Dr. Oliver Pott im Exklusiv-Interview bei Gründer.de

Dr. Oliver Pott
Oliver Pott ist eigentlich promovierter Neurochemiker, weshalb er durchaus als Exot in der Branche angesehen werden kann. Aber seine Geschichte zeigt allen, dass beruflicher Erfolg nicht nur denjenigen zusteht, die Betriebswirtschaft studiert haben, sondern, dass vieles von der eigenen Persönlichkeit abhängt und von den Zielen, die man sich setzt.
In seinen Seminaren, Privatcoachings, Videokursen und eBooks hat er schon Tausenden Menschen eben genau das vermittelt und hat sich damit sowohl als überaus erfolgreicher Unternehmer, Experte im Online Marketing, aber auch als sehr gefragter Erfolgscoach positioniert.
Trotzdem gibt es jedoch auch Menschen, die seine Erfolgsgeschichte und seine Produkte anzweifeln und für Humbug halten. Häufig werden ihm von Skeptikern aggressive Verkaufsmethoden und unbrauchbare Produkte vorgeworfen.
Gründer.de hat vor kurzem die Gelegenheit bekommen, Oliver Pott persönlich zu treffen und mit ihm ein exklusives Interview zu führen. Gegenstand dieses Interviews sollen seine Persönlichkeit sowie andere spannende Themen sein. Das Interview stellen wir unseren Lesern nun in diesem Blogbeitrag zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen!
Interview mit Dr. Oliver Pott
Thomas Klußmann: Oliver, wie viele bereits schon Wissen, bist du ein sehr erfolgreicher (Online-) Unternehmer im deutschsprachigen Raum. Was einige aber vielleicht noch nicht wissen, ist: Welchen biografischen Hintergrund hat Oliver Pott und wie ist er zum erfolgreichen Unternehmer geworden?
Dr. Oliver Pott: Schon während meiner Schulzeit habe ich mich dafür begeistern können, ein eigens Unternehmen zu gründen. Bereits mit sehr jungen Jahren gründete ich mein erstes Unternehmen im IT-Bereich und diese Firma gibt es sogar noch heute.
Um mir damals mein Studium zu finanzieren, schrieb ich auch einige Bücher zum Thema Computer und IT, die es teilweise noch auf Amazon zu kaufen gibt. Den ersten großen Erfolg hatte ich jedoch mit dem Unternehmen Blitzbox, das sich mit dem Handel von Software beschäftigt. Damals war es ein innovatives Konzept in Deutschland, Software per Download zum Kauf anzubieten. Einige Zeit später konnte ich Blitzbox an Avanquest verkaufen.
Ich gründete in den nächsten Jahren auch founder.de sowie die Pott Holding GmbH, mit der ich mich auch an anderen Unternehmen beteilige.
Thomas Klußmann: Besonders spannend an deiner Biografie finde ich, dass du nicht der klassische Betriebswirt bist, der nach einigen Jahren Zugehörigkeit bei einem Unternehmen selbst Unternehmer wurde, sondern, dass du eigentlich Quereinsteiger bist. Viele Leser haben vielleicht die Ansicht, dass man nur nach einem betriebswirtschaftlichen Studium ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen kann. Wie siehst du das? Ist der Erfolg wirklich von fachlichem Know-How abhängig, das man sich erst durch jahrelanges Studium oder jahrelange Berufserfahrung aneignen kann?
Dr. Oliver Pott: Fachliches Know-How wird von den meisten Gründern immer noch überschätzt. Sie sind oft der Meinung, sie könnten erst dann ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen, wenn sie sich jahrelang mit dem Thema beschäftigen, auf dem ihr Business basieren soll.
Dies mag vielleicht in Bereichen wie z.B. in der Steuerberatung stimmen, aber selbst da muss man nicht Experte in dem Bereich sein, um ein Unternehmen zu gründen. Schließlich haben Entrepreneure auch andere Aufgaben als IM Unternehmen zu arbeiten.
Die Aufgabe eines Entrepreneurs sollte es hauptsächlich sein, AM Unternehmen zu arbeiten und dieses voranzubringen. Für den fachlichen Teil sollte man auf Mitarbeiter zurückgreifen. Außerdem wird man mit der Zeit erfahrener und wächst mit seinem Unternehmen.
Thomas Klußmann: Wo wir gerade von Erfolg sprechen: Woran, glaubst du, scheitern die meisten Gründer?
Dr. Oliver Pott: Die meisten Gründer scheitern meiner Meinung nach noch bevor sie überhaupt anfangen, etwas zu tun. Wie viele von uns kennen die Situation, dass man mit Freunden in einem Café oder in einer Bar sitzt und darüber spricht, welche „Marktlücken“ es gibt oder was man selbst als Unternehmer anders machen würde.
In solchen Situationen kommen oft teils kuriose Ideen zustande, die aber das Potenzial haben, erfolgreich zu werden. Ähnlich lief es beispielsweise mit der Gründung von mymuesli.de, deren Gründer von einem Radiowerbespot für Müsli so genervt waren, dass sie beschlossen haben, es anders zu machen. Im Gegensatz zu vielen anderen, wurden sie aktiv und haben etwas auf die Beine gestellt.
