Sales sind die Essenz eines jeden B2B-Businesses, ohne die es nicht erfolgreich am Markt bleiben kann. Aber um an Sales zu kommen, musst du erst Leads generieren. Für den B2C-Bereich ist dies deutlich einfacher, Seitenbesucher und Fans zu zahlenden Kunden zu machen.
Dies heißt aber nicht, dass es im B2B-Bereich hoffnungslos ist – ganz im Gegenteil. Du musst dich allerdings darauf einstellen, dass der Weg zum Verkauf länger ist. Um Leads zu bekommen brauchst du deshalb auch taktisches Verständnis und ein gutes Maß an Finesse und Verständnis für deine Kunden.
Statt dich alleine auf die konventionellen Wege zu verlassen, um neue Leads zu generieren, lohnt es sich, auch abseits der bekannten Wege zu gucken. Versuche einmal diese 10 ungewöhnlichen Quellen für B2B-Leads:

1. Quora

Quora ist eine Plattform, wo die Nutzer Fragen stellen, beantworten und sich mit anderen Menschen austauschen und vernetzen können. Egal, über welches Thema du dich austauschen willst, auf Quora findest du viele Experten in dem Gebiet.
Indem du die Fragen anderer Nutzer beantwortest und dich als Experte positionierst, wirst du bekannter und steigerst deine Glaubwürdigkeit. Viele der Nutzer, denen du geholfen hast, werden sich dein Quora-Profil anschauen, wo du einen Link zu deiner Website oder eine Landingpage platzieren kannst.

2. Quizze

Interaktive Inhalte werden in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Mit kaum etwas anderem kannst du Nutzer für dich interessieren und dich ihnen ins Gedächtnis bringen.
Da es viel Zeit kostet, dein Zielpublikum genau kennenzulernen und mehr über ihre Bedürfnisse und Pains zu erfahren, sind Quizze eine großartige Möglichkeit, dir viel Arbeit abzunehmen. Ein Quiz, der den Menschen hilft, mehr über sich selbst zu erfahren, wird deutlich mehr Reaktionen erhalten als ein normaler „Call to Action“ mit der Bitte um Kommentare unter einem Blogartikel.

3. E-Mail-Signaturen

Hast du dir schon öfter gewünscht, dass mehr deiner Mail-Kontakte auch zu tatsächlichen Kunden werden? Dann solltest du darüber nachdenken, den Link zu deiner Landingpage in deine E-Mail-Signatur zu setzen. Auf diese Weise kannst du dich und deine Produkte bewerben, ohne dass es aufdringlich wirkt: Du zeigst ihnen den Link, forderst aber nicht direkt dazu auf, ihn zu klicken.

Digitales Business

4. Retargeting

Leider viel zu häufig passiert es, dass deine Seitenbesucher zwar interessiert an deinen Produkten sind, aber deine Seite wieder verlassen ohne etwas zu kaufen. Wenn du dann nicht einmal eine E-Mail-Adresse bekommen hast, sind sie meist dauerhaft verloren.
Wenn du Retargeting Pixel einsetzt, kannst du genau diese Besucher wieder einfangen: Nachdem sie deine Seite verlassen haben, sorgt eine Facebook-Ad dafür, dass sie wieder an dich erinnert werden oder die Produkte sehen, die sie besonders interessiert haben.

5. Kostenlose Testphasen

Jeder mag kostenlose Geschenke. Deshalb funktionieren kostenlose Probemonate für Spotify, Netflix oder Amazon Prime so gut: Wenn die Nutzer erst einmal all die Vorteile des Produkts erfahren und schätzen gelernt haben, sind sie gerne bereit, Geld dafür ausgeben, um diesen Service weiterhin nutzen zu können.
Knüpfe die kostenlose Probezeit unbedingt daran, dass die Tester dir ihre E-Mail-Adresse geben. So kannst du sie auch nach Ablauf der Testphase mit zielgerichtetem E-Mail-Marketing zu Kunden machen.

