldes ein

Tipp 4: Verwende Bilder und nicht nur Text

Baue in deinen Newsletter Bilder ein. Du kennst sicher auch die Aussage „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ und genau das wünschen die Leser deines Newsletters. Verwende Bilder mit Menschen, denn das ist gefragt. Selbst wenn du etwas Technisches in deinem Newsletter zum Thema hast, versuche es einfach mit Menschen auf Bildern zu untermalen. Klar sollte es auch einen Bezug zum Inhalt geben, doch dabei kannst du ruhig richtig kreativ sein. Es empfehlenswert viele Bilder zu verwenden, aber achte dabei bitte darauf, dass beim Öffnen eine nicht zu lange Wartezeit entsteht.

Bilder laden darf nicht zu lange dauern

Aus diesem Grund solltest du 30 KByte im B2C-Bereich und sechzig KByte im B2B-Bereich nicht überschreiten. Du kannst natürlich auch, vorausgesetzt es ist für dich umsetzbar, die Bilder auf einen extra Server legen und nicht mit dem E-Mail-Newsletter versenden. Erst wenn der Newsletter dann gelesen wird, werden die Bilder dazu geladen. Und noch ein wichtiger Hinweis für dich. Menschen sind neugierig und sie werden auf die Bilder klicken. Mach was draus und verlinke deine Bilder mit deiner Webseite. Nutze alles aus, um auf dich aufmerksam zu machen.

Tipp 5: Die Gliederung für deinen Newsletter

Die Gliederung für deinen Newsletter ist sehr wichtig. Aber bitte jetzt nicht erschrecken, denn um die richtige Gliederung umzusetzen musst du nicht viel machen. Beginne deinen Newsletter einfach mit der wichtigsten Information für den Kunden bzw. Leser. Dabei musst du dich nur an eine Regel halten und die heißt „Weniger ist im Zweifel immer mehr“.

Tipp 6: Nutze die Betreffzeile als Appetizer

Deine Betreffzeile im Newsletter muss Appetit machen. Appetit auf den Hauptgang. Es ist wie wenn du in einem Restaurant bist und ein knuspriges Brötchen mit Oliven oder einem würzigen Aufstrich serviert wird. Wenn dir das schmeckt, dann freust du dich doch auch so richtig auf den Hauptgang. Und genau so muss es bei deinem Newsletter sein. Der Leser muss nach der Betreffzeile so richtig Bock auf den restlichen Inhalt bekommen. Am besten ist es, wenn du dafür Worte wählst, die einen Nutzen signalisieren. Bei deinen Lesern muss da sofort ein bestimmtes Bild vor Augen erscheinen, oder eine Frage, oder eine Antwort. Einfach eine Reaktion muss entstehen.

Betreffzeile muss kurz und knackig sein

Die Betreffzeile sollte aber nicht zu lang sein. Von Experten wird empfohlen, sich auf 38 bis 47 Zeichen zu beschränken. Ist die Betreffzeile zu lang, kann es sein, dass sie vom Provider abgeschnitten wird und der Empfänger deines Newsletters kapiert nicht was du willst, weil ihm das Ende fehlst. Also kurz und knackig, aber eben doch ein Appetitmacher. Und auch hier gilt, dass du das Wichtigste an den Anfang stellst. Dazu kurz ein Beispiel: Du feierst einjähriges Jubiläum. Bleiben wir beim Beispiel von oben mit der Autopolitur. Total falsch wäre es nun, wenn du in den Betreff schreiben würdest „ 1 Jahr Autopolitur – Jetzt 10 Prozent Rabatt“. Das wäre aus deiner Sicht interessant, aber nicht für den Kunden. Stattdessen musst du schreiben „ 10 Prozent Rabatt – 1 Jahr Autopolitur“. Da erweckt die notwendige Aufmerksamkeit.

Tipp 7: Personalisiere deinen Newsletter

Für dich hat der Newsletter als eines der wichtigsten Ziele, Kunden an dich zu binden und natürlich neue Kunden zu gewinnen. Deshalb musst du ihn direkt ansprechen, gib ihm das Gefühl, dass du genau ihn damit meinst. Dazu musst du aber ein bisschen Hausaufgaben machen. Wie würdest du dich fühlen, wenn du einen Newsletter bekommst und der beginnt mit der Anrede „ Hallo lieber Leser“. Irgendwie nicht sonderlich persönlich oder? Also ich fühle mich damit nicht richtig angesprochen.

Rede den Kunden mit Namen an

Also was schließt du daraus? Genau, rede ihn mit seinem Namen an, gerne auch ein oder zweimal im fortlaufenden Text. Am besten ist es, ihn einmal in der Mitte des Newsletters und einmal im letzten Teil zu erwähnen. So baust du eine persönliche Beziehung zu ihm auf. Du kannst auch gerne mal das Produkt erwähnen, dass er vielleicht bei dir erworben hat. Gib ihm einfach das Gefühl „hey, der meint ja wirklich mich“ und schon hast du ihn glücklich gemacht.

Mit diesen sieben Tipps kannst du jetzt einen Newsletter erstellen, mit dem du jeden Vertriebsmitarbeiter einsparen kannst. Du stellst einen persönlichen Bezug her, stellst nicht dich oder dein Produkt in der Vordergrund, sondern deinen Kunden, deinen Leser. Und glaub mir, der wird das schätzen. Probiere es einfach aus.

7 Tipps damit dein Newsletter auch gelesen wird
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