Thomas Klußmann: In deinen Seminaren, Videos, E-Books usw. zeigst du den Leuten ja eigentlich genau, wie sie erfolgreich im Internet sein können. Wieso gibt es deiner Meinung nach trotzdem Menschen, die deine Produkte für untauglich halten? Glaubst du, dass sie deine Produkte mit den falschen Erwartungen bzw. mit der falschen Einstellung kaufen, ohne Arbeit viel Geld zu verdienen?
Dr. Oliver Pott: Ja, viele Leute, die sich für Selbstständigkeit interessieren, haben die Einstellung, wenig zu tun und den Wunsch, viel zu bekommen. Sie nehmen Unternehmer als Menschen wahr, die nur auf Reisen sind und Spaß haben.
Aber vielen ist es nicht bewusst, dass sich auch viel Arbeit dahinter verbirgt, ein Unternehmer zu sein und dessen sollte man sich schon bewusst sein. Dafür wird man auch entlohnt – und das ist nicht nur auf das Geld bezogen. In meinen Produkten steckt sehr viel Arbeit und es ist ein gutes Gefühl, wenn mir Kunden sagen, wie zufrieden sie sind und dass ich ihnen helfen konnte.
Thomas Klußmann: Viele Kritiker behaupten ferner, dass deine Marketingstrategien sehr aggressiv sind und deine Produkte zu teuer. Wie stehst du solchen kritischen Aussagen gegenüber?
Dr. Oliver Pott: Heutzutage bringt es nichts, das beste Produkt auf der Welt zu haben. Wenn man – übertrieben gesagt – ein Medikament entwickelt, das alle Krankheiten heilen kann, so heißt das nicht, dass die Leute von alleine darauf kommen werden. Als Unternehmer muss man selbst aktiv werden und seine Produkte bewerben, sodass möglichst viele davon erfahren.
In der Nische, wo ich mich mit meinen Produkten aufhalte, gibt es mittlerweile viel Konkurrenz. Und obwohl ich in dieser Branche angesehen bin, muss ich eben entsprechend Marketing betreiben, da ich von meinen Produkten zu 100% überzeugt bin.
Zu dem Punkt, dass die Produkte von founder.de zu teuer seien, kann ich nur sagen, dass hinter den Produkte Expertenwissen steckt, das ich mir mühsam im Laufe meines Unternehmerdaseins angeeignet habe. Wer möchte, kann sich dieses Wissen in vielen Monaten oder Jahren selbst aneignen. Wer sich jedoch viel Mühe und Zeit sparen möchte, kommt zu founder.de.
Thomas Klußmann: Die meisten Leser kennen deine Erfolge bereits. Wie sieht es aber mit Misserfolgen aus? Hattest du auch schon weniger erfolgreiche Projekte und wenn ja, wie bist du damit umgegangen?
Dr. Oliver Pott: Natürlich habe ich in meiner Zeit als Unternehmer auch Entscheidungen getroffen, die nicht zu dem Erfolg führten, den ich mir gewünscht hatte. Das kostete mich viel Zeit und Geld. Doch davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.
Gründern, die z.B. mit ihrer ersten Idee nicht erfolgreich waren, kann ich nur ans Herz legen, nicht aufzugeben. Viele der erfolgreichsten Unternehmer der Welt waren mit ihren Anfangsideen nicht erfolgreich und trotzdem sind anschließend Projekte wie Twitter oder Xing entstanden.
Unternehmer zu sein ist ein Lebensstil und man wächst mit den Schwierigkeiten, die einem begegnen. In den USA wird unternehmerisches Scheitern positiv angesehen, während es in Deutschland als Anzeichen von Unfähigkeit angenommen wird. Das ist sehr schade.
Thomas Klußmann: Kannst du vielleicht noch drei Geheim-Tipps für alle geben, die erfolgreiche Gründer werden wollen?
Dr. Oliver Pott: Den wichtigsten Tipp habe ich schon kurz angesprochen und er lautet: Einfach starten! Viele begehen den Fehler, dass sie eine Idee haben, aber es nicht wagen, diese auch tatsächlich umzusetzen. Zu langes Warten bringt noch mehr Unsicherheit und die Idee wird gar nicht mehr umgesetzt. Beschäftigt man sich aber erst einmal mit dem Thema, so wird man fast automatisch an die richtigen Leute kommen.
Ein weiterer Fehler, den angehende Gründer machen, ist es, nicht offen über ihre Ideen sprechen. Der Dialog mit anderen ist sehr, sehr wichtig, da man so sehr schnell Feedback und auch weitere Ideen bekommen kann, auf die man selbst gar nicht gekommen wäre. Der Ideenklau, vor dem viele angehende Gründer Angst haben, ist dabei absolut unbegründet.
Und schließlich halte ich Durchhaltevermögen für einen sehr wichtigen Punkt. Hat meine erst einmal eine Idee oder eine Vision, so sollte man fest daran glauben und seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Viele machen nämlich den Fehler, dass sie zu schnell aufgeben.
