Eine Landingpage soll den User zu einer Handlung „verführen“. Das heißt, die Landingpage muss so genial aufgebaut sein, dass der Besucher gar nicht anders kann als das Produkt zu kaufen oder die Dienstleistung zu buchen. Die Landingpage muss somit innerhalb von fünf bis zehn Sekunden die Informationen kommuniziert haben, ansonsten besteht die Gefahr, dass der Besucher die Seite wieder unverrichteter Dinge verlässt. Und das darf nicht sein, das ist doch keinesfalls in deinem Interesse.

Was ist eine Landingpage genau?

Eine Landingpage ist eine, für eine bestimmte Werbekampagne speziell erstellte Seite, die immer mehr Marketer für die Optimierung ihres Erfolges von Online-Anzeigen verwenden.
Das heißt, eine Landingpage ist speziell auf den Werbeträger und die entsprechende Zielgruppe optimiert. In der Regel steht bei einer Landingpage ein bestimmtes Produkt im Mittelpunkt, welches ohne eine Ablenkung (beispielsweise andere Produkte) präsentiert wird. Ganz wichtig bei einer Landingpage ist ein Response-Element wie zum Beispiel ein Link zum Onlineshop, ein Anfrageformular oder ein Call-Back-Button – also so genannte Call-To-Action-Buttons – durch das die für den User einfache Interaktion gewährleistet wird.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – das trifft auch bei den Landingpages zu. Bei der Erstellung der Pages schleichen sich Fehler ein – Fehler, fast teilweise Todsünden – die du vermeiden solltest.

Landingpage Fehler 1 – du kommunizierst nicht die Vorteile des Angebots

Deine Landingpage dreht sich um dein Produkt oder deine Dienstleistung – ja, aber auch nein!
Während die Konkurrenz ihr Produkt viel zu ausladend und umfangreich beschreibt und eine Unmenge an Texten auf der Landingpage zu finden ist, ist deine Seite so aufgebaut:
Du musst mit deiner Landingpage die Probleme deiner Besucher aufgreifen. Dabei soll deine Landingpage eine Lösung präsentieren und dem Kunden genau erklären, warum genau dein Produkt oder deine Dienstleistung das Leben deines potentiellen Kunden verbessert.
Denke im Vorfeld darüber nach, was der potentielle Kunde mit deiner Dienstleistung oder deinem Produkt erreichen möchte. Und genau das arbeite in deine Landingpage ein.
Die korrekte Formulierung auf deiner Landingpage:
Wir kaufen keine Geschirrspülmaschine, sondern mehr Zeit für uns selbst und sauber gespültes Geschirr.

Landingpage Fehler 2 – verfolge nur ein Conversion-Ziel

Neben dem Plan A noch einen Plan B zu haben, ist in unserem Alltag oftmals eine gute Variante. Allerdings gilt diese Einstellung für deine Landingpage. Diese sollte nur EIN Conversion-Ziel, nur einen Plan verfolgen. Für dich heißt das, dass all deine Elemente der Seite dieses eine Conversion-Ziel verfolgen, unterstützen und hervorheben.
Du hast diesen Landingpage Fehler auf deiner Seite umgesetzt? Dann entferne die zu viel verwendeten „Pläne“ und passe deine Landingpage auf die „Nur-ein-Conversion-Ziel-Verfolgung“ an.
Dein Ziel mit der Landingpage ist es, ein Produkt zu verkaufen? Dann verzichte darauf, noch Follower für deine Social-Media-Auftritte zu „sammeln“. Lass das Motto „Wenn der Kunde schon mein Produkt nicht kauft, dann soll er mir wenigstens auf Facebook folgen“ Motto sein und lass den Kunden ziehen. Durch diese Kombination von Produkt und Follower-Sammeln kann unter Umständen bewirken, dass der Kunde überhaupt keine Handlung auf deiner Landingpage vornimmt.

Landingpage Fehler 3 – Unklar kommunizierte Handlungsaufforderung? – ein No-Go auf der Landingpage

Ein Conversion-Ziel – eine Landingpage, das ist die Vorgabe. Definiere das Ziel ganz genau und gebe deinem Besucher genau vor, was er tun muss, um genau dieses eine Ziel zu erreichen. Du siehst: eine klar kommunizierte Handlungsaufforderung für den Besucher.