6. Events

Bist du introvertiert? Dann bist du nicht alleine. Viele Verkäufer im Internet teilen diese Eigenschaft. Und das Internet scheint ideal, um die Scheu, vor Gruppen zu sprechen, zu umgehen.
Allerdings lohnt es sich, über den eigenen Schatten zu springen und auf Events deiner Branche aktiv in Erscheinung zu treten. Kein Kontakt im Internet ist so überzeugend wie dich tatsächlich live zu sehen und zu hören. Wenn du dich schwer tust, setze dir selbst ein Ziel, das du messen kannst: Besuche ein Event pro Monat und rede auf jedem mit wenigstens zwei Personen, die du noch nicht kennst.

7. Live Chat

62% der Kunden kaufen lieber ein Produkt, wenn ein Live-Support verfügbar ist. Wenn du diese Option nicht anbietest, kann es passieren, dass viele potentielle Leads deine Website wieder verlassen, ohne auch nur ihre E-Mail-Adresse hinterlassen zu haben.

8. Upgrades für deine Inhalte

Nutzt du E-Books und andere Lead-Magneten, um deine Seitenbesucher zu motivieren, dir ihre Kontaktdaten zu geben? Dann solltest du darüber nachdenken, statt einer „ein Angebot für alle“-Lösung etwas Neues zu probieren.
Prüfe, welche deiner Blogartikel besonders häufig aufgerufen werden, und biete am Ende ein Upgrade des Inhaltes zum Download an. Dadurch, dass du zusätzliche Informationen zu einem Thema anbietest, für das der Leser sich bereits interessiert, erhöhst du die Chance, dass er seine E-Mail-Adresse hinterlegt.

9. Interviews

Ein Interview mit anderen Experten deiner Branche kann wertvoller und interessanter Content für deinen Blog sein. Je bekannter der Interviewte ist, desto mehr Besucher wird das Interview auf deine Website locken.
Gehe aber nicht nur nach dem Namen, sondern auch nach einem passenden Thema. Diejenigen, die deine Website wegen des Interviews besuchen werden, sollten deiner Zielgruppe entsprechen, damit dein Angebot sie auch anspricht.

10. Kaltakquise

Kaltakquise ist verpönt und unbeliebt. Allerdings funktioniert sie auch, wenn sie richtig gemacht wird. Statt dich also darauf zu verlassen, potentielle Leads ausschließlich online zu erreichen, greife zum Telefonhörer. Da kaum jemand darauf setzt, hast du hier durchaus einen Vorteil und kannst dich von deinen Mitbewerbern abheben.
Wichtig ist, dass du dir einen Plan zurechtlegst. Rufe nicht einfach nur so viele Unternehmen wie möglich an. Bereite lieber weniger Anrufe gründlich vor. Informiere dich über die Unternehmen und analysiere, wie du ihnen mit deinem Angebot helfen kannst.
Tipp: Mache die Sekretärin zu deiner Verbündeten. Sie entscheidet, ob dein Anruf weitergeleitet wird oder nicht. Sei also nicht nur nett und höflich, sondern frage sie direkt, ob sie dir helfen kann.

Dir fehlt die Zeit? Nimm sie dir!

Du möchtest dringend mehr Leads bekommen, aber dein Tag hat nur 24 Stunden, die bereits randvoll sind? Dann finde einen Weg, dir Zeit freizuschaufeln. Du brauchst Leads für deinen zukünftigen Unternehmenserfolg, also investiere Zeit in die Leadgenerierung.
Das heißt nicht, dass du alle Punkte auf einmal probieren musst. Konzentriere dich lieber auf zwei oder drei und gib hier wirklich alles, statt halbherzig auf zu vielen Hochzeiten tanzen zu wollen. Evaluiere nach einiger Zeit, ob sie für dich funktionieren und passe deine Strategie an. Da jedes Business einzigartig ist, gibt es kein Patentrezept, das für jeden funktioniert. Diese 10 Möglichkeiten, Leads zu finden, geben dir vielversprechende Richtungen vor, aber die Feinarbeit liegt bei dir.

Die 10 ungewöhnlichsten B2B Lead-Quellen
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