4 Methoden Homeoffice finanzieren

Du hast die Idee für dein Unternehmen und möchtest am liebsten direkt durchstarten, gäbe es da nicht das Problem mit dem notwendigen Geld. Klar, eine UG ist auf dem Papier schnell und günstig gegründet, ein Kleingewerbe kostet beim Gewerbeamt oftmals nur eine geringe Summe, doch die echten Kosten sehen natürlich ganz anders aus. Ein richtiges Büro ist für die wenigsten direkt zu stemmen, alleine die Mietkosten für ein vernünftiges Büro übersteigen teils die Einnahmen frischer Gründer. Die Alternative ist für die meisten daher das Homeoffice. Doch auch die Kosten möchten irgendwie getragen werden, wie gehe ich da vor? Wir verraten es dir.

Welche Kosten kommen auf Gründer zu?

Wenn du ein Unternehmen planst, dass du von zu Hause aus führen möchtest hast du oft einen Vorteil: Du sparst dir Miete, einer der größeren Kostenpunkte für junge Gründer. Das Homeoffice selbst kannst du zwar theoretisch in einer absoluten Low-Buget-Variante aufbauen, aber vergiss nicht: Du willst hier aktiv arbeiten und dir deine Zukunft aufbauen. Auch wenn der alte Hocker in der Ecke doch recht bequem aussieht, der Küchentisch genug Platz bietet und der Computer bereits seit 7 Jahren stabil funktioniert, oft muss für die richtige Produktivität etwas Richtiges her.

Folgende Grundkosten solltest du für dein Homeoffice einplanen

Der grundsätzliche Aufbau von einem Homeoffice ist oftmals sehr ähnlich. Beachte bei unserer Auswahl, dass es natürlich auch darauf ankommt, was du genau vorhast. Damit solltest du aber zumindest einen groben Überblick haben. Beachte, dass wir hier von einem „typischen“ Homeoffice ausgehen und die Kosten entsprechend niedrig ansetzen. Büromöbel wie in den klassischen Büros kosten oft ein vielfaches und werden beim ersten Homeoffice entsprechen auch nur selten gewählt.

Folgende Kosten solltest du einplanen:

  • Bürotisch: 100 – 200 €
  • Bürostuhl: 200 – 500 €
  • Computer / Laptop: 500 – 800 €
  • Monitor: 100 – 200 €
  • Drucker: 100 €
  • Maus + Tastatur: 50 – 150 €
  • Weiteres (Papierkorb, Bodenschoner, Ablagen): 0 – 100 €
  • Gesamt: 1.050 € – 2.050 €

Wusstest du, dass du die Kosten unter gewissen Umständen von der Steuer absetzen kannst? Wenn dein Homeoffice als Arbeitszimmer gewisse Umstände erfüllt, kannst du in deiner Steuererklärung die Kosten entsprechend einreichen.

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Die laufenden Kosten nicht vergessen!

Die einmaligen Kosten sind das Eine, dazu kommen jedoch noch laufende Kosten: Software, Buchhaltung, Strom, Handyertrag und anderer augenscheinlicher Kleinkram kann sich schnell summieren. Behalte diese Punkte also stehst im Kopf und habe genug Rücklagen, um die Kosten auch bei schlechter Auftragslage zu zahlen.

Variante 1: Geld zur Seite legen

Oftmals einfacher gesagt als getan: Jeden Monat etwas Geld zur Seite legen und damit dein Unternehmen starten ist zwar die risikoloseste Variante, du musst aber auch entsprechend Zeit mitbringen. Schaue, wo du für die nächsten Monate etwas einsparen kannst: Muss ich jede Woche etwas zu Essen bestellen? Kann ich im Supermarkt günstigere Produkte kaufen? Wenn du jeden Monat nur 100 € zur Seite legst, hast du in einem Jahr das notwendige Budget. Vorteil: Wenn es in der Zeit besondere Angebote gibt, kannst du nochmal ein paar Euro sparen.

Variante 2: Gebraucht kaufen

Wenn du den Faktor Geld bei dir nicht ändern kannst, dann ändere doch die Kosten. Nochmal unser Hinweis: Geize nicht an deinem Möbeln und der Hardware. Du solltest bequem sitzen um dich auch entsprechend konzentrieren zu können. Auch dein Computer sollte deine Anforderungen erfüllen, ansonsten verlierst du wertvolle Zeit. Es lohnt sich aber durchaus zu schauen, ob du auf Kleinanzeigen-Seiten Möbel finden kannst. Sofern ein Unternehmen die Insolvenz anmeldet oder einfach nur umzieht werden die Möbel oftmals für einen sehr geringen Preis verkauft. Hier kannst du echte Schnäppchen machen. Bei Hardware wie Computer, Drucker oder Monitor wird der Punkt oftmals schwieriger. Zwar gibt es die auch gebraucht, aber oft lohnt sich alleine für die Performance der Neukauf.

Variante 3: Geld bei Freunden / Familie leihen

Viele Gründer fragen bei Freunden und Familie nach. Wenn man eine gute Idee hat, kann man sein Umfeld teilweise schnell dafür begeistern und im Zuge dessen nach einem freundschaftlichen Kredit fragen. Aber Achtung: Der Spruch „Bei Geld hört die Freundschaft auf“ darf hier nochmal ganz groß genannt werden. Wenn dann plötzlich die Person, die dir das Geld geliehen hat, es dringend wieder braucht ist der Streit quasi vorprogrammiert. Überlege dir also gut, ob du dir Geld bei einem Freund oder Familienmitglied leihen möchtest und gehe sicher, dass die Abzahlung auch stattfinden kann, wenn es nicht so gut wie erwartet läuft.

Variante 4: Mit einem Kredit ans eigene Homeoffice kommen

Wenn du ein großes Projekt vor dir hast, dann gehst du mit einem Businessplan zur Bank und fragst entsprechend nach Geld. Bei einer niedrigen vierstelligen Summe dürfte dieser Weg jedoch nicht unbedingt der sinnvollste sein. Kleine Kredite bekommst du in der aktuellen Zinslage verblüffend günstig. Ein einfacher und schneller Kreditvergleich (z.B. bei Bonkredit) ist hier der schnellste Weg um zu schauen, welche Kosten auf dich zukommen. Auch hier solltest du sicherstellen, dass du auch bei fehlenden Erfolg den Kredit abbezahlen kannst.

Der Weg zum eigenen Homeoffice kann so einfach sein

Egal für welche Variante du dich schlussendlich entscheidest: Das eigen Homeoffice ist für viele Gründer der wichtigste Schritt zum Erfolg. Du gehst mit einem echten Arbeitsplatz ganz anders an deine Arbeit ran, als wenn du diese vom Küchentisch aus erledigst. Wichtig ist auch eine gewisse Isolation von den anderen Räumen: Wenn andauernd Leute durch dein Homeoffice müssen, wirst du schnell abgelenkt und kommst aus dem Arbeitsfluss. Wenn du merkst, dass es mit dem Homeoffice einfach nicht so klappt wie es soll, dann lies dir unbedingt unseren Artikel 5 Gründe für das Versagen deines Homeoffice durch.

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