Was muss deine Handlungsaufforderung deinem Besucher mitteilen? Wie eingangs erwähnt, sind Call-To-Action-Buttons eine beliebte Variante auf Landingpages.
• Vermittle dem Besucher, worin der Vorteil für ihn besteht, wenn er jetzt diesen Button anklickt.
• Vermittle dem Besucher, was in dem Moment genau passiert, wenn er diesen Button geklickt hat.

Du gibst deinem potentiellen Besucher die Möglichkeit, kostenlos einen Ratgeber herunterzuladen? Dann teile ihm das auch genau so mit!

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Ist die Call-To-Action ganz spezifisch formuliert, muss der potentielle Kunde nicht groß überlegen. Er weiß, was sein Klick auf den Button bewirkt und deshalb ist er der Meinung, nichts Falsches auf der Landingpage zu tun.

Landingpage Fehler 4 – es gibt kein Message Match

Die Message Match ist sozusagen das Maß dafür, wie gut deine Landingpage zu der Anzeige, den Social-Media-Posts und anderen Links passt, über die die Besucher auf deine Seite gekommen sind. Das Auge des Besuchers scannt nach Anhaltspunkten, sucht nach etwas Vertrauten, einer Verbindung von der Landingpage zu den Social-Media-Posts oder der ursprünglich angeklickten Anzeige. Findet er die Message Match vor, ist das Risiko, dass der User die Landingpage irritiert verlässt, relativ gering.
Für dich und deine Landingpage heißt das, dass du die gleichen grafischen Elemente und Texte in der Page als auch in deinen Anzeigen und Social-Posts verwendest.

Landingpage Fehler 5 – fehlende, Vertrauen aufbauende Elemente

Die Landingpage muss vollkommen losgelöst von deiner eigentlichen Webseite agieren und funktionieren. Das heißt, sie muss überzeugend sein! Aus dem Grund verwende Vertrauen bildende Elemente, die dem Besucher das Gefühl vermitteln, dass er für sich selbst und vor allem ganz alleine eine Entscheidung treffen muss. Deshalb binde in deine Landingpage Hinweise ein, dass auch andere Kunden dem Produkt oder deinem Unternehmen vertrauen – arbeite mit den so genannten Social Proofs.

Was sind Social Proofs?

  • Kundenrezensionen
  • Kundenreferenzen
  • Auszeichnungen
  • Vertrauenssiegel
  • Nutzerrückmeldungen (Social Signals)

Landingpage Fehler 6 – ausgehende Links

Auch hier gilt – die Landingpage muss alleinstehend funktionieren, das heißt, ausgehende Links sind eine Todsünde. Merke: Keine Links auf die Webseite, zu den Social-Media-Kanälen oder zu anderen Ressourcen!

Da sich dein Conversion-Ziel auf der Landingpage befindet, sind ausgehende Links sozusagen verboten – sie lenken nur vom Angebot ab!
Wenn du der Meinung sein solltest, dass deine Besucher eventuell weitere Informationen benötigt, dann suche einen Weg, diese Infos in die Struktur der Landingpage einzuarbeiten. Verlängere lieber deine Landingpage, wenn das als Mittel zum Zweck dient, den Kunden von deinem Angebot zu überzeugen.

Hinweis: Links, die in Deutschland aus rechtlichen Gründen platziert werden müssen, sind natürlich einzubauen (Impressum und die Informationen zum Datenschutz).

Landingpage Fehler 7 – du setzt keine Testing-Tools ein

Ein Fehler, der vom User an sich nicht wahrgenommen wird – aber für dich ist es ein großer Fehler! Du hast in deiner Landingpage keinen Analyse- oder Testing-Prozess eingebunden. Was nützt dich eine vollkommen optimierte Landingpage und die beste Conversion, wenn du nicht die entsprechenden Analyse-Tool einsetzt.
Als mögliche Werkzeuge zur Auswertung von qualitativen, als auch quantitiven Werkzeugen kommen Crazy Egg oder Qualaroo in Frage.

Diese Tools sammeln unablässig Feedback von deiner Landingpage. Dieses Feedback gibt dir die Möglichkeit, deine Seite entsprechend aufzubauen, zu ändern und zu optimieren.

Das waren die 7 Todsünden, die als die schlimmsten Fehler auf deiner Landingpage möglich sein können. Selbst wenn du dich daran orientierst, die perfekte und fehlerfreie Landingpage existiert nicht. Eine Landingpage ist ein dauerhaftes Projekt, das von dir Zeit, Recherche und viele Analysen abverlangt.

Die 7 größten Conversion-Killer für deine Landingpage
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