Thomas Klußmann: Menschen, die erfolgreicher in ihrem Leben sein möchten, wissen oft nicht, wie sie das schaffen können. In Deutschland gibt es ja zahlreiche Coaches und Trainer, die genau das zu vermitteln versuchen. Diese Coachings haben jedoch auch oft ihren Preis. Glaubst du vielleicht trotzdem, dass es sich auszahlt, von hochbezahlten Experten zu lernen?
Dr. Oliver Pott: Wenn diese Coaches oder Trainer nicht nur aus der Theorie erzählen, sondern den Erfolg selbst vorgemacht haben, dann ja. Allein schon die Zeitersparnis kann das Geld wert sein. Hinzu kommt die Erfahrung von Leuten, die Ihr Handwerk verstehen, weshalb es sich definitiv lohnt, Experten ein überdurchschnittliches Honorar zu zahlen.
Thomas Klußmann: Zum Thema Erfolg hast du in den letzten Tagen und Wochen wieder ein neues Projekt ausgearbeitet. Kannst du den Lesern vielleicht ein wenig darüber erzählen?
Dr. Oliver Pott: Sehr gerne. Das Projekt heißt Erfolg.com und unser Team hat nun schon eine Weile intensiv an diesem Projekt gearbeitet. Wir wollen mit Erfolg.com eine Plattform für die besten (Erfolgs-) Trainer aus dem deutschsprachigen Raum schaffen, die Ihre Produkte dort anbieten können.
Thomas Klußmann: Welchen konkreten Mehrwert Erfolg.com und warum sollten Coaches bzw. Trainer ein Teil von Erfolg.com werden?
Dr. Oliver Pott: Erfolg.com bringt die besten Trainer – und damit sind nicht nur klassische Erfolgsstrainer, sondern auch Coaches aus dem Gesundheitsbereich, Sportbereich und vielen anderen Bereichen gemeint – auf eine Plattform, was ihren potenziellen Kunden viel Recherchearbeit erspart.
Trainer, die auf Erfolg.com teilnehmen, bekommen außerdem eine eigene Subdomain und haben somit den Vorteil, bei der Google-Suche schneller gefunden zu werden. Je nachdem, welches Paket die Trainer buchen, können sie auch ein komplettes Service-Paket erhalten und haben keinen Aufwand, ihre Produkte einzupflegen.
Thomas Klußmann: Vielen Dank, Oliver, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich bin sicher, dass die Leser einige neue Dinge über dich erfahren haben. Ich wünsche dir und deinem Team viel Erfolg in der Zukunft und auch bei dem neuen Projekt Erfolg.com.
Liebe Leser, wenn Ihnen das Interview gefallen hat, so würde ich mich freuen, wenn Sie es mit anderen teilen oder auf den “Gefällt-Mir-Button” klicken :)
Es wäre auch schön, wenn Sie uns einen Kommentar mit Ihrer Meinung hinterlassen.
Mit besten Grüßen,
Ihr Thomas Klußmann
Geschäftsführer Gründer.de GmbH

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Guten Tag Herr Klußmann,
Guten Tag Herr Dr. Pott,
das Interview war sehr interessant und lesenswert. Es ist mal schön genauer den Hintergrund eines Menschen zu kennen, den man nur übers Internet kennt und sieht.
Beste Grüße,
Dennis Sievers
Hallo Herr Sievers,
vielen Dank für den netten Kommentar. Wir werden auch in Zukunft versuchen, unseren Lesern einen Blick “hinter die Kulissen” zu ermöglichen.
Mit besten Grüßen,
Thomas Klußmann
Hallo Herr Klussmann, Herr Dr.Pott,
sehr lesenswerte Interview mit tollen Aspekte. Anfangen ist nach wie vor die Kernbotschaft stark verknpft mit dem Durchhalten. Bravo
Lg Heinz
Hallo Heinz,
vielen Dank für das Kompliment. Den ersten Schritt zu wagen und dann auch noch eine Weile durchzuhalten, sind in der Tat mit die wichtigsten Eigenschaften eines jeden erfolgreichen Gründers.
Mit besten (Gründer-)Grüßen,
Thomas Klußmann
Das mit dem Durchhalten gefällt mir sehr, denn bekanntlich geben viel mehr Menschen auf als Menschen wirklich scheitern.
Beste Grüsse
Ich sehe es ähnlich wie Oliver, was das Scheitern betrifft. Scheitern ist wichtig für den Erfolg. Wer nicht scheitert, kann nie Erfolg haben! Jeder Unternehmer ist auf die Nase gefallen, aber aufgestanden, sonst wäre er niemals dort, wo er heute ist.
Na, allzu groß können die Mißerfolge von Dr. Pott nicht gewesen sein! Es ist erstaunlich, dass er schon während seines Studiums ein Unternehmen gründen konnte. Multitasking in Perfektion. Kompliment! Es ist eben nicht jeder zum Genie geboren. Ich selbst bewege mich ein paar Etagen tiefer. Und habe mal mit Affiliate-Marketing angefangen. Und eines Tages … werde ich so so reich sein wie Dr. Pott. Mindestens