Es gibt viele Gründer wie du einer bist. Alle haben tolle Ideen, tolle Visionen. Und sie können es kaum erwarten, ein Unternehmen zu gründen und so richtig durchzustarten. Doch leider sind auch sehr viele Unternehmer dabei, die trotz toller Ideen und tollen Produkten nach mehr oder weniger kurzer Zeit scheitern und leider in die Pleite steuern. Damit dir dies als Unternehmer nicht passiert, solltest du dir mal die häufigsten Gründen anschauen, die zu einer Pleite führen können und es einfach besser machen.

Grund 1: Fehlende Kenntnisse in der Betriebswirtschaft

Die fehlenden Kenntnisse in der Betriebswirtschaft gehören zu den häufigsten Gründen, warum eine junger Unternehmer in die Pleite steuert. Als Unternehmer ist für dich nicht nur wichtig, dass du immer wieder neue gute Ideen hast. Nur allein davon kannst du kein Unternehmen erfolgreich führen. Du musst dich auch mit Zahlen auskennen und deshalb sind betriebswirtschaftliche Kenntnisse zwingend notwendig. Gut, ich stimme zu, wenn du nun sagst, man kann nicht alles können. Aber in solch einem Fall ist es von großer Wichtigkeit, dass man sich dann solche Kenntnisse in Form eines Partners oder einer externen Person ins Haus holt.

Grund 2: Nicht den Bezug zur Realität verlieren

Viele Gründer treibt auch der Gedanke und der Wunsch nach schnellem Reichtum in die Pleite. Es muss nicht gleich kurz nach Firmengründung der schicke Firmenwagen vor der Türe stehen und sollte auch nicht nur noch Personal einstellen, nur um selbst nichts mehr machen zu müssen, als nur den Chef zu spielen. Wer den Sinn für die Realität verliert, der ist ganz schnell fertig und weg vom Fenster. Darum solltest du immer mit dem nötigen Weitblick handeln. Behalte deine monatlichen Fixkosten gut im Auge und beobachte ständig den Markt und deine Marktposition im Blick.

Grund 3: Fehlender Rückhalt der Familie

Wenn du Gründer bist und Familie hast, dann muss deine Familie voll und ganz hinter dir und deiner Idee stehen. Es muss von Anfang an klar sein, dass ein Gründer wie du keine geregelte 40-Stunden-Woche haben kann. 60 Stunden und mehr sind durchaus normal und viel Zeit für private Zeit mit der Familie bleibt hier nicht wirklich. Schnell kann es deshalb zu Spannungen kommen und es kommt zum Scheitern. Entweder im privaten Bereich oder eben mit dem Unternehmen geht es den Bach hinunter.

Digitales Business

Grund 4: Marktkenntnisse sind zu mangelhaft

Bevor du als Gründer überhaupt auf den Markt kommst, musst du diesen zuvor genau analysieren. Und mit genau meine ich wirklich sorgfältig und detailliert. Wenn du deinen Markt und deine Konkurrenten nicht genau kennst und die Bewegungen auf dem Markt nicht verstehst, bist du ganz schnell auf dem Abstellgleis und kannst deinen Laden dicht machen.

Grund 5: Die falsche Zielgruppe gewählt

Dein Produkt oder deine Dienstleistung kann noch so perfekt durchdacht sein, wird aber kein Erfolg, weil sie dem Kunden keinen Nutzen bringt. Du musst also schon genau wissen, welche Bedürfnisse deine potenziellen Kunden haben und ob du sie mit deinem Produkt auch erreichen kannst. Wenn der Kunden von etwas einen Nutzen hat, dann wird er auch Geld dafür ausgeben. Du musst also ganz genau überlegen und analysieren, welche Zielgruppe genau du brauchst.

Grund 6: Zu wenig Abhebung von der Konkurrenz

Wer heute als Gründer am Markt erfolgreich sein will, der braucht ein Alleinstellungsmerkmal, muss sich also von der Konkurrenz abheben. Es hilft dir nichts, wenn du mit deiner echt genialen Idee auf den Markt kommst, aber ein Wettbewerber kopiert dich und bringt eigentlich dein Produkt zu einem deutlich günstigeren Preis an den Kunden. Dann stehst du schneller vor dem Aus als du dir denken kannst. Also musst du immer schauen, dass du den besten Preis hast, den besten Service bietest oder ganz einfach anders und besser bist als die Konkurrenz.

Grund 7: Finanzierung zu schlecht geplant

Sehr viele Gründer scheitern an einer schlecht geplanten Finanzierung. Bereits bei der Planung musst du deshalb mit Weitsicht vorgehen. Du musst alles so planen, dass du für alle Fälle vorbereitet bist. Die Liquiditätsplanung muss dir Luft geben, du musst deine Investitionen genau planen, lieber ein bisschen mehr, als zu wenig. Wie für jedes Unternehmen gilt auch für dich, dass dein Finanzplan hieb- und stichfest sein muss. In dem Moment, wo es zu ersten finanziellen Engpässen kommt, ist das Ende nämlich nicht mehr weit.

Grund 8: Ordnung ist ein Fremdwort

Ohne Ordnung in deinem Unternehmen geht es nicht. Damit meine ich nicht, dass beispielsweise dein Schreibtisch immer sauber sein muss. Nein, die betrieblichen Abläufe müssen in Ordnung sein, Geschäftsbücher müssen von Anfang an sauber geführt werden. Es ist wichtig für dich, dass du immer alles im Blick hast und auch bei Problemen rechtzeitig reagieren und agieren kannst.

Grund 9: Das Team muss passen

Wer sich als Team selbständig macht, der braucht Know-How für jeden Bereich in seinen Reihen. Verstehst du was ich meine? Es nützt dir nichts, wenn du Leute um dich als Team hast, die sich alle nur mit Technik auskennen. Du brauchst jemand, der Technik beherrscht, einen der mit den Finanzen jonglieren kann und jemand der sich mit Mitarbeiterführung auskennt, um dir hier nur ein paar Beispiele zu nennen. Es darf kein einseitiges Wissen vorhanden sein, sondern alle Themen müssen abgedeckt sein, die für ein Unternehmen wichtig sind.

Grund 10: Selbstüberschätzung

Viele Gründer scheitern auch, weil sie sich total überschätzen. Denke immer daran, dass keiner perfekt ist, auch du nicht. Also konzentriere dich nicht nur allein auf deine Stärken, die ja durchaus wichtig für deinen Erfolg sind, sondern sei bereit, immer Neues dazu zu lernen. Nimm Hilfe an, wenn sie dir angeboten wird und reflektiere immer selbst und vor allem ehrlich, was du gut gemacht hast, was noch besser werden kann und wo auf dich mögliche Gefahren lauern könnten.

10 Gründe warum Unternehmer früh scheitern
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